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Veröffentlichung eines Buches über Verlag oder als E-Book?

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  #1  
Alt 22.03.2013, 02:17
Janine Janine ist offline
Ritter der Tafelrunde
 
Registriert seit: 03.2013
Beiträge: 85
Question Veröffentlichung eines Buches über Verlag oder als E-Book?

Ich tendiere zum E-Book, denn der Gedanke daran, die Rechte an meinem geistigen Eigentum an Dritte abzutreten, behagt mir nicht unbedingt.

Wenn ich meine Story selber vermarkte, bleiben alle Rechte bei mir, ich entscheide selber, wo und wem ich Ausschnitte und Leseproben zugänglich mache und wo ich mein Buch anbiete.

Ich habe mehrere Bücher bei Amazon angelesen und bin der Meinung, dass ein verlegtes Buch nicht unbedingt für bessere Qualität steht. Gleichwohl haben E-Books teilweise einen schlechten Ruf, aber anhand der Leseprobe kann jeder Interessierte erkennen, ob Stil, Inhalt und Form ihn ansprechen.

Auch auf gedrucktem Papier sind mir teilweise kapitale Rechtschreibfehler ins Auge gefallen. (z.B. "Verfielfältigung") Haben die Verlage keinen Lektor und sowohl die Autoren als auch die Selbstschreiber kein Rechtschreibprogramm auf ihrem Rechner?

Ich gebe zu, dass ich bei mir selber auch korrigieren musste, da ich die alte Rechtschreibung (vor 1996) immer noch verinnerlicht habe.
Habe ein ums andere Mal den Kopf geschüttelt und bei Google nachgeprüft ob das Wort aktuell wirklich so geschrieben wird......
Ups, schweife vom Thema ab.

Verlagswerk oder E-Book, wie ist eure Meinung dazu?
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  #2  
Alt 22.03.2013, 07:21
Kaeptn Kaeptn ist offline
Bewahrer der Traenen des Lebens
 
Registriert seit: 03.2012
Beiträge: 168
Im Autorenforum Tintenzirkel wird das auch gerade diskutiert, wenn auch auf Selbstverlag (also nicht "nur" eBook) beschränkt. Sehr beachtenswert fand ich dabei den Beitrag von Torsten Low, seines Zeichens Kleinverleger der auch mal als Selbstverleger begann:

Kleinverlag vs. Selbstverlag
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Kaeptn

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  #3  
Alt 22.03.2013, 10:33
Benutzerbild von DominikSchmeller
DominikSchmeller DominikSchmeller ist offline
Bewahrer der Traenen des Lebens
 
Registriert seit: 09.2010
Ort: München
Beiträge: 161
Viele Leute sind misstrauisch, was selbstverlegte Bücher angeht und kaufen die schon aus Prinzip nicht.
Mit einem Verlag hat man eventuell eine kleine Werbestrategie hinter sich (wenn der Verlag so was macht.)
Auf alle Fälle gibt es immer Leser, die an Verlage gebunden sind. Also wenn sie ein tolles Buch aus einem Verlag gelesen haben, dann gucken sie, welche Bücher es sonst so aus dem Verlag gibt. Dann könnten sie auf das eigene Buch stoßen.

Wenn man selbstverlegt, hat man das Problem, dass man in der Menge gerne übersehen wird. Die Masse sucht eben nicht zufällig nach einem unbekannten Autorennamen in der "Amazon Suche" und trifft deshalb selten auf das Buch.
__________________
Gibt es etwas Schöneres, als andere mit den eigenen Texten zu erfreuen?
Meine Versuche findet ihr auf dominikschmeller.de und meine Video-Rezensionen hier!
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  #4  
Alt 22.03.2013, 14:22
Benutzerbild von Hobbyschreiber
Hobbyschreiber Hobbyschreiber ist offline
Drachentoeter
 
Registriert seit: 05.2010
Ort: Zumindest nicht mehr hier!
Beiträge: 1.048
Nicht nur, dass man als Selbstverleger kaum zu finden ist, man ist auch in den Köpfen vieler Leser automatisch jemand, dessen Buch kein Verlag haben wollte, dessen Buch also automatisch schlecht sein muss.

