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  #61  
Alt 20.01.2019, 20:08
Benutzerbild von Silmarillion
Silmarillion Silmarillion ist offline
Gandalf Sturmkrähe
Drachentoeter
 
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Zitat:
Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Auch wenn jeder von uns seine Probleme und Päckchen zu tragen hat, bin ich froh, dass wir sie doch irgendwo untereinander und miteinander teilen können. Auch wenn wir Menschen uns wohl nie zu 100% gegenseitig verstehen und akzeptieren können, so können wir doch einen gemeinsamen Weg gehen und unsere Lasten aufteilen. So wird wenigstens ein Stück des langen Wegs ertragbarer.
(Verzeiht diese schnulzige Ansprache. Das musste jetzt einfach mal sein.)
Das ist nicht schnulzig. Das ist schön. Und vor allem wahr.

MFG!
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  #62  
Alt 20.01.2019, 20:09
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Saphirwolf95 Saphirwolf95 ist offline
Blue Werewolf
Hueter der Heilenden Quellen
 
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Jup Sie ist bei Opa. (er ist noch vor meiner Geburt gestorben)
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Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos. (Albert Einstein)
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  #63  
Alt 20.01.2019, 20:10
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Zelaya Alavena Zelaya Alavena ist offline
Das weiße Phantom
Bewahrer der Traenen des Lebens
 
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Ich glaube zwar nicht an Gott, den Himmel oder die Hölle, aber ich glaube durchaus daran, dass es nach dem Tod noch irgendwas geben muss. Und dass es vor allem sowas wie eine höhere Macht geben muss. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, um meinem Leben irgendeinen Sinn zu verleihen. Letztlich ist es aber auch eine tröstliche Vorstellung, dass mein Leben nicht umsonst gelebt wurde.
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  #64  
Alt 20.01.2019, 20:15
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Silmarillion Silmarillion ist offline
Gandalf Sturmkrähe
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Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Und dass es vor allem sowas wie eine höhere Macht geben muss.
Dessen bin ich mir auch ganz sicher. Ja. Und es gibt hierzu auch wissenschaftliche Belege und Erkenntnisse.

Zitat:
Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, um meinem Leben irgendeinen Sinn zu verleihen. Letztlich ist es aber auch eine tröstliche Vorstellung, dass mein Leben nicht umsonst gelebt wurde.
Du lebst im HIER und JETZT. Genieße den Augenblick. Erfülle Dein Leben mit dem was Du hier auf Erden machst und erreichst. Das ist Realität, greifbar und sicher. Was danach kommt ist rein spekulativ und ungewiss. Und es lohnt meiner Meinung nach nicht, zu unseren Lebzeiten auf der Erde mehr als nur einen kurzen Gedanken daran zu verschwenden. Nutze Deine Energie sinnvoller!

MFG!
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  #65  
Alt 20.01.2019, 20:16
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Zelaya Alavena Zelaya Alavena ist offline
Das weiße Phantom
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Oh, meistens denke ich auch gar nicht darüber nach. Nur fragt man sich halt ab und zu schon, ob das, was man tut, irgendeinen Sinn hat.
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  #66  
Alt 20.01.2019, 20:20
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Silmarillion Silmarillion ist offline
Gandalf Sturmkrähe
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Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Oh, meistens denke ich auch gar nicht darüber nach. Nur fragt man sich halt ab und zu schon, ob das, was man tut, irgendeinen Sinn hat.
Ich glaube, dass nichts, aber auch wirklich gar nichts im Leben ohne Sinn passiert. Das sollte für den Anfang reichen. ;)

MFG!
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  #67  
Alt 20.01.2019, 20:21
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Zelaya Alavena Zelaya Alavena ist offline
Das weiße Phantom
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Schöne Erkenntnis :3
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  #68  
Alt 21.01.2019, 15:18
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Irminsul Irminsul ist offline
Yavalar
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Zitat:
Zitat von Silmarillion Beitrag anzeigen
Ich kenne mich mit dem Thema gut aus, da ich selbst einmal einen Asperger Autisten zweineinhalb Jahre in seinem Schulalltag begleitet habe. (Gymnasium, Oberstufe) Was ein Zufall. Ein ganz toller Mensch. Wir haben gegenseitig sehr viel voneinander lernen und profitieren können. Eine Begegnung, ein Lebensabschnitt, den ich unter keinen Umständen missen möchte.

