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  #41  
Alt 20.11.2012, 08:38
Benutzerbild von Formorian
Formorian Formorian ist offline
Dunkler Wanderer
Drachentoeter
 
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Na ja, dann will ich auch mal (auf die zahlreichen Grammatik- und Satzzeichenfehler will ich nicht näher eingehen; ich nehme an, du hast den Text ohne nochmaligem Durchsehen direkt hier reingestellt. War bei mir am Anfang nicht anders ).
Insgesamt schaffst du hier ein gewaltiges Bild voller eindringlicher Symbolik; die innere Zerrissenheit des Protagonisten kommt verständlich rüber (du könntest es noch toppen, indem du näher auf seine momentanen Gefühle eingehst. Emotionen wie Zorn, das Gefühl ungerechter Behandlung, zugleich Sehnsucht nach dem einen Moment ungetrübten Glücks, und wieder Empörung über den Betrug an ihm und seinem Leben). Das gähnende Nichts, der hinschmelzende Schnee, die Interesselosigkeit seiner Umgebung, all das erschafft ein bewegendes Bild. Der Protagonist wird einem sofort sympathisch, denn jeder hat wohl Ähnliches schon einmal erlebt.
Wenn dies ein Prolog sein soll, kann ich nur sagen: Bravo! Besser gehts nicht. Das Interesse ist geweckt, man steckt bereits in der Hauptperson drin, und Neugier auf mehr stellt sich von selbst ein.
Etwa bei mir...
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Die klügsten und kreativsten Menschen werden von den phantasielosesten Vollpfosten niedergeschossen.
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  #42  
Alt 20.11.2012, 10:07
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Cassandra Cassandra ist gerade online
Abyssus abyssum invocat
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Zitat:
Zitat von Marius Beitrag anzeigen
An der Kante der Welt stand ein Mann. Er trug dunkle, lederne Kleidung wie es in der nördlichen Mark üblich war und ein Schwert hing auf seinem Rücken.
Eigentlich war es [er] kein besonderer Mann. Er war weder schön noch hässlich, weder muskulös noch schwächlich, weder dick noch dünn, weder klein noch groß. Er hatte kurzes braun, schwarzes Haar und ebenfalls braune Augen. [Eigentlich könntest Du das weglassen oder kürzen. Diese Aufzählung stört ein wenig den ansonsten düsteren Charakter des Ausschnitts.]
Der Mann war der zweite Sohn eines Fürsten und würde somit nichts erben. Kurz[,] er war ein Niemand. Sein Vater würde ihn an irgendeine Tochter eines anderen Fürstens verheiraten, nur um an dessen Land zu kommen. Wahrscheinlich an die hässliche Valentine vom Adlerpass. Ihm grauste es bei dem Gedanken. Der Mann war sehr verzweifelt! [Evtl.: Dem Mann grauste bei dem Gedanken und er war sehr verzweifelt.]
Und nun stand er hier an der Kante der Welt. Die Erde brach vor ihm einfach ins dunkle, schwarze Nichts ab.
Er drehte sich noch einmal rum. Sein Pferd, ein alter Schimmel glotze[,] [glotzte] ihn an. Ihm würde es egal sein[,] ob er sprang. Hinter ihm lag [Evtl: Etwas weiter hinten ... ] der dunkle Wald. Vom Wind gebeugte Kiefern standen wie eine Armee in Reih und Glied vor ihm. Auch ihnen wäre es egal[,] wenn er springen würde.
Ein paar einzelne Schneeflocken trudelten [Evtl.: ... wurden vom Wind ...] durch die Luft [getrieben]. Sobald sie den Boden berührten[,] schmolzen sie dahin, genauso[,]wie sein Traum von einem glücklichen Leben. Zu seiner Rechten lag das graue Meer. Kleine Wellen rauschten immer wieder den Kiesstrand hinauf und transportierten [„Transportieren“ steht immer alleine, ohne „mit sich“. Entweder Du schreibst „transportieren“ eben ohne das „mit sich“ am Ende oder Du formulierst es so: … und führte morsches Schwemmholz mit sich.] morsches Schwemmholz mit sich.
In der Ferne heulte ein Wolf und neben ihm, vom Geheul aufgeschreckt flatterte[,] eine Eule gen Himmel. [Die Stelle hier gefällt mir extrem gut! Sie ist zwar symbolisch sehr stark aufgeladen, aber es passt prima zu dem Text.]
Er drehte sich wieder um. Seine Fußspitzen lugten schon über die Kante. Noch einmal überlegte er [fragte er sich], wer wohl um ihn trauern würde.
Sie! Sie würde um ihn trauern. Aber was brachte ihr das schon[?] Sie war die Tochter eines Müllers. Er dachte an ihr Lächeln und daran wie er ihr immer das Mehl, das nach der Arbeit in ihren blond,gelockten Haaren hing, hinaus gebürstet hatte. Fast überlegte er [dachte er schon daran] , nicht zu springen. Er dachte weiter an das Mädchen [Evtl.: Für einen Moment existierte in seinen Gedanken nur noch dieses Mädchen - …], seine einzige wahre Liebe. Der junge Mann dachte an ihre blau, grünen [blaugrünen] Augen und an die eine Nacht [Komma entfernt] in dem verlassenen Heuschober.
Dann schob sich das Bild seines Vaters in seine Erinnerungen. Sein höhnisches Lächeln, als der alte Mann mit den grauen Haaren [Würde ich evtl. weg lassen, weil es hier nur stört.] ihm ins Gesicht sagte, dass er sie nie wieder sehen durfte [dürfe], da sie es nicht Wert währe [wäre --> besser: sei] und vom Stand [von ihrer Herkunft] viel zu weit unter ihm [stünde] . Er hatte der Familie [des Mädchens] befohlen weg zuziehen [wegzuziehen] und sich in der Gegend nie wieder blicken zu lassen, da sie das sonst mit dem Tode bezahlen würden.
Er war zusammengebrochen auf dem kalten, steinernen Boden der grauen Halle. Tränen waren ihm durchs [übers] Gesicht geflossen. Sein Vater, sein Bruder und die Wölfsköpfe, die die Wände der Halle schmückten hatten erbarmungslos auf ihn hinab geblickt. [Der Satz klingt ein bisschen merkwürdig. Evtl.: Sein Vater und sein Bruder hatten erbarmungslos auf ihn hinab geblickt und selbst die Wolfsköpfe an der Wand schienen ebenfalls keinerlei Mitleid zu empfinden.] Er war hinaus gerannt und hier her [hierher] geritten. Ans Ende der Welt. Ans Ende.
Auch jetzt rollte wieder eine einzelne Träne seine Wange hinunter [hinab]. Sie hinterließ eine saubere Spur im Dreck und Staub des Rittes, der seine Zeichen auf dem Gesicht des Mannes hinterlassen hatte.
Er schaute nochmal in [... warf noch einen Blick auf ...] die Landschaft und streckte [breitete] die Arme aus. Der Wolf heulte erneut.
Er ließ sich fallen. Ins Nichts.
Der Schimmel schaute ihm kurz hinterher, dann senkte es [er] den Kopf, nicht um Trauer zu zeigen, sondern nur aus dem simplen Grund des Hungers. Es [Evtl.: Das Tier begann ... ] begann an einem der kleinen Heidekrautbüsche zu zupfen und würde nie wieder einen Gedanken an den Mann verschwenden, der eben in den Abgrund gesprungen war.... "

Ja, ich kann mich da dem Dunklen Meister nur anschließen . Das Bild, das Du da oben zeichnest hat eine ganz eigene, den Leser berührende Stärke. Ich weiß ja nicht, ob Du das absichtlich gemacht hast - aber es ist ein prima Kniff, wenn die äußere Umgebung den Seelenzustand der Figur wiederspiegelt.
Auch die Wiederholung des Wortes "Nichts" ist hier sehr passend: man denkt dabei unwillkürlich an das Ende von Allem, das Ende von einem selbst, das Nichts da draußen ... Es kann ebenfalls als Synonym für die Gleichgültigkeit seines Umfeldes stehen.
Was soll ich sagen - wir hatten ja mal eine Diskussion zum Thema "Der Erste Satz" in einem anderen Thread. Ich bin immer noch der Meinung, dass dieser eine Satz nicht unbedingt für das ganze Buch sprechen sollte/ dürfte, ABER: wenn der erste Abschnitt eines Buches so aussieht, wie Deiner hier - Mann, dann wird das Buch sofort gekauft. Spannung in so wenigen Zeilen aufzubauen, ist echt ein Talent.
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Geändert von Cassandra (27.01.2013 um 17:11 Uhr)
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  #43  
Alt 20.11.2012, 11:17
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Laura Laura ist offline
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Also meine Lieber, kleine Frage, wie alt bist du? Weiß nicht ob du uns das schon verraten hast. Weiß allerdings noch, dass du mich und Cassie(bei welcher es natürlich begründet ist ) als alt bezeichnet hast
Nun denn, ich darf mal annehmen, dass du noch keine zwanzig bist, stimmts?
Also Respekt, für einen, noch in den Windeln liegenden , Autor war das ganz großes Kino. Gut, dass Cassie die unangenehmen Sachen, sprich Rechtschreibung und so weiter, schon erledigt hat, jetzt kann ich wieder eher allgemein bleiben. Ich bin, wie sie, auch der Meinung, dass ein erster Satz rein gar nichts über ein Buch aussagt und dieser auch nie der Grund wäre, dass ich ein Buch kaufe. Doch würde ein Buch solch einen Prolog aufweisen, würde es sofort mir gehören. Das war mit Abstand der beste Text von allen, die du uns bisher gepostet hast. Es hat soviel Gefühl, beinahe als hättest du selbst schon einmal etwas ähnliches erlebt. Natürlich kennen wir die tragische Form der Liebesgeschichten, reich trifft arm, schon zu genüge, doch ist sie so schön dargebracht, berührt es einen doch immer wieder aufs Neue. Ein Großer hätte das nicht besser hingekriegt.