Zu dieser Problematik ist schon viel geschrieben worden, oft sachlich, aber auch allzu oft emotional. Tatsache ist einfach, dass Selbstverleger kaum eine Chance haben, ihre Kosten wieder herein zu bekommen, indem sie 100 Bücher oder mehr verkaufen.

Im EBook-Bereich mag das ganz anders sein, denn da verkaufen sich vor allem Kurzgeschichten in der 0,99 Euro-Klasse recht schnell, und der finanzielle Aufwand, sie zu vervielfältigen und an den Markt zu bringen, ist nicht allzu groß. Allerdings würde ich jetzt vermuten, dass es nur eine kleine Gruppe von Lesern ist, die diese Low-Price-Angebote kauft. Die Mehrzahl der Leser bevorzugt (entsprechenden Umfragen nach zu urteilen) zum gemütlichen Schmökern doch eher das Print-Medium.

Ob es "den richtigen" Weg zur Veröffentlichung gibt, kann ich nicht sagen. Ich denke, die Wahl muss von den Interessen des Autors und seiner Zielgruppe abhängen. Die größere Anerkennung für seine Arbeit findet man sicher bei einem gedruckten Buch. Allerdings ist der Weg bis dahin auch wesentlich steiniger, wenn nicht sogar unpassierbar. Wenn es dem Autoren reicht, von möglichst vielen Leuten gelesen zu werden, ohne jetzt besonders viel Wert auf ein anspruchsvolles Publikum zu legen, dann kann das EBook die bessere Wahl sein.

Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ein einziger Autor auf einen schönen Verlagsvertrag für ein Print verzichten würde, wenn er die Wahl hat. Auch wenn er sonst immer sehr auf "die Verlage" schimpft: "Freiheit" hin oder her, bei einem der "Großen" angenommen zu werden, ist schon schöner als per EBook bei Amazon zu veröffentlichen.

Geändert von Hobbyschreiber (25.03.2013 um 15:59 Uhr)
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  #5  
Alt 22.03.2013, 15:23
Benutzerbild von Beowe dragon
Beowe dragon Beowe dragon ist offline
Dragonier
Ringtraeger
 
Registriert seit: 04.2007
Ort: Dragos
Beiträge: 10.684
Es gibt ein großen Punkt für Verlage, die lassen die Originale übersetzen und sorgen so dafür, das das Buch auf den Internationalen Markt kommt, ich glaube nicht das dass beim selbst Verlag genauso geht.
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  #6  
Alt 22.03.2013, 15:54
Benutzerbild von Hobbyschreiber
Hobbyschreiber Hobbyschreiber ist offline
Drachentoeter
 
Registriert seit: 05.2010
Ort: Zumindest nicht mehr hier!
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Das machen aber auch Verlage nur, wenn es sich für sie lohnt.
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  #7  
Alt 23.03.2013, 00:31
Benutzerbild von Godfrey
Godfrey Godfrey ist offline
Waldelfe
 
Registriert seit: 02.2013
Beiträge: 34
Hohoho- von drauß vom Walde komm´ ich her und hör´schon wieder die alte Mär...

Dein Glaube in allen Ehren, Hobbyschreiber, aber ich hab´s mir ja nicht aus den verkrampften Fingerchen gesogen.
Was sind denn entsprechende Umfragen?
Zum Ende dieses Jahres wird mit mehr ebook Verkäufen gerechnet, als mit physischen für "anspruchsvolle" Leser. Auch mal schnell aus der Hüfte geschossen, was ein anspruchsvoller Leser ist und was nicht, hm?

