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  #1  
Alt 05.09.2012, 16:42
Benutzerbild von Nephthys
Nephthys Nephthys ist offline
Bewahrer des Friedens
 
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Rezensionen gespalten

Alloha Freunde der leichten Unterhaltung,

bei meiner gestrigen Internet-Surftour bin ich mal wieder von Höcksken auf Stöcksken gekommen.
Über die Kindle-Publikationen im Selbstverlag hab ich angefangen Rezensionen zu lesen. Und weils irgendwie Spaß macht sich Verrisse anzusehen (bin halt auch nur ein Mensch mit niederen Beweggründen) hab ich mal geschaut, welcher Autor am schlechtesten abschneidet. Fairerweise hab ich mir Autoren rausgesucht, die mehr als zwei, drei (Gefälligkeits-)bewertungen bekommen haben.

Tjoah, was soll ich sagen?
Derjenige, der das Feld der Schlechten Rezensionen am deutlichsten angeführt hat, war W. Hohlbein.
Erstaunlich!
Oder auch nicht?
Ich kann mich erinnern, dass ich zu meiner Jugendzeit die Hexer-Reihe schier verschlungen habe. Sie steht sogar noch in meinem Regal (halt also diverse Umzüge überstanden). Was mir selbst damals in meinem jugendlichen Leichtsinn schon bitter aufgefallen ist, ist die inflationär betriebene Verwurstung von Superlativen.
Schön ... kann ja mal vorkommen. Grade der Hexer war ja ursprünglich ein Groschenroman (soweit ich mich erinnere). Also hey, was solls. Solange es unterhält. Und überhaupt: ist ja mehr als Frühwerk anzusehen.
(Und die "subtilen" (hehe ^^) Anleihen bei H.P. Lovecraft mag man unter "Hommage" verbuchen.)

Aber scheinbar hat sich der Autor nicht wirklich weiterentwickelt.
Wenn ich mir ein paar Auszüge vor Augen führe, muss ich sagen ... äh ... mag er den geneigten Leser verar***?
Wie kommts, dass er nach wie vor eine große Fangemeinde hat?
Und das obwohl viele der Rezensionen einen recht ähnlichen Tonus haben? Viele schrieben über ihre Enttäuschung und darüber, dass sie ihn nicht mehr lesen werden. Viele haben sich darüber beklagt, dass Hohlbein keinen Wert darauf zu legen scheint, die von ihm angefangenen Handlungsstänge irgendwann wieder aufzulösen. Es gibt scheinbar Bücher, die gar keine "Lösung" irgendeiner Art anbieten.

Hier ein paar bemerkenswerte Ausszüge, die die Problematik erhellen ...
(Achtung! Kann SPOILER enthalten)


Über "Anubis" (Januar 2005, Lübbe, ISBN 3-7857-2178-1)

151 Rezensionen (Quelle, aufgerufen am 05.09.2012, 15:53 Uhr)
5 Sterne: (15)
4 Sterne: (20)
3 Sterne: (15)
2 Sterne: (36)
1 Sterne: (65)

no-man schreibt (Quelle):
"[...] Nachdem einige Zombies die weitere Erforschung der Unterwelt nicht aufhalten können erfährt man auch im weiteren nichts darüber, worum es hier eigentlich geht. Kurzum: es gibt 1.) keine Auflösung, alles bleibt 2.) ein Geheimnis und 3.) selbst Graves, der eigentlich eine Menge erzählen könnte sagt... nichts! Es ist einfach unglaublich.[...]"

A. Caminneci "andrea" schreibt (Quelle):
"[...] Ich habe mich immer wieder an Hohlbeins Vergangenheit als "Groschenromansschreiber" erinnert gefühlt, wie beim Hexerzyklus gibt es ganz viele "Tentakel", alles ist "falsch" vieles "schleimig und windend", die perspektiven stimmen nicht.... all das was Hohlbein schon vor vielen Jahren bei Lovecraft schlecht abgekupfert hat wirft er hier mal wieder in die Waagschale. [...]"