MFG!
Es ist bei Asperger Autisten nicht selten, dass sie eine hohe Intelligenz besitzen, ich weiß. Das gilt allerdings nicht für alle. Mein Sohn hat die Gesamtschule mit dem Hauptschulabschluss verlassen und dann versucht, auf der Berufsfachschule noch seinen mittleren Abschluss zu machen. Es klappte nicht, er war sowohl schulisch als auch in anderer Hinsicht überfordert. Die mittlere Reife hat er dann durch seine Ausbildung in Verbindung mit der Berufsschule aber doch noch geschafft. Die schulischen Probleme hatte er hauptsächlich deswegen, weil sein Leistungsbild 'unausgewogen' war. Soll heißen, in mancher Hinsicht erbrachte er tolle Leistungen, in anderer Hinsicht ließen sie sehr zu wünschen übrig. Das ist etwas, was sich schon sein Lehrer in der Grundschule nicht erklären konnte. Alles in allem aber ist er schon ein intelligenter Mensch, er hat nur oft seine eigene Methode und vor allem auch sein eigenes Tempo. Und das ist widerum eine Sache, mit der zwar wir, als seine Familie, inzwischen umgehen können. Aber im Schul- und Berufsalltag ist es nicht leicht für ihn (gewesen), weil darauf keine Rücksicht genommen wurde/genommen werden konnte.

Zitat:
Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Ich finde, dass "Offenheit" wohl heute unser Tagesmotto ist. ♥
Die Borderline-Erkrankung ist bei mir auch erst mit 16 festgestellt worden. Kurz darauf bin ich das erste Mal stationär in der Klinik gewesen - das war im letzten Monat der 10. Klasse. Demzufolge habe ich auch die Abschlussprüfung dort gemacht. Zur Abschlussfeier bin ich gar nicht erst aufgetaucht. Mit der Klasse stand ich ohnehin nie sonderlich gut.
Sehr viel weiß ich nicht darüber, aber das, was du uns dazu erklärt hast, macht schon sehr deutlich, dass du dich ganz schön abstrampeln musst, jeden Tag. Umso schlimmer ist, dass in unserer heutigen Zeit alles und jeder möglichst perfekt zu sein hat. Aber es ist nun mal nicht jeder perfekt und selbst diejenigen, die beste Voraussetzungen haben, kommen vielleicht irgendwann mit dem ganzen Streß nicht mehr klar und haben z. B. einen Burn Out.

Man vermutet bei dir außerdem ADS? Das hatte man meinem Jüngsten auch zuerst diagnostiziert. Aber da war er noch ein Kind und wies auch keine Anzeichen auf, die auf Autismus hindeuteten. Heute weiß ich, dass Asperger leicht mit ADS verwechselt werden kann. Und es gibt auch leider nicht gerade viele Psychiater, die Asperger überhaupt bei Erwachsenen feststellen können. Auf die Diagnose bei älteren 'Aspies' sind nur sehr wenige von ihnen spezialisiert.

Zitat:
Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Und wie Karn schon sagte: Kreativität kommt wohl häufigst bei "beeinträchtigten" Menschen aller Art vor, da sie das irgendwie kompensieren. Sei es durch Malen, Musik oder eben durchs Schreiben.
Obwohl das wohl auch nur eine objektive Mutmaßung ist. Ich kenne da keine Zahlen.
Eine künstlerische Ader hat mein Sohn jetzt nicht unbedingt. Aber er hat ein gutes Gedächtnis und kann sich z. B. irgendwelche komplizierten Zeichungen, Pläne etc. sehr gut merken.