Ps.: Heb jetzt aber bloß nicht ab deswegen. Zuviel Lob tut den jungen Leuten ja bekanntlich nicht gut, ich mein so im Rampenlicht zu stehen, plötzlich driften sie ab, sprich Alkoholkonsum und so weiter und werden von Fotografen geblitzt wie sie aus dem Auto steigen und dabei keine Unterwäsche tragen Dies passiert allerdings nur wenn man einen kurzen Rock trägt, folglich denke ich nicht, dass das Teil deiner Zukunft werden wird.
Sorry bin heute wieder zum schwafeln aufgelegt.
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Du ahnst nicht im geringsten wie kostbar das Leben sein kann, solange du nicht selbst Leben erschaffen hast

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  #44  
Alt 20.11.2012, 17:28
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Marius Marius ist offline
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Tja äh ich bin jetzt doch ein bisschen baff über diese extrem guten Rückmeldungen :D
Ich weis Rechtschreibung ("währe" hust hust ach herje :D) ist nicht meine Stärke... :D bin mal gespannt wie ichs durch den Deutsch LK schaff ;D
Bin auf jeden Fall froh das euch der Prolog besser gefällt als der Letzte :D
Wie alt ich bin Laura? :D In etwas mehr als 200 Tagen 18, also doch nicht mehr so jung :D und ich habe auch nicht plötzlich Röcke zu tragen ;P
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  #45  
Alt 21.11.2012, 08:36
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Zitat:
Zitat von Marius Beitrag anzeigen
An der Kante der Welt stand ein Mann. Er trug dunkle, lederne Kleidung wie es in der nördlichen Mark üblich war und ein Schwert hing auf seinem Rücken.
Eigentlich war es kein besonderer Mann. Er war weder schön noch hässlich, weder muskulös noch schwächlich, weder dick noch dünn, weder klein noch groß. Er hatte kurzes braun, schwarzes Haar und ebenfalls braune Augen.

"Auf den ersten Blick schien nichts Besonderes an dem Mann zu sein, gar nichts. Ein Reiter, vielleicht 25 Jahre alt, einfach gekleidet, vielleicht irgendein Söldner. Denn, wenn auch seine sonnenverbrannte Haut und das schwarze Haar die Leute an einen Zigeuner denken ließen, so wies das Schwert mit der schwarzen Scheide und dem abgenutzten Heft, welches er über den Rücken trug, darauf hin, dass er sich wohl nicht als Schausteller oder Kesselflicker durch das Leben schlug."

Daran kann man mal wieder sehen, dass es eigentlich nichts wirklich Neues zu Schreiben gibt. Die Ähnlichkeit der Personenbeschreibung fiel mir gleich in die Augen, obwohl die Geschichten ja ansonsten überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Weiter hinten in der Geschichte wird sogar erwähnt, dass auch mein Prota ein jüngerer Sohn eines Fürsten ist und überwiegend in Leder gekleidet herumläuft.

Mach Dir aber nichts daraus, lieber Marius. Auch ich finde, dass Dein Prolog den Leser sehr gut in die Situation des jungen Mannes hineinfühlen lässt.

Ein paar Kleinigkeiten sind mir aber doch aufgefallen. Du verwendest mehrfach das Wort "Kante". Das mag für die Abbruchkante eines felsigen Steilufers sogar korrekt sein, aber an dieser Stelle und so gehäuft verwendet, liest es sich für mich ein bisschen ... hm, kindlich. Bei einer Kante denke ich spontan an eine Tischkante oder einen Brotkanten oder so. Hier empfinde ich es einfach nicht als dramatisch genug. Vielleicht magst Du es noch ein bisschen auf Deiner Zunge zergehen lassen und überlegen, ob es aus Deiner Sicht wirklich das richtige Wort ist.

Und nicht nur dieses Wort, auch andere Worte, bzw Formulierungen wiederholst Du mehrfach. Da fällt mir zuerst die Absicht des jungen Mannes auf, zu springen. Ich müsst noch mal nachsehen, aber ich glaube beinahe, Du erwähnst es sogar vier Mal. Ich meine, dass Du dem Sprung selber mehr dramatik verleihen könntest, wenn Du ihn nur das eine Mal am Schluss ausdrücklich nennst. Das Tier begann an einem der kleinen Heidekrautbüsche zu zupfen und verlor keinen Gedanken an den Mann, der eben in den Abgrund gesprungen war...(Gekürzt, denn Pferde grübeln ohnehin nicht so viel nach.) Davor, wenn Du beschreibst, wer alles an seinem Schicksal Anteil nimmt oder nicht, kannst Du auch schreiben, dass es ihn, sie oder es nicht kümmern würde, ob es ihn noch gäbe, oder dass ihn auch diese Person/dieses Pferd und so weiter nicht vermissen würde. Dadurch erzeugst Du zwar eine depressive Stimmung, aber Du hebst Dir den Knaller für den Schluss auf.

Dass er "sehr verzweifelt" war, würde ich weglassen, Das kommt in Verlauf Deines Prologs ausreichend zur Geltung, als dass Du es ausdrücklich schreiben müsstest.

Auch die geballte Aufzählung von Nicht-Eigenschaften des jungen Mannes am Anfang ist zu viel. Das beurteile ich genauso wie Cassandra. Es stört extrem den Lesefluss. Die Haarfarbe würde ich als braunschwarz bezeichnen, nicht als braunes, schwarzes Haar.

Den Schimmel würde ich nicht "glotzen" lassen, denn das beinhaltet ein gewisses Interesse. Vielleicht würde besser passen: "gab seinen Blick gleichgültig zurück"?

Und last, but not least: Ich finde, dass "vom Wind gebeugte Kiefern" nicht wirklich "wie eine Armee in Reih und Glied" wirken können. Das ist irgendwie ein Widerspruch in sich. Ein anderes Bild aus dem Lebensalltag des jungen Mannes könnte aus meiner Sicht besser harmonieren. Zum Beispiel könnten die Bäume " sich hinter ihm zusammendrängen wie die tuschelnden Klatschweiber im Dorf" oder so.


Ach ja, und an dieser Stelle habe ich auch ein kleines Problem: "Fast überlegte er, nicht zu springen. Er dachte weiter an das Mädchen, seine einzige wahre Liebe. Der junge Mann dachte an ihre blau, grünen [blaugrünen] Augen und an die eine Nacht, in dem verlassenen Heuschober."
Diese sehr emotionalen Erinnerungen kommen ein bisschen wie eine Aufzählung rüber. Da fehlt aus meiner Sicht ... äh, das Emotionale, Sehnsüchtige. Statt "fast überlegte er, nicht zu springen", was ohnehin den dramatischen Schluss zu sehr vorweg nimmt, könntest Du etwas schreiben, was einen kleinen Sonnenstrahl durch das Düstere der Situation leuchten lässt, so dass die Verzweiflung des jungen Mannes scheinbar weniger umfassend ist und er im Leben doch etwas Lebenswertes finden kann. Die nachfolgende Situation mit seinem Vater wirkt dann noch brutaler.
Vielleicht im Sinne von:

Sie! Sie würde ihn vermissen. Sie war die Tochter eines Müllers, seine einzige wahre Liebe. Er dachte an ihr Lächeln und daran, wie er ihr das Mehl aus ihren blondgelockten Haaren gebürstet hatte. Ihretwegen war er beinahe versucht, seine Absicht aufzugeben. Er an ihre blaugrünen Augen und an diese eine Nacht in dem verlassenen Heuschober.

Dieser Satz "Aber was brachte ihr das schon" klingt ganz unpassend. Trauer bringt nie etwas, sie ist immer eine Belastung. Ich würde ihn ganz weglassen.
Dass der Junge "immer" das Mehl aus dem Haar gebürste hat, würde ich auch nicht schreiben, denn es war ja nur eine Nacht, und vorher haben sie zum Kennenlernen ja vielleicht auch was anderes gemacht, als sich gegenseitig die Haare zu bürsten.

Wiederholungen können ein Stilmittel sein. Sie können eine Aussage unterstreichen oder andeuten, wie durcheinander jemand ist. Aber man sollte sie mit Überlegung und sehr sparsam einsetzen, weil sonst der Autor verwirrt wirkt. Vertrau mir, ich bin Spezialist für Schachtelsätze und Verwirrtheit.

Nee, aber lass Dir von meinem Gemecker nicht den Tag verderben. Dein Prolog ist wirklich schön. Aber es gibt ja nichts, was nicht noch besser werden könnte.