Über "Unheil" (2007, Piper, ISBN 978-3-492-70156-3)

75 Rezensionen (Quelle, aufgerufen am 05.06.2012, 15:58 Uhr))
5 Sterne: (20)
4 Sterne: (8)
3 Sterne: (9)
2 Sterne: (11)
1 Sterne: (27)

P. de Vries schreibt (Quelle):
"[...] Wolfgang Hohlbein war DER Autor meiner Kindheit. [...] Hohlbein schreibt im Grunde immer das gleiche, er spricht von "Schatten,die mehr sind als die Abwesenheit von Licht" oder "gefüllt mit Dingen, die dort nichts zu suchen haben" und und und... Das wäre soweit in Ordnung, wenn es Stilmittel in Form von Variationen wären... leider sind es teilweise exakt die gleichen Formulierungen. Wenn man 2-3 Bücher von Wolfgang Hohlbein gelesen hat, dann braucht man an und für sich keine weiteren zu lesen, denn sie ähneln sich stark in Schreibweise, Spannungskurve und "Überraschungsmomenten". [...]"


Über "Flut" (2001, Droemer/Knaur, ISBN 3-426-62150-9)
(erster Teil einer Triologie?)

71 Rezensionen (Quelle, aufgerufen am 05.09.2012, 16:34 Uhr):
5 Sterne: (15)
4 Sterne: (9)
3 Sterne: (14)
2 Sterne: (8)
1 Sterne: (25)

I.N. schreibt (Quelle):
"Das erste Buch von Hohlbein, das ich gelesen habe und alle Erwartungen wurden enttäuscht!
Viele Seiten fand ich so langweilig und nichts sagend, dass ich sie übersprungen habe (Das Gelaufe durch die Wildnis mit ihrem neuen "Freund" war z.B. einfach zu lang...).
Die erste Hälfte des Buches ist wirklich spannend. Leider ist das Buch wohl nicht gut genug Korrektur gelesen worden, sonst wären einige Ungereimtheiten und Wiederholungen gestrichen worden (z.B.: Mal kennt die Hauptperson den Wald seit ihrer Kindheit, dann wieder gar nicht). In der zweiten Hälfte des Buches ist der Satz „Ich schob diesen Gedanken beiseite..." absoluter Standart und auf fast jeder Seite zu finden (kein Scherz).
Also mein Gesamturteil:
Nette Idee, langatmige Strecken und der Schluss vollkommen überzogen und unpassend für das Gesamtgenre des Buches.
Schade...
Hätte der Autor nicht solch einen großen Namen, wäre „Flut" sicherlich nicht auf den hart umkämpften Büchermarkt gekommen."



So oder so ähnlich zieht sich das durch ganz Amazon.


Sicherlich: es gibt auch hoch gelobte Werke des Autors. Einige davon habe ich sogar gelesen ("Das Druidentor", "Der Widersacher" ...)
Und es gibt selbstverständlich auch lobende Rezensionen. Wahrscheinlich zu recht.
Aber es ist mir noch kein Autor über den Weg gelaufen, an dem sich DERMASSEN die Geister scheiden.


Hat Hohlbein keine Sorge, dass er seine Stammleserschaft verprellt?
Interessiert es ihn nicht, ob sich "Erstleser" genervt von seinen Büchern abwenden?
Wie ist es zu erklären, dass die "Machwerke" von den Verlagen trotz Fehlern durchgewunken werden?
(Was ich besonders bedauerlich finde, da es genug Jungautoren gibt, die in den Startlöchern stehen und meiner Meinung nach ihre Chance verdient hätten. Nur leider werden die Ressourcen offenbar für "Autoren mit Namen" verschwendet. Ganz egal, wie hirnrissig diese "Werke" sind.)
Wird der Mann einfach nur alt?
Oder verliert er den Bezug zur Realität
(was ich verstehen könnte, angeblich ist er ein Worcoholic)?
Wirft er einfach fröhlich immer wieder Bücher auf den Markt - so nach dem Motto "wird schon eins dabei sein, das nicht schlecht ist"?
(Ich meine: hey, schaut euch mal auf Wiki an, wie viel der Mann (angeblich) geschrieben hat.)
Ist es ihm schlichtweg egal, ob jemand seine Bücher liest?
Finanzell dürfte er ja inzwischen ausgesorgt haben ...