Zitat:
Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Auch Silma hat mit seinem Tipp durchaus recht. Kleine Schritte führen genauso sehr ans Ziel, wie Riesenschritte. Nur bei Riesenschritten neigt man dazu, schneller zu stolpern.
Dieser Tipp mag zwar schon sehr alt sein und von vermutlich 70% aller Welt genutzt werden. Das ändert allerdings nichts daran, dass er wahr ist!
Da gebe ich euch absolut recht. Wir kennen ihn nicht anders: mein Sohn hat immer länger als andere gebraucht um etwas Neues zu lernen. Aber wenn es dann mal 'klick' gemacht hatte, hat er manchmal andere sogar noch 'überholt'. Man muss ihm sein eigenes Tempo lassen, Druck bringt da gar nichts. Doch das ist im Berufsleben leider nur schwer umzusetzen.

@ TKarn und Saphirwolf:

Euch beiden mein herzliches Beileid.
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  #69  
Alt 21.01.2019, 18:13
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Zelaya Alavena Zelaya Alavena ist offline
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Sehr viel weiß ich nicht darüber, aber das, was du uns dazu erklärt hast, macht schon sehr deutlich, dass du dich ganz schön abstrampeln musst, jeden Tag. Umso schlimmer ist, dass in unserer heutigen Zeit alles und jeder möglichst perfekt zu sein hat. Aber es ist nun mal nicht jeder perfekt und selbst diejenigen, die beste Voraussetzungen haben, kommen vielleicht irgendwann mit dem ganzen Streß nicht mehr klar und haben z. B. einen Burn Out.

Man vermutet bei dir außerdem ADS? Das hatte man meinem Jüngsten auch zuerst diagnostiziert. Aber da war er noch ein Kind und wies auch keine Anzeichen auf, die auf Autismus hindeuteten. Heute weiß ich, dass Asperger leicht mit ADS verwechselt werden kann. Und es gibt auch leider nicht gerade viele Psychiater, die Asperger überhaupt bei Erwachsenen feststellen können. Auf die Diagnose bei älteren 'Aspies' sind nur sehr wenige von ihnen spezialisiert.
Wie gesagt, ist es bisher nur eine Vermutung. AD(H)S kann leider im Erwachsenenalter nicht diagnostiziert werden, da es keine Krankheit ist, die irgendwann erst auftritt. Sie ist quasi von Geburt an da. Daher nehmen Leute, die sich damit auskennen, frühe Zeugnisse (1. - 4. Klasse) und schauen sich an, welche Bemerkungen da drauf stehen. (Konzentrationsschwäche, Lässt sich ablenken, ist durch den Wind und sowas). Wenn die nicht zur Verfügung stehen, sind die Chancen auf eine Diagnose schon schlecht. Dann werden im dem Falle aber die Eltern befragt, was in meinem Fall auch nicht möglich ist. Daher bleibt es bei der Vermutung und ich muss mich selbst damit befassen. Mit Medikamenten will ich in diesem Bereich zumindest nichts zu tun haben. So ausgeprägt ist ja dann doch nicht. Und mir reichen die Medis, die ich aktuell nehme. Ich komme im Alltag ja an sich ganz gut zurecht. Nur brauche ich halt mehr Struktur und Denkhilfen als andere.

Und ich glaube, dass jeder sein eigenes Tempo hat und auch braucht - egal ob "gesund" oder "krank". Man ist sprichwörtlich ja nur so gesund oder krank, wie man sich fühlt. Ich spreche zwar immer von "Erkrankung", aber eigentlich sehe ich es nicht wirklich als eine Krankheit an. Es ist irgendwo eine Behinderung, aber letztlich bleibe ich trotzdem ich. Ich kenne mich ja nicht anders. Und es gibt ja auch genügend Menschen, die mich so lieb haben, wie ich bin. :D Klar, es läuft nicht alles super, aber dafür arbeite ich ja auch an mir.