Schon mal anspruchsvoll mit 18 Kisten Büchern umgezogen? Ich schon - sagenhafte 14 mal. Braucht kein Mensch den Scheiss. :)
20, 30 Lieblinge als Hardcover? Bitte sehr. Kann ich nachkaufen, wenn sie mir als e-version zusagten. Als Schmuck, als Liebhaberei - und nicht weil ich ein anspruchsvollerer Leser wäre als ein apple freak mit ipad. Liest sich übrigens wirklich schön mit dem Ding - sogar mit anspruchsvollem Umblättern und Bücheregal.^^

Der normale Verlag erwartet heute vom newbie genau die gleichen Selbstvermarktungs-Anstrengungen, als würde eben jener es diekt alleine tun. Die Werbemittel bekommen die Namen, die Regalmeter auch dazu.

Die Wenns sind bei beiden Formen der Veröffentlichung die gleichen. Die Abers sind deutlich weniger.
Und wenn Du es als indie hinkriegst ne annehmbare Verkaufszahl zu erreichen, kommen die Angebote von ganz alleine. Ist doch auch prima für die Verlage, denn Du hast ja dann die Marktprüfung für sie schon vorgenommen und gleichzeitig wissen sie, dass Du was für dein Buch zu tun bereit, willens und in der Lage bist.

Oder mal ganz platt: Wenn das Buche Mist ist, nimmt Dich kein Verlag und Du schaffst es auch alleine nicht. Ist es aber gut - und wir schreiben doch alle gaaanz tolle Bücher, nicht?- dann kannst Du es heute auch alleine schaffen und brauchst aufgrund des ebooks, welches eben nicht für 99 cent verschleudert wird, auch keine Riesenverkäufe um etwas zu verdienen. Was bleibt denn im Verlagsvertrag für einen no name hängen. Da krieg´ich ja sofort ne Träne in´s Knopfloch.

Lange und saure Rede - kurzer Sinn: Ebook und selbst, Janine. :)
__________________

Geändert von Godfrey (23.03.2013 um 00:46 Uhr)
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  #8  
Alt 23.03.2013, 00:48
Janine Janine ist offline
Ritter der Tafelrunde
 
Registriert seit: 03.2013
Beiträge: 85
Vielen Dank für die Tipps. Ich habe noch ein wenig Zeit, bin lange noch nicht fertig mit meinem Werk.
Werde mich weiter umhören und fleißig lesen.

Auf jeden Fall habe ich schon jemanden an der Hand, der mir eine recht professionelle Homepage erstellen wird, auf der ich Infos, Hintergründe und Leseproben einstellen könnte.

Mein Problem bei einer Verlagsveröffentlichung sehe ich darin, dass ich bisher Stoff für sieben Mal ungefähr 150 Seiten als Entwurf vorliegen habe. Die Hauptcharaktere sind stets die gleichen, einige Handlungsstränge sind in den einzelnen Teilen in sich abgeschlossen, andere wiederum ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung.
Ich habe schon oft gelesen, dass sich Verlage mit so umfangreichen Werken bei Neuautoren schwertun. Ist auch verständlich, sieben Bände oder einen Riesenwälzer mit tausend Seiten muss man erst Mal an den Mann bringen :-)

Nun ja, weiß auch gar nicht, ob ich das wirklich will, ganz klarer Nachteil eines Verlagsvertrages ist für mich, dass ich die Rechte an meinem geistigen Eigentum an Andere abtrete.
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  #9  
Alt 23.03.2013, 09:13
Benutzerbild von Laura
Laura Laura ist offline
Valar Dohaeris
Erforscher der Welten
 
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Ort: Blubb
Beiträge: 2.404
Also gut, ich hab hier auch noch eine Kleinigkeit für dich.^^

Auch ich habe ein Buch veröffentlicht, jedoch nicht im Eigen- sondern im Kleinverlag. Ich hatte die selben Bedenken wie du, was die Rechte angeht, doch haben die sich mittlerweile in Rauch aufgelöst.
Mein Verlag ist zum einen im BoDbereich vertreten, arbeitet zum anderen jedoch auch mit dem Großhändler Libri zusammen, je nachdem für welchen Weg man sich entscheidet wird der Preis deines Buches festgesetzt. Entscheidest du dich den Großhandelsweg zu gehen, kann jede Buchhandelskette, jede noch so kleine Buchhandlung dein Buch bestellen. Bei Ketten wie Amazon Weltbild oder Thalia, bist du automatisch vertreten.

