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Ich sehe tote Menschen ...

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  #1  
Alt 17.11.2019, 01:31
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Cassandra Cassandra ist gerade online
Abyssus abyssum invocat
Ringtraeger
 
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Ich sehe tote Menschen ...

Bisher hätte ich diesen Satz ausschließlich mit "The Six Sense" in Verbindung gebracht - bis ich diesen Artikel
entdeckt habe: Wie Hollywood die Totenruhe stört ...

Die erste Frage, die mir dazu einfällt: WARUM VERDAMMT?! Was ist los mit den Leuten? Genügt es nicht mehr,
überflüssige Remakes von Klassikern wie "Psycho" (dass sie es damals wirklich gewagt hatten!) abzudrehen?
Und diese Argumente von wegen die Rolle könne NUR mit James Dean besetzt werden und man wolle ihn auf
diese Weise einem jungem Publikum wieder bekannt machen ... Ich fürchte, das "junge Publikum" hat bald
überhaupt kein Gefühl mehr für gute Filme, überzeugende Charaktere, anspruchsvolle Handlung usw.

Was kommt als nächstes? Wir lassen den Western wieder aufleben und holen uns dazu John Wayne, Cary Cooper,
James Steward, Clint Eastwood ... Stop - der lebt ja noch. Aber er ist alt. Dann könnten wir ihn trotzdem nehmen
und das Gesicht von vor vierzig Jahren auf seine Faltenfresse klatschen - so was will heutzutage, im Zeitalter des
Jugendwahns, ohnehin keiner sehen.

Am meisten Angst macht mir, dass dieser Film eine Tür, die besser verschlossen bleiben sollte, einen Spalt weit
öffnet - und in den nächsten Jahren werden weitere Filme nachrücken, bis das Ganze Normalität wird.
Recycling ist eine tolle Sache - aber nicht mit bereits verstorbenen Schauspielern. Wann begreifen die Leute endlich,
dass man abgeschlossene Werke - und die Darsteller, die dazu beigetragen haben, sie zu etwas Besonderem zu
machen - unangetastet lassen sollte?
Viele Filme sind Meilensteine in der Filmgeschichte und die Schauspieler darin Ikonen einer anderen Zeit. Sie mit
Gewalt in die Gegenwart packen zu wollen, ist nicht nur ein Anachronismus, sondern man nimmt ihnen damit den
Nimbus, den sie sich (mehr oder weniger freiwillig) erarbeitet haben. Was bleibt dann übrig? Werden die Klassiker
in Zukunft überhaupt noch eine Bedeutung haben?

Oder sehe ich das Ganze zu dramatisch und diese Entwicklung gehört einfach dazu? Was meint ihr?
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Im Feuer steckt der Funke des Chaos und der Zerstörung,
der Samen des Lebens


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Geändert von Cassandra (17.11.2019 um 02:41 Uhr)
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  #2  
Alt 17.11.2019, 07:14
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TKarn TKarn ist offline
Dragon of Chaos
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Ich sehe das ebenso bedenklich. Hollywood sollte seinen Drehbuchschreibern eine gute Ausbildung bezahlen, damit mal wieder ein Film mit Tiefgang von dort kommt, anstatt gute Klassiker schlecht zu recyceln. Nicht alles, was technisch möglich ist, sollte gemacht werden.

Hab bei deinem Link weiter unten noch folgendes gefunden.

https://www.golem.de/news/nacktheit-...06-142215.html

Das ist auch so ein Ding.
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  #3  
Alt 17.11.2019, 14:22
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Na klasse. Man könnte das ja auch kombinieren: Wir nehmen eine tote, weibliche Schauspielerin, machen sie
nackig und lassen sie sich lasziv in irgendeiner Filmszene und/oder Pornostreifen rekeln, damit die Spanner da
draußen endlich mal auf ihre Kosten kommen.
Und der Vorteil: Die Schauspielerinnen beschweren sich nicht und kommen auch nicht mit irgendwelchem Blöd-
sinn von wegen sexueller Belästigung an, denn sie sind ja schon tot.