Es grüßt euch eine mit Fragezeichen umschwirrte

Nephthys
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Wieso eigentlich ... sind Drachen weise? Das sind Echsen, liebe Leute. Echsen! Habt ihr euch schon mal nen Gehirn von einer Echse angeguckt? Himmel! Da haben meine Meerschweinchen größere Gehirne - und die finden nicht mal den Weg aus ihrem Käfig raus.
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Wer sich für Fantasy, Kurzgeschichten, Betrachtungen zur Sci-Fi, darstellerisches Handwerk, Computerkunst, Rezensionen, Biologie, Histologie, Taxonomie ... interessiert, der wird hier fündig: Marinas (fantastische) Welt

Geändert von Nephthys (05.09.2012 um 16:45 Uhr)
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  #2  
Alt 05.09.2012, 17:15
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Formorian Formorian ist offline
Dunkler Wanderer
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You made my day!

Werd nie kapieren, was man nur an diesem Fließbandschreiber mit seiner Schrotschuss-Veröffentlichungstaktik finden kann. Er textet, wie Bohlen komponiert: etwas hiervon, etwas davon, eine Priese Eigenes dazwischengespuckt, uff, fertig! Und das nächste!
Kennst du eines, kennst du alle...
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Die klügsten und kreativsten Menschen werden von den phantasielosesten Vollpfosten niedergeschossen.
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  #3  
Alt 05.09.2012, 21:37
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Nephthys Nephthys ist offline
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Zitat:
Zitat von Formorian Beitrag anzeigen
You made my day!
Gern geschehen :-)
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  #4  
Alt 06.09.2012, 08:12
Kaeptn Kaeptn ist offline
Bewahrer der Traenen des Lebens
 
Registriert seit: 03.2012
Beiträge: 168
Nun, die Antwort auf ein paar deiner Fragen ist wohl leider:
OBWOHL Hohlbein Fließbandware und ziemlichen Murks abliefert, zieht sein Name immer noch weit mehr, als die von Jungautoren, seine Bücher verkaufen sich. Klar, keine Heitz'schen Bestseller, aber halt ordentlich.
Verkaufszahlen sagen halt leider oft nichts über Qualität aus. Man sieht seine Bekanntheit ja schon daran, dass ihm hier ein eigenes Unterforum gewidmet ist - warum auch immer.

Bei mir hat Hohlbein sein dem grottigen Magog verschissen, kein Buch hab ich seither mehr von ihm angerührt. Wobei, viele waren es vorher auch nicht, die Enwor-Saga hab ich irgendwann mal komplett auf dem Grabbeltisch zusammengesucht und dann auch gelesen, ist auch schon 20 Jahre her.

Warum Hohlbein, der ja weiß Gott ausgesorgt hat, sich nicht in Ruhe hinsetzt und ein großes Alterswerk schreibt - tja. Da musst du ihn selbst fragen. Vielleicht kann er es einfach nicht mehr besser.
__________________
Kaeptn

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Die Stunde der Helden (Roman)
"Eine Reise nach Nuareth ist unbedingt zu empfehlen" - Daniel Bauerfeld, Nautilus Abenteuer & Phantastik.
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  #5  
Alt 06.09.2012, 09:08
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Cassandra Cassandra ist offline
Abyssus abyssum invocat
Ringtraeger
 
Registriert seit: 02.2012
Ort: Faerûn
Beiträge: 13.304
Ich bin jetzt auch kein Hohlbein-Fan, aber ich frage mich, ob es nicht interessant wäre heraus zu finden, welche Zielgruppe er eigentlich im Wesentlichen erreichen möchte. Möglicherweise sind es genau diese Leser (meinetwegen im Alter von 10 - 15 oder so), die seine Bücher verschlingen - und vielleicht auch ganz zufrieden mit dieser Fließbandware sind.
Letztlich mögen seine Romane - gerade weil sie recht einfach gestrickt sind - für viele der Einstieg in die Fantasy-Literatur sein und es gibt doch keinen Grund zu der Annahme, dass diese Leser nicht früher oder später ihren Weg zu anspruchsvolleren Werken finden könnten.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich viele der älteren Leser Comics, TKKG-Bücher, Hannie & Nannie und was weiß ich noch alles reingezogen haben und deswegen nicht unbedingt verblödet sind.