Es ist nicht schwer einen solchen Kleinverlag zu finden, sucht man nur gründlich und stellt nicht zu viele Ansprüche. Zumindest hast du fürs erste dein Buch in der Hand und bist für jeden Käufer zugänglich. Nach Auslauf des Vertrages kannst du immer noch entscheiden ob du dich bei größeren Verlagen vorstellen möchtest. Das ist dir problemlos möglich, nur die ISBN Nummer ändert sich.

Mein Verlag war anfangs sehr klein und hauptsächlich eine Druckerei, dementsprechend drucken sie fast alles, solange es nicht gegen irgendwelche ethischen Prinzipien verstößt oder inhaltlich totaler Mist ist. Mittlerweile ist mein Verlag ziemlich gewachsen und hat schon einige gut verkaufte Bücher herausgebracht, die sich in den Amazonranglisten wirklich sehen lassen können.
Was die Rechte angeht. Bei mir ist es so, dass die Rechte weiterhin ausnahmslos bei mir liegen. Ich kann also machen was ich will, die Werbung oder öffentliche Präsentation im Internet betreffend, solange ich nicht den gesamten Inhalt meines Buches preisgebe.^^

Auch sollte jemand daher kommen und mein Buch verfilmen wollen... ja schön wärs, gehören die Rechte darauf mir.
Du siehst also nicht jeder Verlag will dich enteignen, verlangt Mindestbestellmengen oder will dich abzocken. Besonders Kleinverlage haben meist faire Konditionen.
Informier dich einfach und gib nicht auf.
Es muss für den Anfang wirklich kein Heyne sein. Es reicht fürs erste, dein Skript aus der Schreibtischlade zu befreien und es in ein Buch zu verwandeln, dass du irgendwann stolz in Händen halten kannst.

Edit. Hab noch was vergessen. Du hast das Cover angesprochen. Dieses habe ich selbst gestalten dürfen, auch das Design durfte ich alleine bestimmen. Es musste nur alles in die richtigen Datein umgewandelt werden. Alles andere war kein Problem.^^
__________________
Du ahnst nicht im geringsten wie kostbar das Leben sein kann, solange du nicht selbst Leben erschaffen hast


Geändert von Laura (23.03.2013 um 10:38 Uhr)
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  #10  
Alt 23.03.2013, 10:59
Benutzerbild von Hobbyschreiber
Hobbyschreiber Hobbyschreiber ist offline
Drachentoeter
 
Registriert seit: 05.2010
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Beiträge: 1.048
Zitat:
Zitat von Godfrey Beitrag anzeigen
Hohoho- von drauß vom Walde komm´ ich her und hör´schon wieder die alte r...

Dein Glaube in allen Ehren, Hobbyschreiber, aber ich hab´s mir ja nicht aus den verkrampften Fingerchen gesogen.
Was sind denn entsprechende Umfragen?
Zum Ende dieses Jahres wird mit mehr ebook Verkäufen gerechnet, als mit physischen für "anspruchsvolle" Leser. Auch mal schnell aus der Hüfte geschossen, was ein anspruchsvoller Leser ist und was nicht, hm?

Schon mal anspruchsvoll mit 18 Kisten Büchern umgezogen? Ich schon - sagenhafte 14 mal. Braucht kein Mensch den Scheiss. :)
20, 30 Lieblinge als Hardcover? Bitte sehr. Kann ich nachkaufen, wenn sie mir als e-version zusagten. Als Schmuck, als Liebhaberei - und nicht weil ich ein anspruchsvollerer Leser wäre als ein apple freak mit ipad. Liest sich übrigens wirklich schön mit dem Ding - sogar mit anspruchsvollem Umblättern und Bücheregal.^^
Weißt Du was? Deine Art zu diskutieren finde ich Sch****!

Wenn man die diskriminierendes Seitenhiebe und Unterstellungen und alle Bemerkungen, die mit der gestellten Frage nichts zu tun haben, weglässt, bleibt auch bei Dir nur die Stellungnahme "Ich würde es auf diese Weise machen". Reicht doch.