Zukünftige Generationen werden entweder bereits völlig gaga sein oder uns dafür halten.
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  #4  
Alt 17.11.2019, 14:49
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Ich als Vater einer Tochter bekomme da so einen Hals.

Die Welt ist schon gaga und ich bin nicht glücklich darüber.
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  #5  
Alt 17.11.2019, 14:53
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Zumindest hast Du die Möglichkeit, Deine Tochter dahingehend zu erziehen, dass sie entscheiden kann,
zwischen echter Kunst und dem Missbrauch von Menschen angeblich im Namen der Kunst.

Zum Glück gab es in der Vergangenheit genügend guter Filme, echte Klassiker usw., die man sich heute
noch ansehen kann.
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  #6  
Alt 17.11.2019, 14:57
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TKarn TKarn ist offline
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Ja, aber wie kann ich sie vor solchen Nacktprogrammen schützen? Gut, wenn ich dabei bin passe ich schon auf, dass keiner sie fotografiert. Aber wenn sie ins Social Media Alter kommt...
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  #7  
Alt 17.11.2019, 15:30
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Das ist ein Problem. Vor allem kann man nicht vermeiden, dass andere Fotos von einem machen, die dann u. U.
sonstwo landen - in was für einer Form auch immer ...

Du kannst ihr im Grunde nur rechtzeitig (!) - und nicht erst, wenn sie in die Pubertät kommt und Interesse an
Social-Media entwickelt - ein Vorbild dahingehend sein, dass sie lernt, sich entsprechende Gedanken zu machen.
Dass es nicht darauf ankommt, viele Likes und Klicks zu bekommen, dass man als Zwölfjährige nicht unbedingt
Fotos von sich in T-Shirt und Stringtanga hochladen muss, um "erwachsen" zu wirken.

Respekt vor sich selbst und vor anderen - wenn sie das lernt, dann wird sie von sich aus Filme meiden, in denen
verstorbene Schauspieler als kostenloses "Lebend"-Material missbraucht werden.
Und sie wird vor allem wissen, was und wie viel sie von sich selbst preisgeben möchte und was besser ungesagt
bzw. ungezeigt bleiben sollte.
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  #8  
Alt 17.11.2019, 15:36
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TKarn TKarn ist offline
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Wie wahr. Ich hab da schon ein Auge drauf.
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  #9  
Alt 08.12.2019, 23:16
Hunin Hunin ist offline
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Zitat:
Zitat von TKarn Beitrag anzeigen
Ich sehe das ebenso bedenklich. Hollywood sollte seinen Drehbuchschreibern eine gute Ausbildung bezahlen, damit mal wieder ein Film mit Tiefgang von dort kommt, anstatt gute Klassiker schlecht zu recyceln. (...)
Unterschätze niemals Leute die schreiben. Das Problem sind die Produzenten.
Weil das läuft so. Nimm mal Fantasy. Weil wir hier sind.
Wenn du Fantasy machst – egal ob Film, TV, Buch – wirst du von allen existerenden (auch erfolgreichen) Lektoren, Redakteuren, Produktions-Assistenten hören – warum das nicht funktioniert was du willst.
Die werden 99,9 – Neins finden, die für dein Produkt gelten, aber für kein anderes.

Warum passiert das?
Das ist menschlich und hat was mit Bildung zu tun und ich zeig dir gleich die Kehrseite der Medaille.
Im 2 Weltkrieg wollten die Amerikaner ihre Verluste bei Piloten eindämmen.
Also sind die hingegangen und haben sich ihre Flugzeuge angeguckt, wo die getroffen wurden und gesagt: Diese Stellen müssen wir besser panzern.
Dann ist aber ein Ingeneur hingegangen und hat gesagt: Leute, das ist blödsinn.
Diese Flugzeuge sind ja zurück gekommen. Wir sollten die Stellen panzern wo diese Flugzeuge nicht getroffen wurden, denn die kamen nicht zurück.
Haben sie gemacht. Die Verlust-Rate senkte sich dramatisch.

