Susanne Gavenis
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Noch ein kleiner Nachtrag, da ich mir beim Posten meines letzten Textes so viel Zeit gelassen habe, dass Elyan schneller war als ich.
Ich denke ebenfalls, dass man als Autor bei der Konzeption seiner Figuren schnell mal des Guten -oder des Bösen, je nachdem - zu viel tun kann, dabei über das Ziel hinausschießt und seine Leser damit verliert.
Ich habe z.B. vor einiger Zeit eine Geschichte gelesen, wo der Bösewicht - der bis dahin, wie ich fand, in seiner Bösartigkeit durchaus angemessen rüberkam - in einer Szene in den Kerker geht, wo er einen Gefangenen verhört. Bei diesem Verhör kam dann derart plötzlich ein Umschlag in wirklich abstoßenden, pornographisch gefärbten Sadismus, dass die Geschichte sofort für mich gestorben war. Ich hatte dem Autor auch so geglaubt, dass der Bösewicht wirklich böse war, aber es scheint, als wäre sich der Autor selbst nicht so sicher gewesen, weshalb er noch eine so derbe Schippe Niedertracht oben draufgepackt hat, dass die Figur nur noch auf ekelhafte Weise bizarr, aber nicht mehr glaubwürdig war - unabhängig davon, dass man als Autor natürlich immer auch seine angepeilte Zielgruppe im Auge behalten sollte, und nicht alle Fantasy-Leser stehen auf Hardcore-Sadismus (hoffe ich wenigstens!).
Ich denke ebenfalls, dass man als Autor bei der Konzeption seiner Figuren schnell mal des Guten -oder des Bösen, je nachdem - zu viel tun kann, dabei über das Ziel hinausschießt und seine Leser damit verliert.
Ich habe z.B. vor einiger Zeit eine Geschichte gelesen, wo der Bösewicht - der bis dahin, wie ich fand, in seiner Bösartigkeit durchaus angemessen rüberkam - in einer Szene in den Kerker geht, wo er einen Gefangenen verhört. Bei diesem Verhör kam dann derart plötzlich ein Umschlag in wirklich abstoßenden, pornographisch gefärbten Sadismus, dass die Geschichte sofort für mich gestorben war. Ich hatte dem Autor auch so geglaubt, dass der Bösewicht wirklich böse war, aber es scheint, als wäre sich der Autor selbst nicht so sicher gewesen, weshalb er noch eine so derbe Schippe Niedertracht oben draufgepackt hat, dass die Figur nur noch auf ekelhafte Weise bizarr, aber nicht mehr glaubwürdig war - unabhängig davon, dass man als Autor natürlich immer auch seine angepeilte Zielgruppe im Auge behalten sollte, und nicht alle Fantasy-Leser stehen auf Hardcore-Sadismus (hoffe ich wenigstens!).
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... letzteres haben Neil Gaiman und Terry Pratchett umzusetzen gewagt 