Da ist es nicht nötig, klarzumachen, dass andere Leute zwar auch eine Meinung haben dürfen, dass die aber in jedem Fall falsch ist, weil veraltet und anders als Deine.

Eine der betreffenden Umfragen fand zum Beispeil hier in diesem Forum statt. In beinahe jedem Leserforum wird irgendwo diese Frage gestellt.

Auch meine Meinung ist nicht aus irgendwelchen verkrampften oder sonstigen Finger(che)n gesogen worden

Es war nie die Frage, ob EBook-Leser anspruchsvoller sind als solche, die Print-Bücher vorziehen. Der Inhalt ist der gleiche, und somit natürlich auch der Anspruch. Aber ich habe von etlichen überzeugten EBook-Lesern das Argument gelesen, dass sie seitdem zu einer gewissen Ex-und-Hopp Mentalität neigen: Sie kaufen schon mal ein neues EBook nur weil es gerade günstig angeboten wird. Wenn sie es nicht mögen, ist es schnell wieder gelöscht. Zuende lesen braucht man nicht. Hat ja nicht viel gekostet. Die elektronische Version des Groschenromans offenbar, zumindest für diese Leser.

Ob man das eine bevorzugt oder das andere, ist auch keine Frage von richtig oder falsch. Es ist eine Frage des bevorzugten Lebensstils. Der theoretische Umzug mit einer theoretischen Anzahl zu transportierender Kisten ist lediglich die theoretische Frage, ob man bereit ist, das auf sich zu nehmen. Und das ist eine Frage des Geschmacks, über den man bekanntlich nicht streiten soll. Ich bin ebenfalls schon mehrfach mit mehreren Bücherkisten neben meinem restlichen Eigentum umgezogen und würde es wieder machen.

Wenn Du Dein Lebensumfeld auf das Nötigste und ausschließlich Zweckmäßige beschränken willst, mach das gerne, aber respektiere, dass es Menschen gibt, die das anders halten wollen.

DU hältst also den Selbstverlag über das EBook für das einzig Richtige, weil der Markt angeblich sehr wachsen soll. Gut. Ich wünsch Dir Glück.

Ich denke, dass ich selber weiterhin zweigleisig fahren und weiter auf die Zusammenarbeit mit einem Verlag setzen werde, weil

a) meine Bücher für Leser von EBooks UND von Print-Büchern zur Verfügung stehen sollen, weil ich da nämlich keine Vorurteile habe,

b) (m)ein renommierter Verlag zusätzlich zu meinen eigenen Bemühungen Werbung betreibt und ich ihm seinen Gewinnanteil dafür gerne gönne und

c) weil ich die Häme miterlebt habe, die im Internet über Bücher aus Selbst- und Diensteistungsverlagen ausgeschüttet wird. Was im Selbstverlag erscheint, wurde von keinem "richtigen" Verlag genommen. Was von keinem "richtigen" Verlag genommen wurde, taugt nichts. Das ist nicht meine Meinung, wohlgemerkt, sondern das, was einem grundsätzlich vorgehalten wird.

Jeder Mensch mag dazu eine anderslautende Meinung haben. Sie sei ihm gegönnt. Aber dies ist meine.

Geändert von Hobbyschreiber (23.03.2013 um 17:40 Uhr)
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  #11  
Alt 23.03.2013, 11:48
Benutzerbild von Formorian
Formorian Formorian ist offline
Dunkler Wanderer
Drachentoeter
 
Registriert seit: 11.2011
Beiträge: 1.157
Klar hat das E-Book einige deutliche Vorteile gegenüber der Hardcopy, doch sind diese allesamt praktischer Natur. Eine nicht unwesentliche Komponente möchte ich hier mal einbringen: die Emotion.
Geht es mir um die reine Information, weil ich irgend ein technisches Können erlernen will oder einfach nur meine Allgemeinbildung verbessern will, bin ich mit dem Kabelkameraden sicher gut bedient, doch ich lese nicht Fantasy um klüger zu werden, sondern um die Sensation einer berauschenden Reise in die Urgründe des Geistes zu erleben, wo Archetypen noch urlebendig sind und ich mich mit meinen innersten Ängsten, aber auch Hoffnungen konfrontiert sehe. Meine rechte Hirnhälfte schreit nach eben diesem, und der anachronistische Reiz, ein gebundenes Buch wie zu Uropas Zeiten in den Händen zu halten macht das Setting halt perfekt. So hinterlässt die Lektüre in mir den Nachgeschmack eines opulenten Galabanquettes.
Was habe ich, wenn meine Phantasie per Knopfdruck gespeist werden soll? Eine Tüte Kartoffelchips.