Geändert von Hobbyschreiber (21.11.2012 um 08:51 Uhr)
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  #46  
Alt 21.11.2012, 18:50
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Hmm ja bei den meisten Punkten hast du wahrscheinlich Recht. Die Aufzählung am Anfang habe ich schon umgeändert . :) Die anderen Sachen werd ich mir mal durch den Kopf gehen lassen ;) Das mit der Kante, hmm ich weis nicht so Recht. Wenn ich nur sagen würde der Abgrund der Welt oder sowas dann klingt das einfach nur wie eine sehr tiefe Schlucht. Ich will aber verdeutlichen das dies wirklich die Kante ist! Das Ende! Meine Welt ist eine Scheibenwelt, dass will ich direkt klar machen! Es gibt 2 Seiten, wie bei einer Münze. Einfach nur Knick klingt zu harmlos und Bruch als wäre dort die Erde abgerutscht... Mal sehn :D Zu der Sache mit dem 2ten Sohn des Fürsten :D Du hast Recht des hört sich ähnlich an :D Allerdings und das denke ich könnte bei mir schwierig werden. Da bin ich mir nicht so sicher und würde mich über n paar Meinungen freuen. Also der Fürst heißt Canon (zumindest im Moment) und ist eigentlich der Böse! Aber er soll nicht so als ein Monster hingestellt werden. Gut und Böse ist Ansichtssache und das soll auch irgendwie durchkommen... Was haltet ihr davon? Weil wie ihr ja schon gesagt habt man fühlt mit ihm im Prolog? Schließt sich das dann aus?
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  #47  
Alt 21.11.2012, 19:19
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Gut und Böse ist Ansichtssache und das soll auch irgendwie durchkommen... Was haltet ihr davon? Weil wie ihr ja schon gesagt habt man fühlt mit ihm im Prolog? Schließt sich das dann aus?
Hm, da hast Du recht. In dem Zusammenhang musste ich gerade an Denethor denken, den Vater von Boromir und Faramir. Bei seinem Charakter fällt es ebenfalls schwer, eine definitive Entscheidung zu treffen.
Evtl. könntest Du ja mal in "Der Herr der Ringe" nachlesen, wie Tolkien diese Problem angegangen ist. ^^
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  #48  
Alt 21.11.2012, 19:22
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Also meiner Meinung nach ist der dunklegrau, also eher Böse. Und außerdem ist er ja nicht der ober Böse, nicht Sauron.
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  #49  
Alt 21.11.2012, 19:37
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Nee, aber bei dem ist die Zuordnung ja auch relativ klar ^^ . Und der Vater von Deinem Jungen hier ist doch auch nicht der ultimative Ober-Bösewicht des Romans, oder?
Und selbst wenn - dann passt der Vergleich mit Denethor ja umso besser, der Deiner Meinung ja auch zu den eher Bösen zählt.
Aber grundsätzlich ist es immer sehr schwierig, Charaktere differenziert darzustellen. Diese platten Bösewichter aus früheren Filmen und Büchern à la Karl May bekommt jeder Depp hin. Aber wenn die Figur authentisch sein soll, muss man - damit sie glaubwürdig rüber kommt - zwangsläufig mehr Zeit aufwenden um die Person, ihre Gefühle sowie die Art und Weise ihres Handelns näher zu beschreiben.

Evtl. fallen dem einen oder anderen hier ja ein paar Bösewichter ein, die Dir vielleicht einen Denkanstoß geben könnten.
Ich steh´ da gerade ein wenig auf der Leitung ... Melde mich aber ggf später wieder zu diesem Thema ...
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  #50  
Alt 21.11.2012, 21:40
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He, ich hab nicht kritisiert, dass unsere Protas gemeinsame Züge haben. Ich habe es nur mit Staunen und Amüsement festgestellt. Vermutlich kennst Du keines meiner Bücher, Marius.

Eine denkbare Alternative zu "Kante der Welt" wäre eventuell "Rand", so wie es auch Pratchett, bzw. dessen großartiger Übersetzer Brandhorst formuliert hat. Soviel zum Thema Scheibenwelt.

Der Vater meines Prota ist in der Tat nicht der Antagonist. Das ist in den ersten zwei Bänden jemand anderes von einem ganz anderen Erdteil. Aber im geplanten vierten Teil spielt er eine größere Rolle. Der Prota ist auch kein zweiter Sohn, sondern fünfter von sieben Söhnen. Also wirklich Entwarnung: Keine weiteren Ähnlichkeiten außer einigen Äußerlichkeiten.
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  #51  
Alt 22.11.2012, 21:32
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Marius Marius ist offline
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Es sollte nicht böse rüberkommen ;) Tatsächlich witzig :D
So hier hab ich jetzt noch eine Kampfszene. Sie ist ziemlich alt, also ungefähr Tag 3 nach Schreibbeginn und ich glaube das sieht man ihr an. :)

Plötzlich stürmten mit lautem Gebrüll ein paar Männer um die Ecke und rannten nun die Hauptstraße auf sie zu. Sie alle trugen die schwarzen ledernen Panzer wie die beiden Toten. Niemand aus den Reihen des Dorfes rührte sich. Die Männer rannten weiter, schwangen Speere, Schwerter, Äxte und sogar ein paar Morgensterne. Plötzlich brüllte Marcus: „Für Balena!“, und rannte mit gezücktem Schwert auf die Männer zu. Sim folgte ihm. Alle anderen blieben stehen. Marcus erreichte den ersten Mann und duckte sich sehr geschickt unter dessen Schlag mit einem mächtigen Schwert hindurch, dann rannte er weiter und schnitt dem Soldaten im vorbeigehen den Bauch auf. Dieser bückte sich und probierte verzweifelt die Wunde zuzudrücken als auch schon Sim bei ihm war und ihn mit einem Streich seines Schwertes köpfte. Marcus war schon beim nächsten Mann diesmal wurde sein Schlag allerdings pariert und er verlor das Gleichgewicht und fiel zu Boden. Sim stürze sich mit wilden Schlägen auf den Mann, aber die Beiden waren rasch umzingelt. Juniuan stand da und schaute zu.
Stopp, dachte er plötzlich. Ich werde nicht zulassen das die beiden sterben. Noch bevor er über diese Entscheidung nachdenken konnte schüttelte er seinen Schockzustand ab, stürmte vor und riss sein Schwert aus der Scheide. Hinter ihm hörte er plötzlich die Männer brüllen und als er kurz zurück schaute sah er das nun auch sie mit gezogenen Waffen auf die Soldaten zu rannten. Juniuan erreichte den ersten und hielt vor ihm an. Sein Verstand sagte kämpfe aber sein Körper fragte wie. Er konnte keine geschmeidigen Ausfallschritte machen oder etwas in der Art. Der Mann vor ihm schaute ihn aus seinen dunklen Augen an und brüllte Juniuan dann ins Gesicht. Vor Schreck stolperte Juniuan ein paar Schritte zurück und lies fast sein Schwert fallen. Der Mann fing an zu lachen. Nun wurde Juniuan wütend und er riss sein Schwert hoch und schlug damit nach dem Mann. Dieser parierte den Hieb immer noch lachend mit leichtigkeit. Juniuan schlug noch mal nach dem Mann. Dieser sprang ein Stück zurück. Juniuans Schlag ging ins Leere und durch den Schwung des Schwertes kam er aus dem Gleichgewicht. Noch während er stolperte sah er wie der Mann sein Schwert schwang. Es war ein riesiges Bastardenschwert, welches mit zwei Händen geführt wurde. Juniuan tat in seiner Not das einzige was ihm einfiel. Er lies sich ganz fallen. Das Schwert schnitt über ihm durch die Luft. Jemand riss ihn an seinen Haaren wieder in die Luft. Seine Kopfhaut explodierte vor Schmerz. Es war der Soldat.
„Du bist zu jung um ein Krieger zu sein“ fauchte ihn der Mann mit seiner tiefen Stimme an. Tatsächlich sah Juniuan nun das sein Gegenüber mindestens zehn Jahre älter war als er selbst. Sein Gesicht war kantig und er hatte einen schwarzen, zerzausten Bart. Juniuan trat umsich doch der Mann schien die Tritte gar nicht zu spüren. Mit einer Hand hielt er das große Schwert. Er hob es langsam an Juniuans Hals.
„Und jetzt wärde isch disch langsam, ganz langsam töten.“ Er sprach mit einem furchtbaren Dialekt den Juniuan noch nie gehört hatte. Er fuhr mit dem Schwert langsam über Juniuans Hals und dieser spürte wie das scharfe Ende einen Haut durchdrang und Blut herausfloss. Juniuan strampelte erneut. Diesmal traf er den Mann an der Nase. Dieser heulte erschrocken auf und ließ Juniuan fallen. Dieser stürze erneut. Er lag eindeutig zu oft auf dem Boden in letzter Zeit. Diesmal rollte er sich schnell zur Seite, weg von dem Mann, der ihm nun mit großen Schritten hinterher eilte. Er sah sehr wütend aus. Blut lief aus seiner Nase und verfärbte den Bart. Juniuan rappelte sich auf und rannte weg. Er rannte über die Straße um eine Ecke und drückte sich dahinter. Der Mann lief mit großen Schritten an Juniuan vorbei. Er war sicher eineinhalb Köpfe größer als Juniuan. Er nahm all seinen Mut zusammen und packte eine der Wurfäxte aus seinem Gürtel. Der Mann war stehen geblieben und suchte jetzt nach Juniuan, aber er hatte sich noch nicht umgedreht.
„Wo bischt du hin kleiner Soldat?“, zischte er. Hier, dachte Juniuan und warf die Axt. Im Axt werfen war er immer gut gewesen sie hatten oft beim alten Nortuk in der Kneipe mit kleinen Äxten auf Zielscheiben geworfen. Juniuan hatte oft gewonnen. Die Axt traf den Mann unterhalb des Helms im Nacken. Der Soldat schrie auf und fiel nach vorne um. Dort zuckte er noch ein paar mal und blieb dann liegen. Ich habe getötet, dachte Juniuan, ich habe einen Menschen getötet. Ein seltsames Gefühl, eine Mischung aus Freude, Erleichterung und Trauer durchflutete ihn.

