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  #321  
Alt 13.08.2017, 11:37
Benutzerbild von Heiko Hellriegel
Heiko Hellriegel Heiko Hellriegel ist offline
Autor
Herausforderer der Weisen
 
Registriert seit: 07.2017
Ort: Walkyres
Beiträge: 144
Also ich persönlich habe einen vollen Ordner mit Notizen, die vielleicht verwendet werden. Außerdem habe ich ein extra Notizbuch für die verschiedenen Charaktere angelegt, damit ich schnell nachschlagen kann, wenn ich diese Charaktere wieder erwähne. Wie Cassandra schon erwähnt hat, kommt es immer wieder mal vor, daß sich ein Charakter ändert und bei dem einen oder anderen gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie es weiter gehen soll. Da sind Notizen sehr wichtig, um den Überblick zu behalten.
__________________
Geduld ist eine Tugend
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  #322  
Alt 25.08.2017, 14:00
Benutzerbild von Hobbyschreiberin
Hobbyschreiberin Hobbyschreiberin ist offline
wieder da ...
Stolzer Reiter
 
Registriert seit: 07.2016
Ort: Südheide
Beiträge: 62
Zitat:
Zitat von Cassandra Beitrag anzeigen
Der Artikel ist gut, mit vielen hilfreichen Tipps. Was ist ein "guter" Roman? Ein bedeutender Literaturkritiker hat mal gesagt "Ein guter Roman
ist ein Roman, der mich nicht langweilt".
Ha, das ist nur allzu wahr!

Tolkiens "Herr der Ringe" wurde und wird von Literaturkritikern immer wieder verrissen, weil er vom technischen Standpunkt her kein "guter" Roman sei.

Trotzdem haben ihn Tausende von Mitgliedern der britischen literarischen Gesellschaft mit großer Mehrheit zum "bedeutendsten englischsprachigen Werk des zwanzigsten Jahrhunderts" gewählt. Weil Literaturkritiker diese Auszeichnung aus o.g. Gründen aber als manipuliert und unsachlich bemängelten, fand eine erneute Abstimmung statt, diesmal über das "bedeutendste englischsprachige Werk aller Zeiten", und wieder gewann Tolkiens "Herr der Ringe" mit großem Abstand vor den Werken von Shakespeare, Dickens und anderen Größen der englischen Literatur. Also halten offenbar auch anspruchsvolle britische Leser bei einem Roman ganz andere Dinge für wichtig, als ein Literaturkritiker.

Diese Diskrepanz zwischen dem "künstlerischen Wert" eines Werkes und der Wertschätzung der Konsumenten findet sich ja in allen möglichen Kunstrichtungen. Nicht umsonst sind die anspruchsvollen, künstlerisch wertvollen und durch alle möglichen Preise ausgezeichneten Filme deutscher Produktion nicht gerade diejenigen, die im Kino die Milliardengewinne einfahren.

Hinzu kommt noch etwas anderes: Wenn man mal die Bestsellerlisten durchsieht, dann sind es nicht gerade gute Romane, die sich gut verkaufen. "Fifty Shades of Grey", nur um ein Beispiel zu nennen, ist wirklich nicht gut geschrieben und auch nicht wirklich unterhaltsam. Ich habe in Autorenforen Leseproben unveröffentlichter (weil von Verlagen nicht angenommener) Manuskripte gelesen, die wahnsinnig gut waren, viel viel besser als das! Aber diese Reihe traf offenbar einen Zeitgeschmack und wurde noch dazu mit einem Riesen-Marketingbudget auf den Markt gebracht.

Und sprichwörtlich ist die Ablehnung der Harry-Potter-Reihe durch praktisch alle britischen Großverlage. Der Agent von J.K. Rowling ist bekanntermaßen mit den Manuskripten von Pontius zu Pilatus gelaufen und keiner wollte sich an die Veröffentlichung wagen. Sie wären gut geschrieben, aber vermutlich nicht verkäuflich. Nun, der damals noch kleine Bloomsbury-Verlag hat sich dann mit einer experimentellen Auflage von 10.000 Exemplaren doch an den ersten Band gewagt und musste relativ schnell eine zweite und dritte Auflage nachdrucken. Was danach folgte, ist bekannt. Die Autorin ist angeblich inzwischen die reichste Privatperson Großbritanniens.

Mein Fazit also: Ein guter Roman muss nicht unbedingt einer sein, der sich gut verkauft. Und umgekehrt ist ein erfolgreich verkaufter Roman nicht immer ein guter Roman.