Edit: ooops, das war ja gar nicht der "Welche Bücherart bevorzugt ihr?"-Thread. Na ja, irgendwie passt es aber schon hier rein, oder?
__________________
Die klügsten und kreativsten Menschen werden von den phantasielosesten Vollpfosten niedergeschossen.

Geändert von Formorian (23.03.2013 um 12:00 Uhr)
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  #12  
Alt 23.03.2013, 12:26
Kaeptn Kaeptn ist offline
Bewahrer der Traenen des Lebens
 
Registriert seit: 03.2012
Beiträge: 168
Zitat:
Zitat von Godfrey Beitrag anzeigen
Zum Ende dieses Jahres wird mit mehr ebook Verkäufen gerechnet, als mit physischen für "anspruchsvolle" Leser.
Haste einen Beleg für diese sehr gewagte These? eBook hatte 2012 in deutschland einen Marktanteil von 2% und du glaubst allen ernstes der steigt innerhalb eines Jahres auf >50?

Quelle für Marktanteil:
Media Control: 2012 wurden 12,3 Mio E-Books in Deutschland verkauft - buchreport -*Nachrichten*Verlage*
__________________
Kaeptn

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  #13  
Alt 23.03.2013, 12:59
Benutzerbild von Laura
Laura Laura ist offline
Valar Dohaeris
Erforscher der Welten
 
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Ort: Blubb
Beiträge: 2.404
Ja natürlich passt es Formorian, denn auch das zeigt einen Punkt auf, der einem Autor bei seiner Entscheidung nützlich sein kann, um abzuwägen welche Zielgruppe möchte ich ansprechen, welche Zielgruppe passt zu meiner Geschichte.
Auch wenn man nicht alle in einen Topf werfen kann und es bestimmt viele Ebookleser gibt die sehr anspruchsvoll sind und eine aufwendige Geschichte zu schätzen wissen, so ist es doch so, dass die meisten ein Ebook lesen weil es bequemer ist, wenn man auf Reisen ist, geschäftlich unterwegs, am Strand liegt zum Beispiel. Man hat die Buchhandlung immer dabei. In den aufgezeigten Situationen will man dann meist Geschichten lesen, die zwar nicht flach aber auch nicht besonders anstrengend sind. Man möchte entspannen und dementsprechend sieht auch die Lektüre aus. Ebenso gibt es genug Ebookleser, die dafür sind weil sie sparen wollen. Auch das ist wieder eine völlig andere Zielgruppe.
Wenn man dann so eine Aussage wie die von Formorian hört, weiß man sofort, dass er die Geschichten lebt, die er liest. Und leben kann man eine Geschichte am besten wenn man sie in Händen hält, wenn man sie drehen und wenden kann.
Will man so jemanden mit seinen Geschichten ansprechen, so muss man dies über ein reales Buch tun, denn ein Ebook wird bei ihm nie eine Chance haben. Ganz ehrlich, ich für mich gesprochen würde ein Ebook nur kaufen weil es praktisch ist und nicht weil es mir Spaß am Lesen bereitet.
Diese kleinen aber feinen Unterschiede sollte man sich als Autor immer vor Augen halten. Denn richtigen Schriftstellern geht es nicht nur um die Vermarktung und möglichst einfache Publizierung. Sie wollen, dass ihre Geschichten geschätzt werden und dabei ist die Abwägung der gewünschten Zielgruppe sehr wichtig.
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  #14  
Alt 23.03.2013, 17:43
Benutzerbild von Hobbyschreiber
Hobbyschreiber Hobbyschreiber ist offline
Drachentoeter
 