Ich freue mich schon auf eure Kommentare, aber Antworten werde ich wohl erst nächste Woche können, da ich euch am Wochenende leider nicht zur Verfügung stehe ;)

Ps.: Die krassen Rechtschreibfehler dürft ihr behalten :P
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  #52  
Alt 22.11.2012, 21:46
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Hört sich beim Überfliegen schon mal nicht schlecht an (hab´auch nix anderes erwartet ^^ ). Ausführlicher zu Gemüte führen werde ich mir die Stelle morgen früh - mit Rechtschreibfehlern und allem, was so dazu gehört .
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  #53  
Alt 23.11.2012, 14:52
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Oooookay, dann wollen wir mal ...

Zitat:
Zitat von Marius Beitrag anzeigen
Plötzlich stürmten mit lautem Gebrüll ein paar Männer um die Ecke und rannten nun die Hauptstraße [entlang, direkt] auf sie zu. Sie alle trugen die [gleichen] schwarzen, ledernen Panzer wie die beiden Toten. Niemand aus den Reihen des Dorfes rührte sich. Die Männer rannten weiter, schwangen Speere, Schwerter, Äxte und sogar ein paar Morgensterne [Dann sind das aber etwas mehr, als nur ein "paar" Männer ... ]. Plötzlich brüllte Marcus: „Für Balena!“, [Komma weglassen] und rannte mit gezücktem Schwert auf die Männer zu. Sim folgte ihm. Alle anderen blieben stehen. Marcus erreichte den ersten Mann und duckte sich sehr geschickt unter dessen Schlag mit einem mächtigen Schwert hindurch, dann rannte er weiter und schnitt dem Soldaten im vorbeigehen den Bauch auf. [Evtl.: Marcus erreichte den ersten der Männer - ein großer Kerl mit einem riesigen Bastardschwert - und duckte sich geschickt unter dessen Schlag hinweg. Während der andere wieder ausholte, konnte Marcus ihm mit einem gezielten Streich den Bauch aufschlitzen.] Dieser bückte sich und probierte verzweifelt die Wunde zuzudrücken [Evtl.: Der Krieger ließ sein Schwert fallen und presste mit schmerzverzerrtem Gesicht die Hände auf die klaffende Wunde, ...] als auch schon Sim bei ihm war und ihn mit einem Streich seines Schwertes köpfte. Marcus war schon beim nächsten Mann, doch diesmal wurde sein Schlag allerdings pariert - er verlor das Gleichgewicht und fiel zu Boden. Sim stürzte sich mit wilden Schlägen auf den Mann, aber die beiden waren rasch umzingelt. Juniuan stand da und schaute zu.
Stopp ["Stop"], dachte er plötzlich. Ich werde nicht zulassen, dass die beiden sterben. Noch bevor er ausführlicher über diese Entscheidung nachdenken konnte, schüttelte er seinen Schockzustand [Wieso ist hier von einem Schockzustand die Rede?] ab, stürmte vor und riss dabei sein Schwert aus der Scheide. Hinter ihm hörte er plötzlich die Männer brüllen und als er kurz zurück schaute, sah er, dass nun auch sie mit gezogenen Waffen auf die Soldaten zu rannten. Juniuan erreichte den ersten und hielt vor ihm an [Evtl. weglassen]. Sein Verstand sagte "kämpfe", aber sein Körper fragte "wie?". Er konnte keine geschmeidigen Ausfallschritte machen oder etwas anderes in der Art. Der Mann vor ihm schaute ihn aus seinen dunklen Augen an und brüllte Juniuan dann ins Gesicht. Vor Schreck stolperte Juniuan ein paar Schritte zurück und lies fast sein Schwert fallen. Der Mann fing an zu lachen. Nun wurde Juniuan wütend und er riss sein Schwert hoch und schlug damit nach dem Mann. Dieser parierte den Hieb, immer noch lachend mit Leichtigkeit [Evtl.: ... mit Leichtigkeit und immer noch lachend.]. Juniuan schlug nochmals nach dem Mann. Dieser sprang ein Stück zurück. Juniuans Schlag ging ins Leere und durch den Schwung des Schwertes [Evtl.: ... die Wucht seines eigenen Hiebes ...] kam er aus dem Gleichgewicht. Noch während er stolperte, sah er wie der Mann sein Schwert schwang. Es war ein riesiges Bastardschwert, welches mit zwei Händen geführt wurde [Kleine Bemerkung am Rande: Bastardschwerter werden auch Anderthalbhänder genannt. Man führt sie zwar im Grunde mit beiden Händen, aber es gibt dennoch einen Unterschied zum Zweihänder.]. Juniuan tat in seiner Not das Einzige was ihm einfiel. Er lies sich ganz fallen. Das Schwert schnitt über ihm durch die Luft. Jemand riss ihn an seinen Haaren wieder in die Luft [Evtl: Höhe]. Seine Kopfhaut explodierte vor Schmerz [Evtl.: ... brannte schmerzhaft ... ]. Es war der Soldat.
„Du bist zu jung um ein Krieger zu sein“ fauchte ihn der Mann mit seiner tiefen Stimme an. Tatsächlich sah Juniuan nun, dass sein Gegenüber mindestens zehn Jahre älter war als er selbst. Sein Gesicht war kantig und er hatte einen schwarzen, zerzausten Bart. Juniuan trat um sich, doch der Mann schien die Tritte gar nicht zu spüren. Mit einer Hand hielt er das große Schwert. Er hob es langsam an Juniuans Hals.
„Und jetzt wärde isch disch langsam, ganz langsam töten.“ Er sprach mit einem furchtbaren Dialekt den Juniuan noch nie gehört hatte. Er fuhr mit dem Schwert langsam über Juniuans Hals und dieser spürte wie das scharfe Ende einen [seine] [Und ich würde auch nicht "das scharfe Ende" sagen, sondern vielleicht "die scharfe Klinge"] Haut durchdrang und Blut herausfloss. Juniuan strampelte erneut. Diesmal traf er den Mann an der Nase. Dieser heulte erschrocken auf und ließ Juniuan fallen. Dieser stürzte erneut. Er lag eindeutig zu oft auf dem Boden in letzter Zeit. Diesmal rollte er sich schnell zur Seite, weg von dem Mann, der ihm nun mit großen Schritten hinterher eilte. Er sah sehr wütend aus. Blut lief aus seiner Nase und verfärbte den Bart. Juniuan rappelte sich auf und rannte weg. Er rannte über die Straße um eine Ecke und drückte sich dahinter. Der Mann lief mit großen Schritten an Juniuan vorbei. Er war sicher eineinhalb Köpfe größer als Juniuan. Er nahm all seinen Mut zusammen und packte eine der Wurfäxte aus seinem Gürtel. Der Mann war stehen geblieben und suchte jetzt nach Juniuan, aber er hatte sich noch nicht umgedreht.
„Wo bischt du hin kleiner Soldat?“, zischte er. Hier, dachte Juniuan und warf die Axt. Im Axtwerfen war er immer gut gewesen. Sie hatten oft beim alten Nortuk in der Kneipe mit kleinen Äxten auf Zielscheiben geworfen. Juniuan hatte oft gewonnen. Die Axt traf den Mann unterhalb des Helms im Nacken. Der Soldat schrie auf und fiel nach vorne um[Evtl.: ... und stürzte wie ein gefällter Baum zu Boden.]. Dort zuckte er noch ein paar mal und blieb dann liegen. Ich habe getötet, dachte Juniuan, ich habe einen Menschen getötet. Ein seltsames Gefühl, eine Mischung aus Freude, Erleichterung und Trauer durchflutete ihn.

