Das stimmt natürlich auch wieder. Und schöne Namen auszudenken ist schon verdammt schwer. Ich verweise ja immer gerne auf ein stinknormales Vornamenbuch, wie es sie gelegentlich billig bei Aldi oder Lidl gibt, oder zum Ausleihen in der öffentlichen Bücherei. Da stehen tausende der schönsten Namen drin, zum Teil mit der historischen Herleitung aus dem Urspungsland, mit der Bedeutung und den verschiedensten internationalen Varianten.
Beispiele:
Drew - ursprünglich Männer-, heute auch Frauenname, vom gotischen "dragan" (tragen) abgeleitet
Einar - althochisländisch für "der alleine kämpft"
Evan - walisische Form von John
Farley - altfranzösisch von "feier" (Markt), altnordisch von "faqr (schön/angesehen), mittelenglisch "leye" (Wiese)
Finn/Fionn - gälisch mit der Bedeutung Weiß/blond/hell
Hakan - türkisch für Herrscher
Jovan - serbokroatische und slowenische Form von Johannes
Keefe - irisch für Kiefer
Kinta - indianisch mit der Bedeutung "Biber"
Len - altenglisch von "len" bzw. "leen" (Pächterhaus)
Lowell - altenglisch von "Lufu" (Liebe)
Malik - arabisch für König
oder noch ein paar Frauennamen:
Milva - lateinisch von milvus , der Jagdfalke
Momi - polynesisch für Perle
Nabila - arabisch für edel
Nalani - polynesisch für "Ruhe des Himmels"
Nara - keltisch für glücklich
Nerys - walisisch für Herrin
Olcay - türkischer Name arabischen Ursprungs mit der Bedeutung von Glück
Oonagh - (dt. Una, engl. Oona) irisch für "die Einzigartige"
Pamina - griechisch von "pammenis" (Vollmondnacht)
Sian - walisiche Form von Jane
Siri - persisch für Geheimnis
Siv - altnordisch von "sif" (Braut)
Sirke - germanisch von "sigi" (Sieg) und "riki" (mächtig)
Sita - Sanskrit, die Göttin des Ackerbaus und die Ehefrau des Gottes Rama
Tasnim - arabisch für "Quelle des Paradieses"
Tora - japanisch für "Tiger"
Ulani - polynesisch für fröhlich/sorglos
Vaike - altestnisch für Friede
Vedat - türkisch, arabischen Ursprungs für Liebe/Freundschaft
Weda - germanisch von "witu" (Wald)
Und so weiter ... Durch Einfügen oder Anhängen von Silben oder einzelnen Buchstaben und Zeichen kann man ganz normale Namen auch noch abwandeln. Für Elbennamen sind immer wieder "ian", "ion", "arion", "andra" "ella", "th" oder "dh" beliebt, vor allem unter Verwendung von Akzenten bis hin zur völligen Unaussprechbarkeit. In Maßen verwendet kan man aus einer Melissa eine Melissandra machen und aus einer Amanda eine Amandara. Aus den oben genannten Namen kann man eine Vedatora, Ulanisita, Sivolani, Naroona, Lowella, einen Torano, einen Veda-Dragan, Olcayonn oder Kintalik machen. Silben sind wie Bausteine, Wenn einem keine eigenen einfallen hilft immer ein Blick in ein Namen- oder Wörterbuch. Im Zweifelsfall sucht man sich die Sprache einer Kultur aus, die in etwa den angestrebten Charakter ... äh, charakterisiert (und sei es als Vorurteil! ^^), schaut unter Leo nach einer passenden Vokabel und: "Voilà"! Beispiel: Ein störrischer, mutiger aber nicht allzu intelligenter Krieger, der Nebencharakter und treuer Freund unseres Helden sein soll. Der unendliche Schatz unserer Vorurteile erinnert uns daran, dass der Volksmund den Schotten (Ist nicht persönlich gemeint! Einige meiner besten Freunde sind hochintelligente und geistig absolut bewegliche Schotten!!!) diese Eigenschaft zuschreibt. Aber auch in Skandinavien (Hier gilt absolut das Gleiche. Ich sprechen von Vorurteilen. Bitte nicht vergessen, ja?) glaubt man solche Leute finden zu können. Also rufen wir den Leo-Übersetzer für ... ähm ... Schwedisch auf und suchen nach dem Wort für ... ähm ... sagen wir mal "Stier" und finden "Tjur". Daraus kann man Tjurre, Tjurin, Tjuren, Tjokol, Tjukur oder alles mögliche andere machen. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.