Auf Kunst übertragen: Die Produzenten gucken auf Quote, Analysen, den Markt den sie haben und versuchen diesen Markt zu bedienen. Die denken nicht, wenn du Fantasy machst, die Leute die Fantasy kaufen, haben wir eh – wie kriegen wir aber die Leute dazu, die bislang KEIN Fantasy kaufen – das Produkt zu kaufen?

Und deswegen lehnen die alles ab – was aus ihrer Erfahrung der Norm nicht gerecht ist.
Das resultiert in diese Todespiralen die du überall hast. Wie Hollywood, TV, Genren etc.

Es gibt aber immer Menschen die ticken andersrum. In Film ist das z.B. Zoetrope.
Das ist eine unabhängige Firma gegründet von Francis Ford Coppolla (Pate, Apocalypse Now), der sich junge Filmmacher gesucht hat und denen die Chance gegeben hat ihre Produkte zu machen.

Ich sage dir jetzt welche Leute alle von Zoetrope kommen:
Brian dePalma (Untouchables); George Lucas (StarWars); John Milius (Conan: DirtyHarry usw.);
Kathleen Kennedy (alle Steven Spielberg Filme seit Indiana Jones); David Fincher und James Cameron durch Lucas ILM-Firma.
Kennst auch Schauspieler wie Johnny Depp oder Nicholas Cage die daher kommen.
Die kennen sich alle seit 50 Jahren privat wie beruflich und haben im Film zwei Branchen erfunden: Die moderne Special-Effekt Branche und die Sound-Design Branche.

Kannst du dir vorstellen für wie viele Filme diese Leute verantwortlich sind?
Die haben Kurosawa gerettet (Ran); die haben Einfluss auf Fox genommen – der Produzent der Alien, StarWars, Braveheart und Herr der Ringe gemacht hat oder Einfluss darauf nahm – ist auch nur ein Mann. Deswegen sind die ersten drei Fox-Filme.

Es gibt noch zwei andere: Aus Europa kommt DeLaurentis (Dragonheart, Schweigen der Lämmer, Dune, Conan, ganz viele Teenie-Filme der 90er) und DaSilva (Predator, LeathelWeapon, StirbLangsam etc.).

Das sind 3 Firmen, die seit ca. 50 Jahren 90% der Filme gemacht haben, die du kennst.
Und die arbeiten alle nach dem Konzept. Die argumentieren auch so. Weil glaub nicht, dass wenn Steven Spielberg an ne Tür klopft die sagen: Ach Sie sind Herr Spielberg, nehmen Sie unsere Millionen.
Der hat mit derselben scheiße zu kämpfen wie du. Jedes mal auf ein neues. Weil 99 von 100 dem erzählen, warum das nicht geht.

Du siehst das auch manchmal in den Produkten, weil das ist nicht schwarz-weiß, du hast auch Produzenten die versuchen es – aber das sind Menschen – die können sich nicht von einem auf den nächsten Tag ändern.
Nimm Legend oder das Conan Remake. Da sagt plötzlich der Produzent: Äh, klassischer Soundtrack verkauft sich nicht, wir nehmen Elektro-Mucke für ein modernes Publikum.
Warum? Weil er das jetzt glaubt. Das ist jetzt in. Das wollen die Leute.
Dann wird mal eben Jerry Goldsmith (der Mann ist ernsthafter Komponist) gefeuert und ne Band angestellt. Oder die quatschen dir so ins Produkt – dass am Schluss die guten Leute sagen:
Wisst ihr was? Tschüss. Viel Glück. Und dann hast du noch die übrig – die das machen weil das ein Job ist und denen es nur darum geht – Kohle dafür zu kriegen.