Also im Grunde ist der Text wie gehabt sehr bildlich und lebensnah geschrieben. Aber man merkt, dass Du Dich mit dieser Kampfszene ein bisschen schwer tust - ich vermute mal, weil Du das Gefühl hast, Dich auf fremdem Terrain zu bewegen und deshalb die Kampfhandlung selbst lieber nicht allzusehr ausschmücken willst.
Nur ist sie so leider ein wenig ... wie soll ich sagen ... unübersichtlich. Ganz besonders auffällig ist folgendes: Du beschreibst immer eine einzelne Aktion - und als Leser fragt man sich dann unwillkührlich, was denn die anderen Figuren in der Zeit tun. Stehen die nur so herum? Immerhin müssten sich da ja eine Menge Leute tummeln. Und was ist überhaupt mit Marcus und Sim - während der Sache Juniuan vs. Soldat hört man garnichts mehr von den beiden.
Vielleicht könnte Dir ja unser Geweihter ein paar Tips geben, oder Du siehst Dir einfach ein paar entsprechende Filme an und lässt Dich von diesen ein wenig inspirieren.
Auch kommen mir zu oft die Wörter "Juniuan" und "der/ den/ dem Mann" vor - evtl. solltest Du hier für ein bisschen Abwechslung sorgen. ^^