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Zitat:
Zitat von Formorian Beitrag anzeigen
Klar hat das E-Book einige deutliche Vorteile gegenüber der Hardcopy, doch sind diese allesamt praktischer Natur. Eine nicht unwesentliche Komponente möchte ich hier mal einbringen: die Emotion.
Tja, die Komfortzone halt. Ich hab sie auch lieber etwas nostalgisch.
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  #15  
Alt 23.03.2013, 22:22
Benutzerbild von J.Oldach
J.Oldach J.Oldach ist offline
Kobold
 
Registriert seit: 05.2011
Ort: Oberwesel
Beiträge: 24
Hallo,
ich selbst bin ebenso die ganze Zeit am Überlegen, wie ich es mit der Veröffentlichung anstelle.
Da ich merke, dass die Ebook-Leser in den letzten Monaten drastisch zugenommen haben, macht man sich darüber natürlich umso mehr seine Gedanken.
Ich selbst lese lieber auf die altmodische Art. Mit einem schönen Buch in der Hand. Aber man muss die Allgemeinheit betrachten und dort spielt die Zukunftsmusik wohl eher in die Richtung des Ebooks.
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  #16  
Alt 24.03.2013, 22:44
Benutzerbild von Godfrey
Godfrey Godfrey ist offline
Waldelfe
 
Registriert seit: 02.2013
Beiträge: 34
Entwicklungshilfe

Freue mich der FB-Isrogant Seite zu neuen Marketing-Ideen verholfen zu haben. Aber vielleicht gibt es ja doch etwas, wie den 100 Affen-Effekt, demzufolge ja kollektive Erkenntnisse, quasi per telepathischem Schwarmdenken, möglich sein sollen.

Aber - hey - Hobbyschreiber: Gern geschehen. Vielleicht lernst Du ja noch mehr.

Als nächste Idee wollen wir ausgewählte Rezensionen und ihre VerfasserInnen vorstellen, unabhängig ob sie superlieb oder kritisch sind. Nur gut geschrieben und aussagekräftig sollen sie sein.

Wieder eine Idee für euer Team? Bitte sehr. Bleibt mehr Zeit für´s Reiten.
__________________
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  #17  
Alt 25.03.2013, 02:05
Benutzerbild von Orendarcil
Orendarcil Orendarcil ist offline
Drachentoeter
 
Registriert seit: 01.2010
Beiträge: 1.079
@Godfrey: Achte ein bissle darauf wie du hier argumentierst und schreibst. Wir sind hier eine Community, die aus vielen Stammusern besteht und sich vor allem der Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und der netten Kommunikation verschrieben hat. Querschläger und jene, die süffisant und herablassend sind, wollen wir nicht...damit macht man sich ganz schnell kollektiv unbeliebt.
Also achte darauf die Netiquette zu wahren.

Das der Marktanteil von 2% auf 50 ansteigt halte ich auch eher für amüsant als tatsächlich möglich
Letztendlich ist es gut, wenn man sein Buch auch als Ebook herausbringt. Ich versteife mich da aber auf das AUCH und nicht das NUR.
A) sein eigenes geschriebenes Buch in den Händen zu halten...so aus Papier und mit Buchdeckel ist ein ganz anderes Feeling als es bei einem Ebook je der Fall sein wird. Viele Leser verabscheuen Ebooks (kann ich nicht ganz nachvollziehen, da es vor allem dann nützlich ist, wenn man 5 Stunden (eine Fahrt) unterwegs ist und dass dann insgesamt 4-6 Mal im Monat... da nimmt man viel lieber nen Reader als nen 1000 Seiten Wälzer mit). Letztendlich muss man jedoch an den großen Teil der Leserschaft denken, die ein Buch haben wollen, dass auch wie ein Buch aussieht und sich so anfühlt
B) Auch als Ebook, um die Leser zu bedienen, die sich einen unbekannten Autor mit fragwürdig gut geschriebenem Inhalt (also Quali im Inneren von dem Autor ist nicht bekannt mein ich mit fragwürdig) nicht gleich ins Regal stellen wollen.