Zitat:
Eine künstlerische Ader hat mein Sohn jetzt nicht unbedingt. Aber er hat ein gutes Gedächtnis und kann sich z. B. irgendwelche komplizierten Zeichungen, Pläne etc. sehr gut merken.
Es muss ja nicht immer was Künstlerisches sein. Bei Autisten kommt es meines Wissens häufig, wenn nicht immer vor, dass sie halt auf einem Gebiet - sei es Mathe, Sprachen, Kunst, etc. - besonders gut sind. Ich glaube, in der Wohngruppe wurde das als "Tunneldenken" bezeichnet. Ihre Wahrnehmung muss wohl so auf eine spezielle Sache gefiltert sein, dass die anderen darunter leiden. Aber ich finde das gar nicht schlimm. Denn gerade auf ihrem Spezialgebiet können sie hochbegabt sein. Was machen dann die anderen Dinge? Ist doch vollkommen wurscht. :)
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  #70  
Alt 22.01.2019, 11:48
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Irminsul Irminsul ist offline
Yavalar
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Zitat:
Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Wie gesagt, ist es bisher nur eine Vermutung. AD(H)S kann leider im Erwachsenenalter nicht diagnostiziert werden, da es keine Krankheit ist, die irgendwann erst auftritt. Sie ist quasi von Geburt an da. Daher nehmen Leute, die sich damit auskennen, frühe Zeugnisse (1. - 4. Klasse) und schauen sich an, welche Bemerkungen da drauf stehen. (Konzentrationsschwäche, Lässt sich ablenken, ist durch den Wind und sowas). Wenn die nicht zur Verfügung stehen, sind die Chancen auf eine Diagnose schon schlecht. Dann werden im dem Falle aber die Eltern befragt, was in meinem Fall auch nicht möglich ist. Daher bleibt es bei der Vermutung und ich muss mich selbst damit befassen. Mit Medikamenten will ich in diesem Bereich zumindest nichts zu tun haben. So ausgeprägt ist ja dann doch nicht. Und mir reichen die Medis, die ich aktuell nehme. Ich komme im Alltag ja an sich ganz gut zurecht. Nur brauche ich halt mehr Struktur und Denkhilfen als andere.
Ich weiß, Zelaya. ADS wurde meinem jüngeren Sohn in einem Sozialpädiatrischen Zentrum diagnostiziert. Der KA schrieb bei der Vorschuluntersuchung Rezepte für drei verschiedene Therapien aus, vorher hat er seltsamerweise nichts festgestellt. Wir erhielten auch sonst keinerlei Unterstützung von ihm. Im SPZ haben wir ihn deshalb vorgestellt, weil wir wegen unserem älteren Sohn dort ohnehin schon 'Kunden' gewesen sind. Der ältere sollte angeblich ADHS haben, was sich aber ebenfalls im Nachhinein als falsch herausstellte. Er war nur eben sehr lebhaft und konnte, neben ein paar anderen Problemen, unter denen er aufgrund dieses Geburtsfehlers litt, seine Motorik nicht gut kontrollieren.

Der KA schickte uns mit dem Kleinen übrigens noch zu einem befreundeten Kinder- und Jugendarzt. Nach der ersten Untersuchung beantwortete er die Frage seiner Sprechstundenhilfe, in welche Kategorie sie meinen Sohn einordnen solle, folgendermaßen: "Das ist auch so ein Kandidat." Damit meinte der werte Herr Doktor, dass mein Sohn aufgrund seines 'Syndroms' Ritalin bekommen solle. Es blieb bei diesem einen Besuch. Immer wieder kam von verschiedenen Seiten der Rat, dem Kind dieses Medikamt zu verabreichen. Der Große sollte es übrigens ebenfalls nehmen. Wir haben uns dagegen entschieden und ich bin sowas von froh, dass mein Mann und ich uns damals nicht bequatschen ließen. Da beide Diagnosen falsch waren, hätte dieses Medikament eher noch mehr Schaden angerichtet, als dass es irgendwie geholfen hätte. Ritalin ist ja ohnehin sehr umstritten und das hat uns ja auch damals zu unserer Entscheidung bewogen, zu einer Zeit, als wir noch gar nicht wussten, dass die Diagnosen falsch sind.