Das ist ja das Argument was du bei öffentlich rechtlich finanzierten Sachen immer hörst:
Die haben das Geld eh, das heißt, da gibt es keinen Verlust, sind aber nicht bereit dann mal innovativ zu sein. Da kann keiner mehr innovativ sein, weil da arbeitet keiner mehr, der das macht um TV-Geschichte zu schreiben. Die haben alle einen Chef und eine Familie die die ernähren wollen. Und selbst wenn du einen holen würdest – der ist ein Risiko – weil selbst wenn der Erfolg hat – stehen solche Leute auf der Straße.
Das ist der Teufelskreis, den hast du überall in den Unterhaltungsmedien, mit Ausnahme bei Computerspielen – und dann nur firmen-abhängig.

Das Problem sind nie die Kreativen. Die wollen ja Qualität machen. Das Problem sind die Leute die davon leben bzw. die produzieren. Weil denen geht es nicht um Qualiät, denen geht es um verkaufen. Und die paar Mann – die sagen – du kannst Qualität verkaufen – und diesen Balanceakt verstehen – die kannst du an einer Hand abzählen.
Aber das hat nichts mit Film zu tun. Hab mal eine Idee wo es um was geht.
Wenn du da jemanden findest – der deine Idee positiv weiterleitet und darauf aufbaut – das ist 1 unter 100. Du wirst eher 99 haben, die dir sagen werden – warum das nicht geht oder nirgendwo hin führt oder warum sie DAS nicht wollen.
Die reden alle: Warum gibt es nicht X,Y,Z in Branche A,B,C. Mit dem Mund sind die alle dabei.
Glaube keinem der sagt: Wir suchen neue, innovative, was auch immer...
99 von denen wollen nix innovatives – oder qualitatives – die wollen genau das – was sie machen nur in einem anderen Farbton für den Markt den sie anvisieren.

In dem Fall das Kino-Publikum was in den ersten Wochen nach Filmstart in ein Kino geht.
Weil nur DANN verdienen die Studios.
Schreib mal was innovatives in Fantasy. Dann guckst du mal was dir die Verlage sagen.
Das so ein Ding wie HarryPotter überhaupt verlegt wird – das ist pures Glück und sobald die – die dir vorher noch gesagt haben: Das ist der Untergang des Abendlands – das sehen, springen die ganz schnell auf den Zug auf – weil denen geht es um verkaufen.
Und selbst wenn du was ähnliches hast, wirst du hören: Ja das ist aber nicht Potter genug.
Weil Potter ist X,Y,Z (übersetzt: Die gucken wieder auf den Markt und NICHT auf die Leute die sie bislang nicht haben).

Aber das hast du überall. Versuch mal kreativ zu sein. Innovativ zu sein.
Hier ist auch so ein Beispiel.
Gibt erst mal 10 Leute die sagen - warum wir nicht James Dean in Filme machen sollen...

Weißt du was mein Punkt ist: Das ist nicht James Dean.
Wie auch ein Bild von einer Pfeife keine Pfeife ist.^^ (Ist ein Zitat).
Deswegen würde ich an so ein Produkt niemals glauben.

Nur auf der anderen Seite - geb ich mich nicht dem Irrglauben hin - dass wir hier eine moralische Position einnehmen. Denn: Nein. Wenn das Julius Caesar wäre - hätte damit niemand ein Problem.
Dass das auch ein realer Mensch war - da laufen Leute für ins Museum und gucken sich die Knochen von Müttern, Vätern, Großvätern, Großmüttern ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden - dass das reale Menschen sind. Die vielleicht auch ein Persönlichkeitsrecht haben.
Wenn du lang genug tot bist - verlierst du das. Da geht keiner mit Verantwortung mit um. Ne Mumie, ist ne Mumie. Das ist kein Mensch mehr.