Und: Ja, ich schreibe Bücher. ; D

Geändert von Hobbyschreiberin (06.09.2017 um 10:03 Uhr)
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  #323  
Alt 25.08.2017, 15:44
Benutzerbild von Hobbyschreiberin
Hobbyschreiberin Hobbyschreiberin ist offline
wieder da ...
Stolzer Reiter
 
Registriert seit: 07.2016
Ort: Südheide
Beiträge: 62
Zitat:
Zitat von Galax Acheronian Beitrag anzeigen
Susanne:
Kann ich mitreden.
Wenn alle "hier ich!"-rufer nen Exemplar gekauft hätten, hätte ich sicher schon nen Bestseller. Stattdessen schaut es exakt so aus, wie bei dir.
Genau! Ich kann gar nicht sagen, wie viele Leute mir versprochen haben, ein zu diesem Zweck überlassenes Rezensionsexemplar ganz, ganz bestimmt mit einem mindestens 3-Sätze-Kommentar öffentlich zu bewerten (und ganz, ganz bestimmt auch keine Gefälligkeitsrezension zu schreiben), und die das dann in den folgenden Jahren (!) trotz wiederholter Erinnerung nicht geschafft haben. Zum K***en!
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  #324  
Alt 28.08.2017, 14:17
Fenriswolf Fenriswolf ist offline
Reisender aus der Zukunft
 
Registriert seit: 08.2017
Ort: Europa
Beiträge: 1
6 an der Zahl.

Hallo.
Ich schreib eine Fantasy Geschichte mit zwei meiner Freunde über Werwölfe, Hexen und Geister.

Dann hab ich ein paar Kurzgeschichten (Thriller/Horror)

Dann schreib ich Philosophisches und Politisches Zeug auf (10 Seiten)

Und ein Physikalisches Buch ( nur Theorien (2 Seiten))

Und das Beste zum Schluss:
Ein Fantasy Roman angelehnt an den Hexer von Riva.
(50 Seiten. ) soll aber eine Reihe werden (pro BUCH 300 Seiten)
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  #325  
Alt 28.08.2017, 21:19
Benutzerbild von Irminsul
Irminsul Irminsul ist offline
Stolzer Reiter
 
Registriert seit: 01.2017
Beiträge: 69
Ich habe vor knapp zwei Jahren begonnen an einer Fantasygeschichte zu schreiben, allerdings habe ich schon seit ca. einem Jahr nicht mehr daran gearbeitet. Zum einen aus Zeitmangel, zum anderen, weil ich nicht weiterkomme.

Ich habe Ideen und kann, denke ich, auch einen vernünftigen Text schreiben, aber ich kriege keinen strukturierten Aufbau hin. Ein weiteres Problem ist, dass ich viel zu gern umschreibe, was dazu führt, dass sich die Geschichte in die Länge zieht. Das ist für die Leser dann nicht gerade spannend.

Mit anderen Worten, ich stecke fest und habe schon überlegt, meine Geschichte abzubrechen. Aber ich schaffe es nicht, weil mir an der Story einfach zuviel liegt. Ich stecke in einer Sackgasse.
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  #326  
Alt 29.08.2017, 18:43
Benutzerbild von Hobbyschreiberin
Hobbyschreiberin Hobbyschreiberin ist offline
wieder da ...
Stolzer Reiter
 
Registriert seit: 07.2016
Ort: Südheide
Beiträge: 62
Ach, mach das nicht , Irminsul! Nicht abbrechen! Bestimmt hast Du aktuell nur den Faden verloren. Mir hilft in solchen Fällen immer, das bereits Geschriebene noch einmal zu lesen. Dann bin ich schnell wieder in der Atmosphäre und in den Charakteren drin.

Wenn Du eher dazu neigst zu überarbeiten, als weiter zu schreiben, versuch es doch mal damit, dass Du wie Stephen King (sehr lesenswert sein Buch: "Über das Leben und Schreiben"!) ganz bewusst NICHT korrigierst, nicht zurück blätterst, sondern zunächst eine Rohfassung fertig schreibst. Man verzettelt sich sonst zu leicht, verliert den Schwung und die Inspiration ... und letztlich auch den Spaß am Schreiben.