Auf der anderen Seite: (und ich widerspreche mir hier nicht, ich versuche nur die - wie gesagt - andere Seite zu sehen) schaut man von der Literaturszene rüber zur Musikbranche gibt es doch Anlass, sich Sorgen zu machen. Oben wurde schon der "Pop-Titan" erwähnt und in diesem Zusammenhang lassen sich sämtliche Casting-Shows nennen, die europa- und weltweit regelmäßig auf Sendung gehen. Es sind diese Shows, die zusammen mit der Musikindustrie den Geschmack der Hörer formen und prägen ... und was dann dabei heraus kommt ... kann man ja zur Genüge hören und sehen.
Sollte dies auch die Richtung vorgeben, die die Literatur- bzw. die Fantasyszene einschlägt, dann wäre es vielleicht tatsächlich besser, eine Front gegen diese Strömung zu bilden, bevor es in den Bücherregalen aussieht wie beim DSDS-Casting: nur mittelmäßige bis völlig talentlose Freaks, die sich für ein paar Euro und ein bißchen Aufmerksamkeit zum Affen machen - und leider ein Millionenpublikum mitreißen.


P.S. ich habe diesen Text unvernünftigerweise geschrieben, nachdem ich fast zwei Tage am Stück auf den Beinen war. Sollte irgendetwas darin keinen Sinn ergeben oder diverse Rechtschreibfehler auftauchen, bitte ich dies zu entschuldigen - wird gegebenenfalls umgehend editiert.

Geändert von Cassandra (06.09.2012 um 09:18 Uhr)
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  #6  
Alt 15.09.2012, 00:22
Geweihter Geweihter ist offline
Schwertmeister
Vampirjaeger
 
Registriert seit: 02.2012
Beiträge: 277
Ganz ehrlich: Seitdem ich Hohlbein mal getroffen habe, kaufe ich keine Bücher mehr von ihm :D
Der war mir seeehr unsympathisch, habe sogar seine lächerliche Unterschriftskarte weggeworfen.
Naja, sein Schreibstil hat mich am anfang sehr fasziniert und inspiriert, aber neue Ideen sind offenbar nicht mehr zu erwarten.
Die beste idee hatte ja Manowar und nicht er :D
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Dieser Post wurde manuell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
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  #7  
Alt 15.09.2012, 15:02
Benutzerbild von Hobbyschreiber
Hobbyschreiber Hobbyschreiber ist offline
Drachentoeter
 
Registriert seit: 05.2010
Ort: Zumindest nicht mehr hier!
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Hohlbein sehe ich eigentlich eher als Handelsmarke (wie die Aldi-Hausmarken Medion und Milsani, oder Edekas "Gut und günstig"). Ich denke, er schreibt im Gegensatz zu all den Autoren aus Leidenschaft nicht, weil er Geschichten in sich hat, die erzählt werden wollen, sondern, weil er gegen Bezahlung Massenware herstellt. Ein einträgliches Geschäft auch für den Verlag, der ihn durch ein professionelles Marketing zu einer festen Größe, fast einem Monopol in der deutschen Fantasy machte. Die Protektion begabter junger Autoren wie seinerzeit Bernhard Hennen, der ebenso wie er selber über einen Wettbewerb den Einstieg in die professionelle Schreiberei fand, ist eine weitere kluge Marketing-Maßnahme, da sie ihn ja keinerlei Geld und Mühe kostet, aber viel Image verschafft. Außerdem verdient der Verlag an Bernhard Hennen inzwischen ebenfalls gut.