In meinen augen ist es wichtig beide Gruppen zu bedienen!
Dabei würde ich mich vor allem in Richtung Kleinverlage orientieren und wenn das nicht klappt mich BoD zuwenden. Bei einem Großverlag unterzukommen ist wie im Lotto gewinnen, daher sollte man sich da gedanklich schon mal gar nicht erst drauf versteifen
__________________
"Vieles geht dahin und stirbt, doch die Wahrheit bleibt,
auch wenn sie oft im Verborgenen liegt und schweigt."

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  #18  
Alt 25.03.2013, 06:35
Benutzerbild von Laura
Laura Laura ist offline
Valar Dohaeris
Erforscher der Welten
 
Registriert seit: 09.2012
Ort: Blubb
Beiträge: 2.404
Orenda hat recht, es reicht!
Mittlerweile artet, Janines Threat in eine Art verbalen Boxkampf mit provozierenden Sticheleien aus. Falls man sich auch weiterhin an die Gurgel gehen will, so mache man das doch bitte per PN. Bei dem ganzen unnötigen rumgespame wird es schwer für Janine, nützliche Informationen herauszufiltern. Denn das war bestimmt einer der Gründe warum sie diesen Threat eröffnet hat.
Also wie bei einem weiter oben stehenden Post schon erwähnt würde ich Janine raten sich nach einem Kleinverlag umzuschauen bevor sie es auf dem Selbstverlagsweg versucht. Es bleibt ihr nämlich viel Zeit und Aufwand erspart und hat keinesfalls die von ihr befürchteten Nachteile. So kann sie sich auch weiterhin um ihre Geschichte kümmern und zeitgleich wird ihr Buch und auch ihr Ebook - denn das ist durchaus kombinierbar - für sie veröffentlicht, sowie sich um die daraus resultierenden Verkäufe gekümmert.
__________________
Du ahnst nicht im geringsten wie kostbar das Leben sein kann, solange du nicht selbst Leben erschaffen hast


Geändert von Laura (25.03.2013 um 06:37 Uhr)
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  #19  
Alt 25.03.2013, 15:12
Benutzerbild von Hobbyschreiber
Hobbyschreiber Hobbyschreiber ist offline
Drachentoeter
 
Registriert seit: 05.2010
Ort: Zumindest nicht mehr hier!
Beiträge: 1.048
Keine Sorge, diese Art der Kommunikation ist nicht meine. Mehr habe ich auch von Anfang an nicht zum Ausdruck bringen wollen. Ich mag den Gesprächston, den wir hier bisher immer hatten.

Wie bereits weiter oben beschrieben, halte ich den dualen Vermarktungsweg über Print UND EBook, wie ihn inzwischen viele große und kleine Verlage beschreiten, ebenfalls für den günstigsten. Die erfolgreiche Selbstvermarktung verlangt sehr viel Erfahrung und Arbeit und würde viele Jungautor überfordern.

Geändert von Hobbyschreiber (25.03.2013 um 15:56 Uhr)
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  #20  
Alt 26.03.2013, 10:36
Benutzerbild von Tjured
Tjured Tjured ist offline
Devanthars Kind
Hueter des heiligen Grals
 
Registriert seit: 03.2011
Beiträge: 4.061
Amazon bietet eine sehr interessante, billige und einfache Möglichkeit an seine eigenen Bücher auch als echte Bücher zu veröffentlichen ohne dabei seine Rechte für dieses zu verlieren: CreateSpace. Dabei werden diese auch noch gleich in ihrem Shop angeboten und kann dort bestellt werden.

Jeder der ein Buch veröffentlichen möchte sollte dies unbedingt einmal ansehen. Ein ausführlicher Testbericht befindet sich auf PhantaNews
__________________



Zitat:
Zitat von kyria Beitrag anzeigen
...hat ein Federvieh in der Signatur
Zitat:
Zitat von deggro Beitrag anzeigen
Hat ein Federvieh in der Signatur
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