Den einzigen Vorwurf den ich denen mache ist -dass sie hier Kaptial aus James Dean schlagen. Denn wenn sie den Jimmy Donnie nennen würden - würde das keine Sau interessieren. Wenn sie das aber täten - hätte ich kein Probelm damit - weil ich lebe nicht in einer Welt wo so etwas ein Problem ist.
Da bin ich ziemlich alleine mit der Einstellung - "lass die scheiß Pyramiden zu".^^

Das ist nicht James Dean. Das ist eine Figur die nach James Dean aussieht.
Und ich bin ein James Dean-Fan (von seinem Stil-als Schauspieler, also es geht um Technik) und ich bezweifle so weg - dass irgendein Animateur auf diesem Planeten das reproduzieren kann.
Weil weißt die Leute die das können - das sind Menschen wie Robert deNiro.
DIE spielen so. DAs ist die Klasse die du haben musst, um da hinzukommen.
Die hat niemand vor nem Rechner in CGI-Firma X. Weil wenn der das könnte - würde der auf ner Bühne stehen und wir würden alle seinen Namen kennen.
Du machst nicht mal eben James Dean. Ne Pose vielleicht. Das war es auch schon. Deswegen reden wir aber nicht von James Dean.^^
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  #10  
Alt 22.04.2020, 21:21
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Hierzu noch ein Artikel: So könnten Deepfakes die Film- und Fernsehwelt verändern ... Ich wusste ja, dass das um sich greifen würde ...
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  #11  
Alt 23.04.2020, 10:35
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Also, ich bin nicht zwiegespalten, für mich ein ganz klares nein, keine Toten Menschen um einen Film zu machen.

Aber, es gibt durchaus künstlerische und filmerische Ausnahmeaspekte in denen es angebracht ist.
Da wären im filmischen Aspekt einmal Carrie Fisher in Star Wars und Brandon Lee in The Crow.
Im künstlerischen Bereich sehe ich z.B. Forrest Gump
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  #12  
Alt 23.04.2020, 15:15
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Zitat von mijarena Beitrag anzeigen
Also, ich bin nicht zwiegespalten, für mich ein ganz klares nein, keine Toten Menschen um einen Film zu machen.
Da stimme ich Dir zu. Man muss nicht alles machen, nur weil es technisch möglich ist.

Zitat:
Zitat von mijarena Beitrag anzeigen
Aber, es gibt durchaus künstlerische und filmerische Ausnahmeaspekte in denen es angebracht ist.
Da wären im filmischen Aspekt einmal Carrie Fisher in Star Wars und Brandon Lee in The Crow.
Im künstlerischen Bereich sehe ich z.B. Forrest Gump
Du meinst, dass man bei Brandon Lee mit technischen Tricks arbeiten musste, weil er ja während der Dreharbeiten gestorben war und man diese sonst nicht hätte zu Ende führen können? Und bei Star Wars genau das Gleiche?
Ja, das ist richtig. Ich könnte mir vorstellen, dass sowohl Brandon Lee als auch Carrie Fisher damit einverstanden gewesen sein würden - und sei es bloß, damit die ganze Arbeit nicht umsonst gewesen ist.

Bei "Forrst Gump" denkst Du vermutlich an die ganzen Einblendungen von u. a. historischen Persönlichkeiten (wie er vor Kennedy steht und ihm erklärt, dass er jetzt ganz dringend auf's Klo muss usw. ). Ja, auch hier stimme ich Dir zu.

Aber sonst ist das Ganze ein absolutes No-Go - zumindest für uns. Für die Filmindustrie offensichtlich nicht.
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  #13  
Alt 24.04.2020, 06:45
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Nicht nur das. Bei Carrie Fisher war es in Rough One auch die Überleitung zur Episode IV.
Es war nur eine kurze Szene und in dieser Szene nur ein kurzer Augenblick. Ich finde, das war OK und angemessen.
Und tatsächlich in dieser Art auch respektvoll. Im Sinne von "wer sonst sollte das machen außer sie"
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  #14  
Alt 24.04.2020, 06:53
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mijarena mijarena ist offline
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Zitat von Hunin Beitrag anzeigen