Was mir gerade einfällt - diese Szene aus dem (ich glaube) ersten Ausschnitt, in der die Soldaten die Halle gestürmt hatten: da hast Du ein sehr rasantes Tempo vorgelegt und überhaupt keine Probleme gehabt, diverse Handlungen parallel zu beschreiben.
Evtl. denkst Du bei dem obigen Teil einfach zu viel nach und solltest Dich vielleicht eher von den Bildern leiten lassen, die Du in Deinem Kopf hast.
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Geändert von Cassandra (25.11.2012 um 01:11 Uhr)
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  #54  
Alt 25.11.2012, 14:09
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Oja :D Geweihter fass schnapp dir den Text :D
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  #55  
Alt 08.12.2012, 14:58
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So da ich ja lang nichts mehr reingestellt habe kommt hier mal wieder was :) Den Text werde ich noch in die 3 Person umschreiben.... Die Hauptperson (Juniuan also der ich Erzähler) und sein Freund Lucius wurden in den großen Wäldern des Nordens von Räubern überfallen und verschleppt...
Als ich erwachte sehnte ich mich direkt wieder in den Schlaf zurück. Mein Kopf fühlte sich an als ob eine Armee drüber marschiert wäre. Hin und her und hin und her. Dann machte ich einen großen Fehler. Ich bewegte den Kopf und sofort schien er zu explodieren. Schmerz überall. Dann der nächste Fehler. Ich schlug die Augen auf. Überall grelles Licht. Für einen Moment fiel ich in die Ohnmacht zurück. Schließlich hatte ich mich soweit gefangen das ich den Kopf ein bisschen drehen konnte und so meine Umgebung beobachten konnte. Von oben, durchs Blätterdach, schien die Sonne. Es sah wunderschön aus. Was nicht so schön aussah war der dicke Eisenring der um mein Bein geschlungen war und an dem eine Kette hing, die an einem Felsbrocken von der Größe einer Kuh befestigt war. Auf diesem Felsbrocken saß einer der Räuber. Nicht der, der gesprochen hatte, und auch nicht der, der mit dem Knüppel zugeschlagen hatte. Er schien jünger zu sein. Ungefähr so alt wie ich. Er trug einen Wolfspelz und der Kopf des Tieres hing wie eine Kapuze über sein Gesicht. Er schaute mich von oben her höhnisch an.
„Der Gefangene ist wach.“,brüllte er. Bei seiner Lautstärke wurde mir erneut schwarz vor Augen. Als er sah wie schlecht es mir ging huschte ein Grinsen über sein Gesicht.
„Sei froh, bald ist es vorbei.“, zischte er.
Bevor ich mir groß Gedanken über diese Aussage machen konnte, kam ein anderer der Räuber. Er zog den Jungen an den Schultern zurück, so das dieser im Dreck landete. Nicht ohne Schadenfreude beobachtete ich wie er schimpfend davon lief. Ich wandte mich meinem neuen Gesprächspartner zu. Ein gut gebauter Mann mit einem riesigen Breitschwert auf dem Rücken. Sein nackter Oberkörper zeigte endlos viele Narben. Er zog einen Schlüssel hervor der in seinem riesigen Pranken sehr zerbrechlich wirkte. Er schloss die Kette auf und packte mich, bevor ich auch nur an Flucht denken konnte, am Hals in die Luft. Der Dicke zog, oder besser, trug mich zu einem großen Lagerfeuer. Es befand sich mitten auf einer Lichtung. Um das Feuer standen ungefähr fünfzig Räuber. Die meisten in Wolfspelzen gehüllt. Neben dem Feuer stand der Räuber, der auf der Straße mit mir geredet hatte. Neben ihm Lucius, wie ich in Ketten gefangen. Trotzdem freute ich mich ihn zu sehen. Neben ihm stand ein mir fremder Mann. Er hatte dunkle von der Sonne gebräunte Haut und rote Haare. Er war eher klein aber muskulös gebaut. Er trug bunte Kleidung. Eine schwarze Stoffhose, ein grünes Hemd und einen blauen fein gestrickten Umhang. Dazu noch ein rotes Tuch was er sich um den Kopf gebunden hatte. Seine blauen Augen musterten mich skeptisch, eine Augenbraue hochgezogen. Ich fand er hatte ein paar Ähnlichkeiten mit einem Papagei. Nicht das ich schon mal einen gesehen hatte, aber man erzählte sie seien bunte Vögel. Mein Befreier stieß mich neben die zwei, umklammerte aber weiter meinen Hals. Aus der Menge trat eine Person. Acht weitere folgten ihr. Die erste Person war eindeutig eine Frau. Sie trug das Fell eines weißen Wolfs. Die roten Augen des Tiers schienen mich anzustarren. Unter diesem Fell trug sie aber wie die anderen acht die ihr folgten eine Rüstung. Sie trat vor mich und schaute mir in die Augen. Ich wagte nicht etwas zu sagen aus Angst es wäre das Falsche. Dann ging sie weiter zu Lucius, der sie zaghaft anlächelte, worauf sie ihm eine Ohrfeige verpasste, die meinen Freund fast in die Knie gehen ließ. Dann ging sie weiter zu dem Fremden. Dieser hatte wie ich jetzt sah die Hände hinter dem Rücken gefesselt.
„Lang nicht mehr gesehen Bello.“, sagte er zu ihr und spuckte ihr ins Gesicht. Sie schaute ihn nur weiter an. Dann drete sie sich um und sprach:
„Wir sind die Bruderschaft des weißen Wolfs, wir sind die Ritter des Waldes, wir haben Gefangene. Was soll mit ihnen geschehen?“. Die Umstehenden heulten und riefen Vorschläge. Insgesamt starb ich in neun von zehn Vorschlägen. In drei davon durch Folter. Ich blickte zu der weißen Wölfin. Sie grinste nur. In diesem Moment war ich mir sicher heute zu sterben und meine Frau nie wieder zu sehen. Die meisten Umstehenden brüllten aber Mond. Die weiße Wölfin hob die Hand. Sofort war Ruhe. Sie drehte sich zu einem ihrer Wölfe um.
„Hol Mond.“, befahl sie ihm. Dann wandte sie sich an den Fremden der ihr ins Gesicht gespuckt hatte.
„Ich würde dich ja alleine gegen meinen Sohn antreten lassen, aber ich fürchte es wäre ein kurzes Spektakel. Deswegen gebe ich dir deine Waffen und diese zwei Wanderer.“
Der Fremde zuckte nur mit den Schultern. Ich und Lucius wechselten einen erschrockenen Blick. Plötzlich weiteten sich Lucius Augen. Ich drehte mich um und was ich sah raubte mit den Atem. Aus dem Wald kam ein riesiger schwarzer Wolf. Die Menge brüllte Mond, Mond, Mond. Jemand warf dem Fremden zwei Dolche zu. Beide solang wie ein Unterarm. Ich und Lucius bekamen ein Schwert zu geworfen. Ich hob es vorsichtig auf und umklammerte es panisch. Es passierte viel zu oft in letzter Zeit das ich ein Schwert in der Hand hielt. Das war eine negative Entwicklung der ich trotz aller Kindheitsträume Einhalt gebieten musste. Lucius sah in etwa so aus wie ich mich fühlte nur noch etwas bleicher, hoffte ich zu mindestens. Der Fremde hingegen sah aus wie immer, also ich mein ich kannte ihn ja nicht, aber er sah ruhig aus, hoffte ich zumindest.
Mond kam langsam näher. Es war mit Abstand der größte Wolf den ich je gesehen hatte. Und er war schwarz wie die Nacht. Er heulte auf und mir lief es eiskalt über den Rücken. Die Menge um uns zog sich zurück nur wir drei und der Wolf standen noch da. Er kam langsam auf uns zu. Weil ich das Gefühl hatte irgendwas tun zu müssen ging ich langsam nach links. Lucius schaute mich zuerst irritiert an und ging dann nach rechts. Der Fremde blieb in der Mitte stehen. Der Wolf schaute sich um und wand sich dann wieder dem Fremden zu. Langsam lief er weiter auf den Mann mit den roten Haaren zu. Dieser blieb stehen. Plötzlich sprang der Wolf mit einem heulen auf ihn zu. Er drehte sich blitzschnell um die eigene Achse. Der Wolf flog an ihm vorbei. Der Fremde zog ihm den Dolch über die Seite. Der Wolf heulte auf, drehte sich aber wieder zum Fremden um. Blut lief von seiner Seite. Der Fremde rollte sich vor dem Wolf vorbei um auf dessen andere Seite zu gelangen und diesem wieder den Dolch über zuziehen. Der Wolf fuhr blitzschnell herum. Eine Tatze flog hoch und der Fremde flog durch die Luft. Der Wolf hetze hinterher. Der Mann probierte aufzustehen doch da war der Wolf schon über ihm.
„Mein Name ist Lexon aus dem Volk der Menschen der neun Meere, ich bin ein Seemann Aquas, ein Krieger des alten Reiches und du wirst mich nicht töten!“, brüllte er dem schwarzen Wolf in die Fratze. Die Dolche zischten durch die Luft. Einer flog davon und landete im Dreck. Der Wolf heulte. Der Fremde, Lexon, schrie und brüllte. Ich sollte ihm helfen, dachte ich und stürmte auf den Wolf zu. Das Schwert hoch über dem Kopf erhoben. Der Wolf fuhr zu mir herum. Seine weißen Augen, die mir endlich verrieten woher er seinen Namen hatte, schwebten nur ein kleines Stück vor meinem Gesicht. Eine Klaue fuhr hoch. Ich riss den Arm hoch. Krallen fuhren mir über den linken Arm und das Gesicht. Ich viel zu Boden. Lucius schrie meinen Namen und der Fremden brüllen. Und während ich da so lag, mitten im Moos, mein Gesicht brannte als hätte ich es in kochendes Wasser getaucht, und ich meinen Arm nicht mehr fühlen konnte, sah ich einen Vogel. Er flog scheinbar unberührt von meiner Not über die Lichtung. Die Sonnenstrahlen blendeten stark, trotzdem glaubte ich einen Falken zu erkennen. Er schwebte zu einem hohen Baum und landete dort neben einem unförmigen Klumpen der sich neben dem Stamm befand. Zuerst dachte ich es sei ein seltsamer Auswuchs des Stammes, aber dann bewegte der Klumpen sich. Eine Hand kam zum Vorschein und streichelte den Vogel. Dann erkannte ich das ein Mensch dort oben im Baum saß. Er trug Kleidungen in braun und grün Tönen. Es war eine junge Frau, etwas älter als ich. Sie hielten einen großen Bogen in der Hand. Jetzt erkannte sie, dass ich sie anstarrte und grinste mich frech an. Dann schaute sie auf. Ich folgte ihrem Blick und sah auch auf anderen Bäumen Menschen sitzen. Eigentlich auf allen Bäumen um die Lichtung. Sie schien etwas zu dem Falken zu sagen denn er stieg wieder auf und drehte eine Runde über der Lichtung. Dann schrie er einmal. Ich wand mich dem Geschehen auf der Lichtung zu. Niemand schien die neuen Zuschauer zu sehen. Der Wolf stand zwischen Lexon und Lucius eingekesselt aber beide bluteten. Ich schaute wider hinauf. Die Frau zeigte auf mich und hob dann den Daumen nach oben. Wieder schaute sie zu den anderen Menschen in Grün. Alle hoben sie den Daumen nur ein Mann fuhr sich mit dem Finger über den Hals. Dieselbe Prozedur vollführten sie mit Lucius und Lexon. Immer fuhr sich nur der eine Mann mit dem Finger über den Hals. Hinter mir knurrte der Wolf. Die Zuschauer heulten. Der Fremde, Lexon, ging zu Boden. Der Falke schrie. Ein anderer Vogel antwortete. Ich schaute wieder zu der Frau die plötzlich den Bogen gespannt hatte und einen Pfeil aufgelegt hatte. Neben ihr im Holz steckten weitere. Langsam stand sie auf und zog die Sehne ganz nach hinten. Sie zielte auf den Wolf und dann auf ein paar Räuber unter ihr. Die anderen zielten auch auf den Wolf und auf ein paar weitere Räuber. Nie jemand auf den selben aber alle auf den Wolf. Dieser heulte erneut. Lucius schrie und viel zu Boden. Auch der Falke schrie und der andere Vogel schrie zweimal. Mond blieb stehen und schien zu überlegen, wenn er zuerst fressen sollte. Anscheinend sah ich am leckersten aus den er wandte sich mir zu. Die Frau zielte nun wieder auf den Wolf und schien zu warten. Und plötzlich passierte alles sehr schnell. Der andere Vogel schrie dreimal. Der Wolf stand vor mir. Pfeile flogen aus den Bäumen durch die Luft. Der Wolf heulte auf und viel zu Boden. Die Räuber schrien erschrocken auf und schauten nach oben, nur um einen erneuten Pfeilhagel zu sehen der ein paar von ihnen traf. Diese gingen schreiend zu Boden. Die zweibeinigen Wölfe schrien und rannten durcheinander. Wieder flogen Pfeile. Und noch einmal, bevor auch nur einer der Räuber seine Waffen erreicht hatte. Dann schrie der andere Vogel erneut und plötzlich kamen sie aus den Bäumen. Aus gegenüberliegenden Richtungen preschten Reiter durch die Bäume. Jeder Grün gekleidet. Schwerter und Speere in der Hand. Die Räuber trieben sie vor sich her. Nun war das Chaos perfekt. Viele der Schützen aus den Bäumen sprangen und kletterten herab um sich den fliehenden Räubern zu stellen. Der ganze Angriff verlief sehr schnell, aber das Ergebnis war grauenerregend. Als ich aufstand lagen überall tote Räuber. Die meisten durch Pfeile an den Boden geheftet. Fast alle Reiter waren im Wald verschwunden und nur in der Ferne hörte man noch einzelne Rufe und Schreie.
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  #56  
Alt 08.12.2012, 17:19
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Alt 09.12.2012, 15:10
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Als ich erwachte sehnte ich mich direkt wieder in den Schlaf [Besser wäre hier: ... in die Ohnmacht ...] zurück. Mein Kopf fühlte sich an als ob eine Armee drüber marschiert wäre. Hin und her und hin und her. Dann machte ich einen großen Fehler. Ich bewegte den Kopf und sofort schien er zu explodieren. Schmerz überall. Dann der nächste Fehler. Ich schlug die Augen auf. Überall grelles Licht. Für einen Moment fiel ich in die ersehnte Ohnmacht zurück. Schließlich hatte ich mich soweit gefangen [Evtl.: ... kam ich wieder soweit zu mir, ... ] , dass ich den Kopf ein bisschen drehen konnte [Würde ich weglassen] und so meine Umgebung beobachten konnte. Von oben, durchs Blätterdach, [Durchs Blätterdach ... --> dass das Blätterdach oben ist, muss nicht extra erwähnt werden.] schien die Sonne. Es sah wunderschön aus. Was nicht so schön aussah war der dicke Eisenring, der um mein Bein geschlungen war und an dem eine Kette hing, die ihrerseits an einem Felsbrocken von der Größe einer Kuh befestigt war. Auf diesem Felsbrocken saß einer der Räuber. Nicht der, der gesprochen hatte, und auch nicht der, der mit dem Knüppel zugeschlagen hatte. [Evtl.: Es war jedoch weder derjenige, der zuerst gesprochen hatte, noch der andere, von dem ich eins mit der Keule übergebraten bekam.] Er schien jünger zu sein. Ungefähr so alt wie ich. Er trug einen Wolfspelz und der Kopf des Tieres hing wie eine Kapuze über sein Gesicht. Er schaute mich von oben her höhnisch an.
„Der Gefangene ist wach!“,brüllte er. Bei seiner Lautstärke wurde mir erneut schwarz vor Augen. Als er sah wie schlecht es mir ging, huschte ein Grinsen über sein Gesicht.
„Sei froh, bald ist es vorbei [Punkt entfernt]“, zischte er.
Bevor ich mir groß Gedanken über diese Aussage machen konnte, kam ein anderer der Räuber [Evtl.: einer der anderen Räuber auf mich zu.]. Er zog den Jungen an den Schultern zurück, so dass dieser im Dreck landete. Nicht ohne Schadenfreude beobachtete ich wie er schimpfend davon lief. Ich wandte mich meinem neuen Gesprächspartner zu, einem gut gebauten Mann mit einem riesigen Breitschwert auf dem Rücken. Sein nackter Oberkörper zeigte endlos viele Narben. Er zog einen Schlüssel hervor der in seinem riesigen Pranken sehr zerbrechlich wirkte. Er schloss die Kette auf und packte [zog] mich, bevor ich auch nur an Flucht denken konnte, am Hals in die Luft [Höhe]. Der Dicke zog, oder besser, trug mich zu einem großen Lagerfeuer. Es befand sich mitten auf einer Lichtung. Um das Feuer standen ungefähr fünfzig Räuber. Die meisten in Wolfspelzen gehüllt. Neben dem Feuer stand der Räuber [Mann], der auf der Straße mit mir geredet [gesprochen] hatte. Neben ihm Lucius, wie ich in Ketten gefangen. Trotzdem freute ich mich ihn zu sehen. Neben ihm stand ein mir fremder Mann. Er hatte dunkle von der Sonne gebräunte Haut und rote Haare. Er war eher klein, aber muskulös gebaut. Er trug bunte Kleidung, eine schwarze Stoffhose, ein grünes Hemd und einen blauen fein gestrickten Umhang. Dazu noch ein rotes Tuch was er sich um den Kopf gebunden hatte. Seine blauen Augen musterten mich skeptisch, eine Augenbraue hochgezogen. Ich fand er hatte ein paar Ähnlichkeiten mit einem Papagei. Nicht das ich schon mal einen gesehen hatte, aber man erzählte sie seien bunte Vögel. [Ich finde, dass diese Beschreibung viel zu ausführlich ist. Immerhin befindet sich der Junge in einer sehr lebensbedrohlichen Situation und sollte eigentlich Angst haben. Er wirkt aber für meine Begriffe viel zu entspannt und dass er auch noch den Nerv hat, Überlegungen hinsichtlich Papageien etc. anzustellen, ist in diesem Kontext ein bisschen fehl am Platze.] Mein Befreier [Peiniger, oder irgendein anderes ähnliches Wort. Nur, weil der Typ ihn von der Kette losgemacht hat, ist er noch lange nicht sein Befreier.] stieß mich neben die Zwei, umklammerte aber weiter meinen Hals. Aus der Menge trat eine Person. Acht weitere folgten ihr. Die erste Person war eindeutig eine Frau. [Eine Gestalt trat aus der Menge, gefolgt von acht weiteren. Bei der ersten handelte sich eindeutig um eine Frau.] Sie trug das Fell eines weißen Wolfs und die roten Augen des Tiers schienen mich anzustarren. Unter diesem Fell trug sie aber wie die anderen acht die ihr folgten eine Rüstung. [Ich bemerkte, dass jeder aus dieser kleinen Gruppe im Gegensatz zu dem Rest der Räuber, eine Rüstung trug.] Die Frau trat vor mich und schaute mir in die Augen. Ich wagte nicht etwas zu sagen, aus Angst es wäre das Falsche. Dann ging sie weiter zu Lucius, der sie zaghaft anlächelte, worauf sie ihm eine Ohrfeige verpasste, die meinen Freund fast in die Knie gehen ließ [ ]. Dann ging sie weiter zu dem Fremden. Diesem waren, wie ich jetzt sah, die Hände hinter dem Rücken gefesselt worden.
„Lang nicht mehr gesehen, Bello.“, sagte er zu ihr und spuckte ihr ins Gesicht. Sie schaute [sah] ihn nur weiter [schweigend] an. Dann drehte sie sich um und sprach:
„Wir sind die Bruderschaft des weißen Wolfs, wir sind die Ritter des Waldes, wir haben Gefangene. Was soll mit ihnen geschehen?“. Die Umstehenden heulten und riefen Vorschläge. Insgesamt starb ich in neun von zehn Vorschlägen. In drei davon durch Folter. Ich blickte zu der weißen Wölfin. Sie grinste nur. In diesem Moment war ich mir sicher, heute zu sterben und meine Frau nie wieder zu sehen [... dass ich heute sterben und meine Frau nie wieder sehen würde]. Die meisten Umstehenden [der Männer] brüllten aber "Mond". Die weiße Wölfin hob die Hand. Sofort war Ruhe. Sie drehte sich zu einem ihrer Wölfe um.
„Hol Mond [ihn!] [Punkt entfernt]“, befahl sie ihm. Dann wandte sie sich an den Fremden, der ihr ins Gesicht gespuckt hatte.
„Ich würde dich ja alleine gegen meinen Sohn antreten lassen, aber ich fürchte es wäre ein kurzes Spektakel. Deswegen gebe ich dir deine Waffen zurück und diese zwei Wanderer noch dazu.“
Der Fremde zuckte nur mit den Schultern. Ich und Lucius [Lucius und ich ...] wechselten einen erschrockenen Blick. Plötzlich weiteten sich Lucius[seine] Augen. Ich drehte mich um und was ich sah, raubte mit den Atem. Aus dem Wald kam ein riesiger schwarzer Wolf. [Evtl. könntest Du an dieser Stelle den Wolf noch ein bisschen näher beschreiben. Zum Beispiel, wie groß er genau ist oder Du könntest etwas zu seinen Augen bzw. dem Gebiss sagen usw.] Die Menge brüllte: "Mond, Mond, Mond!" [Punkt entfernt] Jemand warf dem Fremden zwei Dolche zu, beide so lang wie ein Unterarm. Ich und Lucius bekamen [Lucius und mir wurde ...] ein Schwert zugeworfen. Ich hob es vorsichtig [Evtl. weglassen --> passt nicht zum dem folgenden "panisch".] auf und umklammerte es panisch. Es passierte viel zu oft in letzter Zeit das ich ein Schwert in der Hand hielt. [B]Das war eine negative Entwicklung der ich trotz aller Kindheitsträume Einhalt gebieten musste. [Den Satz müsstest Du evtl. umformulieren; in diesem Zusammenhang hört er sich ein bisschen seltsam an.] Lucius sah in etwa so aus wie ich mich fühlte, nur noch etwas bleicher [Passt nicht zu dem Satzdteil davor, weil man sich nicht "bleich fühlen" kann. Evtl. anderes Wort suchen.], hoffte [vermutete]ich zumindest. Der Fremde hingegen sah aus wie immer, also ich mein ich kannte ihn ja nicht, aber er sah ruhig aus, hoffte ich zumindest. [Evtl.: Der Fremde hingegen schien sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen; ruhig betrachtete er den riesigen Wolf und wirkte dabei völlig gelassen.]
Mond kam langsam näher. Es war mit Abstand der größte Wolf den ich je gesehen hatte. Und er war schwarz wie die Nacht. Er heulte auf und mir lief es eiskalt über den Rücken [den Rücken hinunter]. Die Menge um uns zog sich zurück nur wir drei und der Wolf standen noch da.[Die Männer bildeten einen großen Kreis und in dessen Mitte, wie in einer Arena, standen wir drei dem Wolf gegenüber.] Er kam langsam [Evtl.: Langsam kam er ...] auf uns zu. Weil ich das Gefühl hatte irgendwas tun zu müssen, ging ich langsam nach links. Lucius schaute mich zuerst irritiert an und ging dann nach rechts. Der Fremde blieb in der Mitte stehen. Der Wolf schaute sich um und wandte sich dann wieder dem Fremden zu. Langsam lief er weiter auf den Mann mit den roten Haaren zu. Dieser blieb stehen. Plötzlich sprang der Wolf mit einem Heulen auf ihn zu. Er drehte sich blitzschnell um die eigene Achse. Der Wolf flog an ihm vorbei. [Sich um die eigene Achse zu drehen bedeutet eigentlich nicht, dass man sich in irgendeiner Form von der Stelle bewegt. Es wäre besser, wenn sich der Mann plötzlich ducken oder zu Boden werfen würde - dann könntest Du den Wolf über ihn hinweg springen lassen, oder so.] Der Fremde zog ihm den Dolch über die Seite. Der Wolf heulte auf, drehte sich aber wieder zum Fremden um. Blut lief von seiner Seite. Der Fremde rollte sich vor dem Wolf vorbei um auf dessen andere Seite zu gelangen und diesem wieder den Dolch über zuziehen. Der Wolf fuhr blitzschnell herum. Eine Tatze flog hoch und der Fremde flog durch die Luft. Der Wolf hetze hinterher. Der Mann probierte aufzustehen doch da war der Wolf schon über ihm. [Evtl: Der Mann rammte ihm den Dolch in die Seite und der riesige Wolf stieß ein ohrenbetäubendes Geheul aus. Ein Blutschwall ergoss sich aus der Wunde und bildete eine große Lache zu Füßen des Tiere. Rasend vor Schmerzen und Wut starrt der Wolf den Fremden an. Dieser versuchte ihn erneut anzugreifen und seinen Dolch in die andere Flanke zu stoßen. Doch diesmal war der Wolf schneller: blitzschnell warf er sich herum und verpasste dem Mann einen so gewaltigen Hieb mit der Pranke, dass dieser in hohem Bogen durch die Luft flog. Sofort setzte Mond nach und ehe sich der Mann benommen aufrichten konnte, war das Monster schon über ihm.]
„Mein Name ist Lexon aus dem Volk der Menschen der neun Meere, ich bin ein Seemann Aquas, ein Krieger des alten Reiches und du wirst mich nicht töten!“, brüllte er dem schwarzen Wolf in die Fratze. Die Dolche zischten durch die Luft. Einer flog davon und landete im Dreck. Der Wolf heulte [Das passt jetzt nicht so ganz, es sei denn, Du schreibst im Satz davor noch etwas wie "... doch der andere Dolch fand sein Ziel" oder so.]. Der Fremde, [Würde ich weglassen] Lexon [Komma entfernt] schrie und [Würde ich weglassen] brüllte. Ich sollte ihm helfen, dachte ich und stürmte auf den Wolf zu. Das Schwert hoch über dem Kopf erhoben. Der Wolf fuhr zu mir herum. Seine weißen Augen, die mir endlich verrieten woher er seinen Namen hatte, schwebten nur ein kleines Stück vor meinem Gesicht. Eine Klaue fuhr hoch. Ich riss den Arm hoch. Krallen fuhren mir über den linken Arm und das Gesicht. Ich viel [fiel] zu Boden. Lucius schrie meinen Namen und der Fremden brüllen [brüllte weiter]. Und während ich da so lag, mitten im Moos, während mein Gesicht brannte, als hätte ich es in kochendes Wasser getaucht [Komma entfernt] und ich meinen Arm nicht mehr fühlen konnte, sah ich einen Vogel. Er flog scheinbar unberührt von meiner Not über die Lichtung. Die Sonnenstrahlen blendeten stark, trotzdem glaubte ich einen Falken zu erkennen. Er schwebte zu einem hohen Baum und landete dort neben einem unförmigen Klumpen der sich neben dem Stamm befand. Zuerst dachte ich, es sei ein seltsamer Auswuchs des Stammes, aber dann bewegte der Klumpen sich. Eine Hand kam zum Vorschein und streichelte den Vogel. Dann erkannte ich, dass ein Mensch dort oben im Baum saß. Er trug braun-grüne Kleidung [Evtl. würde ich auch hier auf die Beschreibung der Kleidung verzichten. Immerhin steckt der Junge mitten in einer Kampfszene und da stört dies nur den Spannungsbogen.]. Es war eine junge Frau, etwas älter als ich. Sie hielten einen großen Bogen in der Hand. Jetzt erkannte sie, dass ich sie anstarrte und grinste mich frech an. Dann schaute sie auf. Ich folgte ihrem Blick und sah auch auf anderen Bäumen Menschen sitzen. Eigentlich auf allen Bäumen um die Lichtung. Sie schien etwas zu dem Falken zu sagen, denn er stieg wieder auf und drehte eine Runde über der Lichtung. Dann schrie er einmal. Ich wand mich dem Geschehen auf der Lichtung zu. [Evtl. umformulieren. Dieser Satz klingt so, als wäre er nur ein unbeteiligter Zuschauer.] Niemand schien die neuen Zuschauer zu sehen. Der Wolf stand zwischen Lexon und Lucius eingekesselt aber beide bluteten. [Evtl. umformulieren, da zwei Leute zu wenig sind, um jemanden einzukesseln.] Ich schaute wieder hinauf. Die Frau zeigte auf mich und hob dann den Daumen nach oben. Wieder schaute sie zu den anderen Menschen in Grün [???]. Alle hoben sie den Daumen, nur ein Mann fuhr sich mit dem Finger über den Hals. Dieselbe Prozedur vollführten sie mit Lucius und Lexon. Immer fuhr sich nur der eine Mann mit dem Finger über den Hals. Hinter mir knurrte der Wolf. Die Zuschauer heulten. Der Fremde, Lexon, [Lexon] ging zu Boden. Der Falke schrie. Ein anderer Vogel antwortete. Ich schaute wieder zu der Frau die plötzlich den Bogen gespannt hatte [Weglassen] und einen Pfeil aufgelegt hatte. Neben ihr im Holz steckten weitere. Langsam stand sie auf und zog die Sehne ganz nach hinten. Sie zielte auf den Wolf und dann auf ein paar Räuber unter ihr [Lass´ sie besser entweder nur auf den Wolf oder einen der Räuber zielen, sonst wirkt das so, als würde sie mit ihrem Bogen herum fuchteln.]. Die anderen zielten auch auf den Wolf und auf ein paar weitere Räuber. Nie jemand auf den selben aber alle auf den Wolf. [Umformulieren] Dieser heulte erneut. Lucius schrie und viel [fiel] zu Boden. Auch der Falke schrie und der andere Vogel schrie zweimal. Mond blieb stehen und schien zu überlegen, wenn er zuerst fressen [töten] sollte. Anscheinend sah ich am leckersten aus, denn er wandte sich mir zu. Die Frau zielte nun wieder auf den Wolf und schien zu warten. Und plötzlich passierte alles sehr schnell. Der andere Vogel schrie dreimal. Der Wolf stand vor mir. Pfeile flogen aus den Bäumen durch die Luft. Der Wolf heulte auf und viel [fiel] zu Boden. Die Räuber schrien erschrocken auf und schauten nach oben, nur um einen erneuten Pfeilhagel zu sehen der ein paar von ihnen traf. Diese gingen schreiend zu Boden. Die zweibeinigen Wölfe schrien und rannten durcheinander. Wieder flogen Pfeile. Und noch einmal, bevor auch nur einer der Räuber seine Waffen erreicht hatte. Dann schrie der andere Vogel erneut und plötzlich kamen sie [Besser näher beschreiben, wer da kommt] aus den Bäumen. Aus gegenüberliegenden Richtungen preschten Reiter durch die Bäume. Jeder inGrün gekleidet. Schwerter und Speere in der Hand. Die Räuber trieben sie vor sich her. [Sie trieben die Räuber vor sich her.] Nun war das Chaos perfekt. Viele der Schützen aus den Bäumen sprangen und kletterten herab um sich den fliehenden Räubern zu stellen. Der ganze Angriff verlief sehr schnell, aber das Ergebnis war grauenerregend. Als ich aufstand lagen überall tote Räuber. Die meisten durch Pfeile an den Boden geheftet. Fast alle Reiter waren im Wald verschwunden und nur in der Ferne hörte man noch einzelne Rufe und Schreie.