Wer unter dem Pseudonym "Angela Bonella" Barbie-Bücher für kleine Mädchen schrieb ('weil er seinerzeit jung war und Geld brauchte', wie er in einem TV-Interview mit Stefan Raab einmal erkärte) und auch noch zahlreiche andere Pseudonyme führt (guckst du hier: Wolfgang Hohlbein und hier: Wolfgang Hohlbein - Wikipedia, the free encyclopedia und hier: Wolfgang Hohlbein), wer innerhalb von 30 Jahren (seit 1982) 250 Bücher produziert (mal zum Verdeutlichen: das sind rund acht Stück pro Jahr, die Groschenheftchen nicht mitgerechnet, ... Pratchett, der auch als sehr fleißig gilt, schaffte in seinen guten Zeiten 2 Stück!), und kapitelweise Texte von einem Buch ins andere kopiert, der ruft natürlich auch Kritiker und Zweifler auf den Plan, ganz zu schweigen von Neidern. Es gibt Gerüchte, die besagen, dass die stark schwankende Qualität seiner Bücher daher kommt, dass er Ghostwriter beschäftigt, deren Werke er dann unter seinem eigenen Namen heraus bringt. Seine Ideen stammen vielfach aus Erfolgsbüchern anderer Autoren und aus der Mythologie der verschiedensten Völker, was freilich auch auf viele andere Autoren zutrifft.

Dass mir Hohlbeins Bücher gefallen, kann ich nicht gerade behaupten. Ich habe mich inzwischen an vieren davon versucht und mochte kein einziges. Jemand schrieb hier in diesem Thread, "langweilig" seien sie, und das ist auch meine Wahrnehmung. Aber das ist nur meine Meinung und andere haben eine andere. Viele Leser, insbesondere Jugendliche, mochten und mögen Hohlbeins Bücher, vor allem als Einstieg in die Phantastik. Denen sei diese Ware gegönnt. Sie liest sich schnell weg und zwingt nicht zum Mitdenken, ermöglicht also leichte Entspannung. "Aha"- und "Ooooh, wow!"-Erlebnisse bleiben allerdings (bei mir) leider aus. Schade finde ich es auch, dass der Markt so von Hohlbein- und ähnlichen Büchern gesättigt ist, dass für "Anderes" kaum Platz ist. Die großen Verlagskonzerne beherrschen den Buchmarkt so sehr (z.B. durch Verträge mit den großen Handelsketten durch feste Abnahme-Kontingente und Regalmeter an exponierter Stelle, teils sogar durch Exklusivrechte), dass sie Klein- und Selbstverleger aus dem Geschäft weitgehend heraushalten können.

Der Titel des "meistgelesenen Autoren deutscher Sprache" (den früher Karl May inne hatte) wirkt dadurch ein bisschen zu Unrecht erworben. Ist das aber etwas, was man dem Autor vorwerfen kann und darf? Sicher hat Hohlbein, der als gelernter Industriekaufmann doch als Nachtwächter arbeiten musste (oder angeblich wollte), nach seinem Wettbewerbserfolg mit "Märchenmond" die Chance auf eine Schriftstellerkarriere beim Schopf gepackt. Welcher Hobbyautor würde für eine vergleichbare Chance nicht seinen rechten Arm hergeben oder seine Seele? Aber wenn ich mir diesen inzwischen recht desillusioniert und müde aussehenden Mann bei öffentlichen Auftritten anschaue, frage ich mich, ob er nicht genau das getan hat: Seine Seele verkauft, seine bestimmt anfänglich vorhandene Leidenschaft für gute Geschichten, seine Sehnsucht, so zu schreiben wie seine literarischen Vorbilder (nämlich bahnbrechend, innovativ und orginell), ob er das alles nicht dem Teufel namens "Geschäft" geopfert hat. Wieviel aus den unter seinem Namen verkauften Büchern kommt wirklich noch aus seinem (eigenen) Herzen? Kennt er die Texte überhaupt, die in "seinen" Büchern stehen? Interessiert es ihn (noch)? Oder ist er nur mehr ein Aushängeschild für seinen Verlag, der mit einem künstlich/kunstvoll/gekonnt geschaffenen und mittlerweile reichlich strapazierten Markennamen Bücher mittlerer Qualität verkauft? Zumindest muss Hohlbein heute nicht mehr als Nachtwächter arbeiten. Aber ob er jetzt glücklicher ist als damals, kann nur er selber beurteilen.

Vielleicht wäre es an der Zeit für ein weiteres Pseudonym, ein heimliches, unbekanntes. Stephen King schrieb seinerzeit auf dem Gipfel seines Erfolges mehrere Bücher, die er unter dem Pseudonym Richard Bachmann veröffentlichte. Damit wollte er angeblich testen, ob er auch ohne seinen berühmten Namen Erfolg haben könnte. Vielleicht wäre das auch für Hohlbein eine interessante Erfahrung. Ob ein Buch in der durchschnittlichen Hohlbein-Qualität unter einem unbekannten Namen einen Agenten oder Verlagslektor heutzutage wohl überzeugen würde?

