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Die Hobbitstämme und ihre Wanderungen

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Alt 22.10.2018, 16:31
Wilferedh Wilferedh ist offline
Vampirjaeger
 
Registriert seit: 09.2018
Beiträge: 390
Lightbulb Die Hobbitstämme und ihre Wanderungen

Allgemeines:
Die Hobbits sind eine der Sprachmächtigen Arten von Mittelerde, ursprünglich eng mit den Menschen verwand.
Obwohl im Ersten Zeitalter geschaffen, waren Hobbits unauffällig und lebten in den Tälern des Anduin weitgehend unbeachtet von den anderen Völkern bis weit ins Dritte Zeitalter hinein. Um 1050 D.Z. flohen die Hobbits, die sich inzwischen in drei Gruppen, aufgespalten hatten, wegen des Bösen im Düsterwald nach Westen.
Im Jahre 1600 wurde das Auenland gegründet, und bald lebten fast alle Hobbits dort oder in Bree, wenngleich es im Jahre 2463 eine Kolonie von Starren auf den Schwertelfeldern gab und zur Zeit des Ringkriegs auch noch Hobbits auf der Wanderschafft Awaren.
Abgesehen von der Großen Pest von 1636 und dem langen Winter von 2758 lebten die Hobbits von Eriador größtenteils friedlich und behaglich im Auenland und in Bree, geschützt durch die Waldläufer des Nordens.
Ihre Bevölkerung wuchs, und zweimal wurde die Grenzen des Auenlandes ausgeweitet: Im Jahre 2340 besiedelten die Altbocks Bockland, und im Jahr 32 V.Z. wurde die Westmark dem Auenland hinzugefügt, ein Geschenk König Elessars.
Außer Gandalf und den Waldläufern interessierte sich bis zum Ringkrieg niemand für die Hobbits; nach dem Krieg jedoch, wegen der Heldentaten Frodos und seiner Gefährten, fanden Hobbits Eingang in die Lieder und Chroniken anderer Völker, was freilich nicht auf Gegenseitigkeit beruhte.
Erwähnung verdient die Tatsache, dass die Starren (siehe unten) der Schwertelfelder im Jahre 2463 matriarchalisch waren, und alle Hobbits waren vielleicht anfänglich in matriarchalischen Sippen organisiert.
Auch sollte betont werden, dass die Hobbits zwar die Bequemlichkeit liebten, kleinbürgerlich und misstrauisch gegenüber der Außenwelt waren, sich aber in Zeiten der Gefahr als mutig, geschickt und sehr widerstandsfähig erwiesen.
Gegen Ende des Dritten Zeitalters verwendeten in Mittelerde allein die Hobbits (zusammen mit den Menschen von Bree) Familiennamen.
Sie erreichten ein Lebensalter von etwa hundert Jahren; mit dreiunddreißig galten sie als erwachsen.
Hobbits sprachen zur Zeit des Ringkriegs Hobbitisch, einen Dialekt des Westron.
Sie schrieben meist mit einer Variante des Cirth, auch wen einige der gebildeten Hobbits die Tengwar kannten.
Hobbit ist eine Umsetzung von kuduk, ihrer eigenen Bezeichnung für sich selbst; das Wort ist verwandt mit dem übersetzten Rohirrim-Worts holbytla (Pl. holbytlan), eine Übersetzung des ursprünglichen Rohirrim-Worts kûd-dûkan "Höhlenbauer".
Die Bezeichnung im Sindarin lautet perian (Pl. periain oder periannath) und im originalen Westron banakil; beides wird übersetzt als "Halblinge".
Sie waren auch bekannt als das kleine Volk und die kleinen Leute.