So, auch wenn ich hier viel angestrichen habe (das meiste davon sind nur Flüchtigkeitsfehler ), ist es doch wieder ein ziemlich spannender Textauszug.
Mir ist schon öfter aufgefallen, dass Du einen sehr ansprechenden Humor hast - viele Textpassagen sind davon durchzogen, aber nie auf eine nervige Holzhammer-Art, sondern eher subtil und subversiv (d.h. man muss die Ironie zwischen den Zeilen erkennen). So etwas können fast nur Männer und sehr wenige Frauen - keine Ahnung, woran das liegt oder was mit uns Weibern los ist ...
Den Kampf zwischen den Dreien und dem Wolf solltest Du evtl. nochmals überarbeiten. Vorallem wenn diese Baumkrieger dazu kommen, wird das Ganze ein wenig wirr und man verliert als Leser den Faden. Gerade wenn mehrere Ereignisse gleichzeitig geschehen, ist es wichtig, klare und komplexe Sätze zu formulieren sowie auf unnötige Beschreibungen zu verzichten - ansonsten leidet die Spannung darunter.
Auch solltest Du den Jungen nicht ganz so entspannt darstellen - für die Situation in der er sich befindet, macht er sich nämlich viel zu viele Gedanken. Und Du könntest evtl. erwähnen, was sein Kumpel Lucius eigentlich die ganze Zeit treibt; irgendwie ist der Junge nämlich ein wenig untergegangen.