Die hat niemand vor nem Rechner in CGI-Firma X. Weil wenn der das könnte - würde der auf ner Bühne stehen und wir würden alle seinen Namen kennen.
Du machst nicht mal eben James Dean. Ne Pose vielleicht. Das war es auch schon. Deswegen reden wir aber nicht von James Dean.^^
Da muss ich sagen, dass Du an dieser Stelle die Leistung einiger Synchronsprecher ganz schön unterschätzt. Eins der absolut herausragenden Beispiele, wo man das merkt ist Jodie Foster in Nell.
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  #15  
Alt 02.07.2020, 06:56
Shatiel007 Shatiel007 ist offline
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Zitat von Hunin Beitrag anzeigen

Das ist nicht James Dean. Das ist eine Figur die nach James Dean aussieht.
Und ich bin ein James Dean-Fan (von seinem Stil-als Schauspieler, also es geht um Technik) und ich bezweifle so weg - dass irgendein Animateur auf diesem Planeten das reproduzieren kann.
Weil weißt die Leute die das können - das sind Menschen wie Robert deNiro.
DIE spielen so. DAs ist die Klasse die du haben musst, um da hinzukommen.
Die hat niemand vor nem Rechner in CGI-Firma X. Weil wenn der das könnte - würde der auf ner Bühne stehen und wir würden alle seinen Namen kennen.
Du machst nicht mal eben James Dean. Ne Pose vielleicht. Das war es auch schon. Deswegen reden wir aber nicht von James Dean.^^
Bei Rogue One wurde es ja mit Tarkin (und das wäre wohl auch so gemacht worden, wenn Cushing nicht schon gestorben wäre - er wäre bei Rogue One über 100 Jahre alt gewesen) so gemacht, dass es nen Schauspieler gab, der eben am Set gespielt hat (und z.B. das "You may fire when ready" war aufm Punkt, die Bewegungen haben gepasst) und es wurde am Ende gut. Bei Dean würde es wohl ähnlich laufen, dass ein Schauspieler Dean studiert und kopiert und das ganze dann via CGI "übersetzt" wird. Möglich wäre es - aber halt auch hirnrissig, einen (vermutlich bis dato relativ unbekannten) Schauspieler damit zu beschäftigen, Dean zu spielen, wie er eine Rolle spielen würde - und dann zu argumentieren, dass nur Dean die Rolle hätte spielen können. Denn wenn ein Schauspieler es gut hinbekommt, Dean in der Rolle X zu spielen - wieso muss man halt dann noch Dean drüberlegen, weil niemand anderer die Rolle X spielen kann, wo es der unbekannte Schauspieler schon hinbekommen hat?

Natürlich wegen dem Geld - ein Dean (auch wenn er der heutigen Generation nicht so viel sagt wie Kim Kardashian) ist bekannt, der Film wird mehr Aufmerksamkeit bekommen und damit ists ne Win-Win-Situation für die Beteiligten. Würde man einfach nen Film machen und dem unbekannten die Chance geben, bekäme man (bzw. vielleicht sogar der unbekannte) viel Lob aber der Mörder-Reibach würde damit eben nicht gemacht werden.

Wenn tote Schauspieler "eingesetzt" werden - dann bitte nur, um halbfertige Filme fortzusetzen* (also Walker in seinem letzten Fast and Furious Film oder Hofmann in Panem) oder um nen perfekten Übergang zu finden (Leia und Tarkin in Rogue one, der ja zeitmäßig vor Episode IV spielt) und nicht um damit Reibach zu machen (sollte Walker nochmals für Fast and Furious zum leben erweckt werden, wie gemunkelt wird, wäre das für mich ne ähnliche Geschäftemacherei wie der - derzeit in der kritik stehende - Dean-Film).

CGI ist in der Filmwelt schon lange gang und gäbe - sei es um Meryl Streep in "The Devil wears Prada" faltenfrei zu bekommen, sei es um einen jungen Jack Sparrow zu generieren (anstatt nach einem Schauspieler zu suchen, der Depp ähnlich sieht) oder um eben Fantasy mit besseren Effekten auszustatten als so machen Low-Budget-Film wie Birdemic - da ist es leider nur eine Frage der Zeit gewesen, bis solche Ideen wie die Besetzung von Rollen mit toten Schauspielern.
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