Die Hobbit-Stämme:

a)- Die Harfüße
Der zahlreichste der drei Hobbitstämme.
Die Harfüße waren die ersten Hobbits, die über das Nebelgebirge nach Eriador kamen, etwa um das Jahr 1050 D.Z.
Die Harfüße waren die typischen Hobbits.
sie waren braunhäutiger als die Starren und die Falbhäute und auch kleiner und schmächtiger.
Sie liebten Hochland und Hügellagen und hielten am längsten an der Sitte fest, in Höhlen zu wohnen.
Die Harfüße hatten in alter Zeit viel Umgang mit den Zwergen und waren ihnen freundlicher gesinnt als andere Hobbits.

b)- Die Falbhäute
Der an Zahl kleinste der drei Stämme der Hobbits.
Um das Jahr 1150 D.Z. verließen die Falbhäute ihre Urheimat am oberen Anduin, überquerten das Nebelgebirge nördlich von Bruchtal und kamen nach Eriador, wo sie sich mit anderen Hobbits vermischten.
Da sie unternehmungslustiger und wagemutiger waren, fand man Falbhäute oft als Anführer von Sippen anderer Hobbits.
Marcho und Blanco, Gründer des Auenlandes, waren Falbhäute, und unter den Tuks, Bolgers und auch unter den Brandybocks fand sich ein starker falbhäutiger Einschlag.
Bilbo und Frodo Beutlin hatten auch Falbhäute-Blut in ihren Adern.
Die Falbhäute waren größer und schlanker als andere Hobbits und hatten hellere Haut und helleres Haar.
Sie liebten Bäume und Wälder und hatten mehr Geschick in Künsten als im Handwerk, und sie gaben ihren Kindern gern hochtönende Vornamen.
Die Falbhäute hatten auch ein freundschaftlicheres Verhältnis zu den Elben als die meisten anderen Hobbits.

c)- Die Starren
Der südlichste der drei Stämme der Hobbits.
Die Starren blieben am längsten von allen drei Gruppen in den Tälern des Anduin, doch um 1150 D.Z. zogen sie über den Rothornpass und ließen sich in Dunland oder dem Winkel nieder.
Die Starren des Winkels flohen um 1300 wegen der Bedrohung durch Angmar entweder nach Dunland oder zurück nach Wilderland, wo sie entlang des Schwertel wohnten.
Diese Ansiedlung existierte bis nach 2460; zur Zeit des Ringkriegs scheint sie jedoch nicht mehr bestanden zu haben.
Die Starren von Dunland wanderten um 1630 ins Auenland ein und ließen sich meist im Ost- und Südviertel nieder .
Zur Zeit des Ringkriegs fand man Starren häufig im Bruch und im Bockland.
Starren waren breiter und schwerer als andere Hobbits und die Einzigen, die Bartwuchs aufwiesen.
Einige Starren trugen bei schlechtem Wetter Stiefel.
Die Starren waren den Menschen freundlicher gesinnt als die anderen Stämme, und sie zogen Flachland und Flussauen vor.
Starren waren fast die einzigen Hobbits, die etwas von Bootfahren, schwimmen und Fischen verstanden.
Gollum (Sméagol) war ein Hobbit aus dem Stamm der Starren, (Anm. von Wilferedh; auch wenn er sich offenbar daran, vielleicht wegen seiner sehr langen Lebensdauer durch den Einfluss des Rings, nicht mehr erinnern konnte), geboren in deren Ansiedlung bei den Schwertelfeldern.
Um 2463 D.Z. fand sein Vetter Déagol beim Fischen den einen Ring, und Gollum ermordete ihn, um in dessen Besitz zu gelangen.
Bald wurde er seiner Familie verhasst und wurde aus der Hobbit-Gemeinde ausgestoßen.
Gollum versteckte sich im Nebelgebirge, während er immer mehr dem Bann des Rings verfiel, bis 2941, als der Ring ihn verließ.
Die Starren von Dunland lernten dort eine Sprache, die mit dem Dunländischen verwand war, und noch am Ende des Dritten Zeitalters behielten sie viele seltsame Worte und Namen bei.
Der Name "Starren" ist abgeleitet von einem alten Wort stor "stark" und hat mit "starr" nichts zu tun.

Quellennachweis: Das große Mittelerde Lexikon von Robert Foster
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