Zitat:
Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Und ich glaube, dass jeder sein eigenes Tempo hat und auch braucht - egal ob "gesund" oder "krank". Man ist sprichwörtlich ja nur so gesund oder krank, wie man sich fühlt. Ich spreche zwar immer von "Erkrankung", aber eigentlich sehe ich es nicht wirklich als eine Krankheit an. Es ist irgendwo eine Behinderung, aber letztlich bleibe ich trotzdem ich. Ich kenne mich ja nicht anders. Und es gibt ja auch genügend Menschen, die mich so lieb haben, wie ich bin. :D Klar, es läuft nicht alles super, aber dafür arbeite ich ja auch an mir.
Da stimme ich dir absolut zu. Nur leider ist es so, dass in den Schulen und erst recht im späteren Berufsleben auf Menschen, die etwas mehr Zeit brauchen um ihr Pensum zu schaffen, nur wenig Rücksicht genommen wird oder genommen werden kann. Das erlebe ich bei meinen beiden fast täglich. Und der ältere ist sogar in seinem letzten Ausbildungsjahr in einem Integrationsbetrieb, der ihn auch danach weiter beschäftigen wird.

Deine Einstellung finde ich übrigens sehr lobenswert. Dass du an dir arbeitest, dich nicht unterkriegen lässt, immer einen Schritt nach dem anderen machst - ich denke, das ist genau der richtige Weg.


Zitat:
Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Es muss ja nicht immer was Künstlerisches sein. Bei Autisten kommt es meines Wissens häufig, wenn nicht immer vor, dass sie halt auf einem Gebiet - sei es Mathe, Sprachen, Kunst, etc. - besonders gut sind. Ich glaube, in der Wohngruppe wurde das als "Tunneldenken" bezeichnet. Ihre Wahrnehmung muss wohl so auf eine spezielle Sache gefiltert sein, dass die anderen darunter leiden. Aber ich finde das gar nicht schlimm. Denn gerade auf ihrem Spezialgebiet können sie hochbegabt sein. Was machen dann die anderen Dinge? Ist doch vollkommen wurscht. :)
Richtig. Mein Jüngster kommt gut mit der Mathematik klar. Formeln, Zeichnungen, räumliches Denken, das ist es, worin er wirklich gut ist. Auch sonst merkt er sich unglaublich viel. So hat er schon als kleines Kind uns allesamt regelmäßig im Memory geschlagen.
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  #71  
Alt 23.01.2019, 19:03
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Zelaya Alavena Zelaya Alavena ist offline
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Da stimme ich dir absolut zu. Nur leider ist es so, dass in den Schulen und erst recht im späteren Berufsleben auf Menschen, die etwas mehr Zeit brauchen um ihr Pensum zu schaffen, nur wenig Rücksicht genommen wird oder genommen werden kann. Das erlebe ich bei meinen beiden fast täglich. Und der ältere ist sogar in seinem letzten Ausbildungsjahr in einem Integrationsbetrieb, der ihn auch danach weiter beschäftigen wird.
Ja, da wird leider nicht oft Rücksicht drauf genommen, wobei es da natürlich auch Ausnahmen gibt. Davon gibt es nur leider sehr, sehr wenige. Ich hoffe, dass sich das bald ändert, denn es sind ja gar nicht mal so wenige von psychischen Erkrankungen, welcher Art auch immer, betroffen. Und wir Menschen sind ja auch keine Maschinen. Schade, dass dann trotzdem so viel von uns verlangt wird.

Aber egal wie schwer unsere Wege auch sein mögen, am Ende werden wir erfolgreich sein. Ich kann deinen beiden Jungs / Männern nur das Beste wünschen und hoffe, sie werden ihren Weg gehen, egal wie steinig er sein mag.
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  #72  
Alt 24.01.2019, 19:13
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Alihadzi Alihadzi ist offline
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Asche auf mein Haupt! Ich bin spät dran! Um so mehr freut es mich, Dich hier begrüßen zu dürfen. Man trifft selten Menschen, die so offen sind und so viel Vertrauen entgegenbringen.
Ich hoffe, dass Du Dich hier im Forum im Kreise netter Leute wohlfühlen wirst.