Diese Phase, in der die Geschichte fließt, die Möglichkeiten sich vor mir ausbreiten, habe ich immer ein bisschen wie einen Rausch erlebt. Das ist für mich die schönste Phase überhaupt beim Schreiben. Wenn ich meine Texte beim Korrigieren wieder und wieder und wieder durchlese, kommen sie mir immer belangloser und langweiliger vor. Diese Selbstzweifel kann ich aber gerade in der Kreativ-Phase überhaupt nicht gebrauchen.

Vielleicht geht es Dir genauso?
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  #327  
Alt 30.08.2017, 13:26
Benutzerbild von Irminsul
Irminsul Irminsul ist offline
Stolzer Reiter
 
Registriert seit: 01.2017
Beiträge: 69
Danke für deine Antwort, Hobbyschreiberin, aber ich sollte das Ganze vielleicht noch ein bisschen genauer erklären:

Ich habe bereits so ca. zehn Kapitel in einem Geschichtenforum veröffentlicht. Da jetzt schon seit über einem Jahr nichts Neues mehr kam, gilt die Geschichte eigentlich als abgebrochen. Was man allerdings ändern kann, indem man sie auf 'pausieren' einstellt. Das habe ich dann auch getan, aber wenn eine Story derart lange pausiert, verlieren die Leute schließlich die Lust zum Lesen.

In meinem Profil habe ich außerdem darauf hingewiesen, dass die Geschichte zumindest überarbeitet wird. Das sollte auch geschehen, aber meine Beta, die ich eigentlich für die Richtige hielt, hat sich schon seit Monaten nicht mehr gemeldet. Sie hat, genau wie ich, nicht genügend Zeit und schreibt auch noch selbst, was natürlich nicht die beste Voraussetzung ist. Mir (wieder einmal) eine neue Beta zu suchen, darauf habe ich aber absolut keine Lust. Ich finde eh keine. Denn die meisten bieten nur das Übliche an, wie RS und Grammatik zu korrigieren. Wenn man Glück hat, bieten die Betaleser auch an, hier und da eigene Ideen einzubringen. Das brauche ich aber nicht, zumindest was die ersten beiden Punkte angeht. Ideen sind natürlich willkommen, zumindest wenn sie für meine Geschichte passend wären. Ich müsste jemanden haben, der mir beim Aufbau hilft, mich bremst, wenn ich wieder einmal zu ausführlich schreibe, und mir vor allem auch dabei hilft, den roten Faden nicht zu verlieren und die Spannung zu halten.

Die Methode von Stephen King klingt gut. Ich hatte auch schon manchmal das Gefühl, je mehr ich verbessert habe, umso weniger gefiel mir das, was am Ende dabei herauskam. Das ist allerdings nicht immer so. Dadurch entstehen natürlich Selbstzweifel, aber meine haben ihren Ursprung woanders.

Die tauchten bei mir durch die Leser meiner Geschichte auf. Viele Klicks, nur wenige Kommentare. Eine meiner Leserinnen, die auch die meisten meiner früheren FFs kommentiert hat, hat dabei ganz besonders einen Nerv bei mir getroffen. Bereits nach 4-5 Kapiteln wollte sie wissen, wann denn endlich die Handlungsstränge zusammengeführt würden. Ich war völlig perplex, denn ich hatte ja darauf hingewiesen, dass es eine längere Story werden würde. Das hat aber nicht gefruchtet, sie fing immer wieder davon ab, bis sie schließlich meine Geschichte aus ihren Favoriten genommen hat. Und das tat weh, meine Geschichte haben sowieso nicht viele Leute favorisiert. Mittlerweile sind es natürlich noch weniger geworden.

Eine Rohfassung zu schreiben, das klingt vernünftig. Lässt sich für mich aber auch nicht umsetzen. Denn einerseits habe ich halt leider viel zu wenig Zeit zum Schreiben und andererseits ist meine Geschichte viel zu komplex. Das wird was Größeres, sollte es überhaupt je einmal fertig werden. Ich habe mir einfach zuviel damit vorgenommen.
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  #328  
Alt 29.09.2017, 01:42
Benutzerbild von PeryRhodan
PeryRhodan PeryRhodan ist offline
Waldelfe
 
Registriert seit: 09.2017
Beiträge: 47
Eigentlich geht es nur darum, es einfach zu machen. Am Anfang dachte ich auch, dass das nie was wird. So habe ich nun aber schon einen Thriller und einen Liebesroman veröffenlicht.

Und in vier Wochen wird dann endlich mein ersten Fantasyroman das Licht der Welt erblicken
__________________
01. Novemerber 2017
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