So, ich hoffe, das war jetzt nicht abschreckend und demoralisierend - ich würde nämlich schon gerne noch mehr lesen (muss mir ja die Zeit vertreiben, bis Dein Roma mal fertig ist ^^ ).
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Alt 09.12.2012, 15:26
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subversiv :D tolles Wort :D zu dem Humor. Ich hab n bissl Angst, dass er wenn ich den Text in die 3 Person umschreibe, verloren geht....
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Alt 09.12.2012, 15:45
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Ich verstehe was Du meinst. Hm, es ist tatsächlich etwas schwieriger, aber mit ein bisschen herum probieren, müsstest Du es eigentlich hinbekommen!
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Alt 20.12.2012, 11:07
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Hier hab ich mal wieder was für euch :)

Die Tür flog auf. Er kam hinein gestürmt. In seinen Augen flackerte ein irres Feuer. Seine Gestalt wechselte schneller, als es für einen Beobachater, nachvollziehbar war. Rote Flammen peitschten um seinen Körper. Mit großen Schritten durchzog er in den großen Raum.
„Ich will spielen!“, brüllte er mit einer tiefen Stimme, die wie Donner klang und Blitze zuckten um seinen Kopf herum.
„Ich fordere dich erneut heraus. Auf ein drittes und letztes Mal.“ Er riss die Arme in die Luft und in seinem Umkreis ging alles in einem Meer aus Flammen und Feuer unter, welches sich nur wenige Momente nach seinem erscheinen, seinem Mittelpunkt zuwand und sich blitzschnell zusammenzog. Mit einem dumpfen Knall verschwand das Flammenmeer im Kopf des Wesens. Eine Rauchwolke umgab die Züge seines Gesichtes. Nur die zwei orangenen Augen blitzen daraus hervor und starrten seinen Gegenüber an.
Vor ihm saß im Schneidersitz, ein kleines Stück über den Boden schwebend, ein junger Mann. Er trug eine weiße Robe und hatte eine Glatze. Seine Augen waren geschlossen.
„Erneut? Nein, du weist es darf nicht sein.“, flüsterte er leise und doch hörte man ihn überall im unendlichen Raum.
„Alter Greis! Traust du dich nicht?“, brüllte sein Gegenüber. Flammen schossen auf den schwebenden Mönch zu, prallten aber an einer unsichtbaren Barriere ab und verpuften.
„Maganian!“, sprach der Mönch: „Du weist es, ich weis es, alle wissen es, es darf kein drittes Spiel geben!“
„Wage es nicht meinen Namen auszusprechen, du Feigling. Du erzählst von Legenden und Sagen, obwohl du weist, dass wir es waren die sie schrieben. Du erzählst von Prophezeihungen, als würdest du sie glauben, obwohl du weist, dass wir es waren die sie erfanden. Du erzählst vom Ende, obwohl du weist, dass wir der Anfang waren und wir auch das Ende sein werden. Also frage ich dich. Wer soll es enden lassen?“
„Er! Nanani. Der, der selbst uns unbekannt ist.“
„Nanani ist eine Erfindung aus unseren Köpfen. Er existiert nicht. Ich fordere dich heraus alter Mann, auf ein letztes Mal. Du kannst nicht ablehnen, denn ich wähle das Spiel der Macht und des Lebens. Das Gesetz erlaubt es dir nicht abzulehnen!“
Er, der sich Maganian nannte, brüllte die Worte. Feuer schoß um ihn herrum. Finsternis spaltete den Boden und Blitze zuckten durch den Raum.
Der schwebende Mönch öffnete die Augen. Sie hatten die eine Farbe, welche die Menschen nicht kannten, und Trauer durchzog sie. Und das Wissen, dass er spielen musste, damit es ein Ende geben würde. Leise flog seine Stimme durch den Raum, der weder Decken noch Wände kannte, und erreichte die Aspekte seiner selbst und sie kamen um zu sehen, was geschah.
„Lasset uns Spielen!“, flüsterte er leise: „Es ist an dir zu beginnen Maganian.“
Sein Gegenüber war plötzlich ganz ruhig. Nur in seinen Augen flackerte es noch.
„Dann lass uns Anfangen. Ich beginne mit einem Mord, wie jede gute Legende, und zwar mit einem Selbstmord!“
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