Die Zeit zum Schreiben Deiner Geschichten wird kommen, da bin ich mir sicher (ich weiß, wovon ich rede ...).
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  #73  
Alt 25.01.2019, 16:13
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  #74  
Alt 27.01.2019, 18:59
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Vielen Dank euch beiden. :)

Ich habe seit ein paar Wochen wieder eine meiner besseren Schreib-Phasen. Ob ich mich nun endlich mal (wieder) an die Handlung traue, bleibt aber noch offen. Zumindest kann ich wieder mal in meiner Welt verschwinden und sie erweitern / verbessern. :3

Mal sehen, was noch kommt und ob ich den Sprung endlich schaffe.
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  #75  
Alt 27.01.2019, 19:28
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Zitat von Zelaya Alavena Beitrag anzeigen
Vielen Dank euch beiden. :)

Ich habe seit ein paar Wochen wieder eine meiner besseren Schreib-Phasen. Ob ich mich nun endlich mal (wieder) an die Handlung traue, bleibt aber noch offen. Zumindest kann ich wieder mal in meiner Welt verschwinden und sie erweitern / verbessern. :3

Mal sehen, was noch kommt und ob ich den Sprung endlich schaffe.
Ich kenne das, wenn von einem Tag auf den anderen die Flut der Gedanken, die man herunterschreibt, plötzlich versiegt. Die meisten Autoren reden dann von Schreibblockaden - ich sehe das nicht so negativ und nenne das 'Kreativpause'. Ich nutze diese Zeit, um das bisher Geschriebene zu überarbeiten oder einfach neue Ideen zu sammeln. Bei mir können schon mal mehrere Wochen verstreichen, bis die Tastatur wieder glüht. Aber es gab niemals den absoluten Stillstand. Man sollte immer versuchen, sich nicht selber unter Druck zu setzten (sofern man das Schreiben als Hobby betreibt...). Ich wünsch' Dir jedenfalls ganz fest, dass Du Dein Projekt niemals aufgibst
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  #76  
Alt 27.01.2019, 19:32
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Zelaya Alavena Zelaya Alavena ist offline
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Zitat von Alihadzi Beitrag anzeigen
Ich kenne das, wenn von einem Tag auf den anderen die Flut der Gedanken, die man herunterschreibt, plötzlich versiegt. Die meisten Autoren reden dann von Schreibblockaden - ich sehe das nicht so negativ und nenne das 'Kreativpause'. Ich nutze diese Zeit, um das bisher Geschriebene zu überarbeiten oder einfach neue Ideen zu sammeln. Bei mir können schon mal mehrere Wochen verstreichen, bis die Tastatur wieder glüht. Aber es gab niemals den absoluten Stillstand. Man sollte immer versuchen, sich nicht selber unter Druck zu setzten (sofern man das Schreiben als Hobby betreibt...). Ich wünsch' Dir jedenfalls ganz fest, dass Du Dein Projekt niemals aufgibst
Vielen Dank :3
Aufgeben werde ich mein Projekt sicherlich nicht. Dafür sitze ich schon zu lange daran. Nur es gab halt auch Phasen, in denen ich monatelang oder jahrelang nicht geschrieben habe. Das war dann aber auch mit privaten Stresssituationen verknüpft. Oder aber es fehlte einfach die Lust, da andere Dinge zunächst interessanter schienen. Bisher habe ich jedoch immer wieder zurück gefunden. Im Grunde schreibe ich ja auch für mich selbst und nicht für andere. In gewisser Weise spiegelt mein Projekt mein Leben wieder - in vielerlei Hinsicht.
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  #77  
Alt 28.01.2019, 15:36
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Vielen Dank :3
Aufgeben werde ich mein Projekt sicherlich nicht. Dafür sitze ich schon zu lange daran. Nur es gab halt auch Phasen, in denen ich monatelang oder jahrelang nicht geschrieben habe. Das war dann aber auch mit privaten Stresssituationen verknüpft. Oder aber es fehlte einfach die Lust, da andere Dinge zunächst interessanter schienen. Bisher habe ich jedoch immer wieder zurück gefunden. Im Grunde schreibe ich ja auch für mich selbst und nicht für andere. In gewisser Weise spiegelt mein Projekt mein Leben wieder - in vielerlei Hinsicht.
Für sich selber zu schreiben (zumindest vorerst ...) nimmt viel an Druck weg - und das ist gut so. Ich finde es auch vollkommen i.O., eigene Lebenserfahrungen einzubringen. Wie sollte man (nachvollziehbare) Gefühle beschreiben, wenn man sie nicht selber erfahren hat (zumindest ansatzweise)? Ähnliches gilt für Aktivitäten, Handlungsorte usw. Klar, man kann alles recherchieren (Prof. Google weiß immer Rat ...), aber es geht leichter von der Hand (in die Tastatur), wenn man in seiner eigenen Vergangenheit kramen kann.
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  #78  
Alt 28.01.2019, 16:08
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Ja, da wird leider nicht oft Rücksicht drauf genommen, wobei es da natürlich auch Ausnahmen gibt. Davon gibt es nur leider sehr, sehr wenige. Ich hoffe, dass sich das bald ändert, denn es sind ja gar nicht mal so wenige von psychischen Erkrankungen, welcher Art auch immer, betroffen. Und wir Menschen sind ja auch keine Maschinen. Schade, dass dann trotzdem so viel von uns verlangt wird.

Aber egal wie schwer unsere Wege auch sein mögen, am Ende werden wir erfolgreich sein. Ich kann deinen beiden Jungs / Männern nur das Beste wünschen und hoffe, sie werden ihren Weg gehen, egal wie steinig er sein mag.
Vielen Dank, Zelaya. Die beiden kämpfen sich schon durch, sind es ja seit Jahren so gewohnt. Dir wünsche ich ebenfalls das Beste und viel Kraft weiterhin.

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Vielen Dank :3
Aufgeben werde ich mein Projekt sicherlich nicht. Dafür sitze ich schon zu lange daran. Nur es gab halt auch Phasen, in denen ich monatelang oder jahrelang nicht geschrieben habe. Das war dann aber auch mit privaten Stresssituationen verknüpft. Oder aber es fehlte einfach die Lust, da andere Dinge zunächst interessanter schienen. Bisher habe ich jedoch immer wieder zurück gefunden. Im Grunde schreibe ich ja auch für mich selbst und nicht für andere. In gewisser Weise spiegelt mein Projekt mein Leben wieder - in vielerlei Hinsicht.
Das kenne ich auch nur zu gut. Sitze schon seit vier Jahren an meiner Geschichte und hatte sie über ein Jahr lang ausgesetzt. Ich kam einfach nicht mehr weiter. Aber dann kriegte ich doch noch die Kurve und nun schreibe ich wieder regelmäßig. Aufgrund von Zeitmangel, aber auch weil ich nicht immer Ruhe oder Gelegenheit habe (oder auch, weil ich wieder mal den Einstieg nicht finde), um mich an meine Geschichte dranzusetzen, dauert es im Schnitt ca. sechs Wochen, bis ich ein neues Kapitel fertiggestellt habe. Ich habe auch schon oft mit dem Gedanken gespielt meine Geschichte abzubrechen, aber dafür ist sie mir zu wichtig.
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  #79  
Alt 30.01.2019, 19:42
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Zelaya Alavena Zelaya Alavena ist offline
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Ich kann eigentlich nur sagen, dass ich mir absolut keinen Druck für die Zeitspanne meiner Geschichte mache. Da ich Zuhause schreibe, ohne irgendeinen Verlag oder etwas in der Art im Nacken zu haben, habe ich, zumindest was Zeit betrifft, keine Deadline - höchstens meine eigene Ungeduld.
Und was die Technik betrifft... Tja, da muss ich halt noch dazulernen.
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  #80  
Alt 30.01.2019, 20:53
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Irminsul Irminsul ist offline
Yavalar
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Es ist absolut vernünftig, wie du das machst. Ich bräuchte mich eigentlich auch nicht unter Druck zu setzen, denn die Voraussetzungen sind bei mir ähnlich wie bei dir. Druck durch einen Verlag habe ich nämlich auch nicht.

Aber je länger es dauert, bis ich zum Weiterschreiben komme, je größer ist auch die Gefahr, dass ich den Wiedereinstieg nicht finde. Mir fällt dann einfach nichts ein, wie ich weitermachen könnte. Ich habe natürlich eine grobe Planung, habe Länder, Charaktere usw., aber ansonsten ist meine Geschichte eher lose gestrickt, also noch ausbaufähig.
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