Geändert von Hobbyschreiber (15.09.2012 um 22:54 Uhr)
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  #8  
Alt 17.09.2012, 21:03
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Bardin Bardin ist offline
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Nuuuuun... ich habe zu Anfang meiner Fantasy-Zeit recht viele Hohlbein-Romane gelesen - besser gesagt: begeistert verschlungen.

Obwohl er ein Fließband-Autor ist gestehe ich ihm zu, doch recht interessant zu schreiben und einen Fantasy-Neuling damit auch packen zu können. Ich nehme an, dass er deshalb so beliebt ist...
Aber wenn man sich in den Fantasy-Regalen durchgewühlt hat, einige Hohlbeins und auch die Bücher anderer Fantasy-Autoren gelesen hat... dann lässt der Zauber irgendwann nach und die Geschichten wirken platt und second-hand.

Allerdings rücken immer neue jugendliche Fantasy-Neulinge nach, weshalb wohl davon auszugehen ist, dass sich Hohlbein auch weiterhin großer Beliebtheit erfreuen wird.
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Allein die Existenz von irgendetwas ist das größte Wunder; die Materie, die sich selber formt, das größte Geschenk; die Materie aber, die auf sich selbst herabblickt und denkt, das größte Paradoxon.

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  #9  
Alt 15.03.2013, 20:00
EarlGun EarlGun ist offline
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Ich habe es bei Hohlbein nie über eine Leseprobe hinaus geschafft.
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  #10  
Alt 16.03.2013, 23:25
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Heißt das jetzt, dass Du ihn nicht gut findest?
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Im Feuer steckt der Funke des Chaos und der Zerstörung,
der Samen des Lebens


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  #11  
Alt 16.03.2013, 23:38
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Zitat:
Zitat von Cassandra Beitrag anzeigen
Heißt das jetzt, dass Du ihn nicht gut findest?
Irgendwie trifft es das ziemlich genau. ;-)
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  #12  
Alt 19.03.2013, 23:38
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Themen verheizen

Will mich nicht über Hohlbein speziell auslassen. Er steht, als bekanntester Vertreter der Vielschreiber, halt im Fadenkreuz. Jene, die Massenproduzierer, aber offensichtlich auch Massenfähigen, sind ähnlich schädlich wie die Trittbrettfahrer. Ich meine, Bram Stoker würde sich im Grabe umdrehen. Er aber ist ungeachtet gestorben während die Eckzahnteenies finanzielle Erfolge feiern.

Sic transit gloria mundi.

Was mich wirklich übel, übel anbricht, ist das Verheizen von Themen. Schöne Ideen werden da gnadenlos verwurstet, verbrannt und unberührbar gemacht.

Aber - letztlich gilt doch auch hier: Es bekommt jeder was er verdient. Und wenn die Leutchen Biss mögen, kriegen sie es halt auch. Warum sollte die Buchstabenjongleure vom allgemeinen mainstream-Befall der Kultur ausgenommen bleiben.

Übrigens, auch hier kann das ebook helfen, denn die Denke der Publikumsverlage wird man kaum beeinflussen können. Sind eh auf wenige Konglomerate zusammengeschmolzen worden, börsennotiert, quartalsfixiert, shareholder value geknechtet. Das hat mit Kultur soviel zu tun, wie Investmentbanking mit Realwirtschaft.

Hab´ich jemand die Laune verdorben? Willkommen im Club!
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  #13  
Alt 27.03.2013, 01:00
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Zitat:
Zitat von Godfrey Beitrag anzeigen
Will mich nicht über Hohlbein speziell auslassen. Er steht, als bekanntester Vertreter der Vielschreiber, halt im Fadenkreuz. Jene, die Massenproduzierer, aber offensichtlich auch Massenfähigen, sind ähnlich schädlich wie die Trittbrettfahrer. Ich meine, Bram Stoker würde sich im Grabe umdrehen. Er aber ist ungeachtet gestorben während die Eckzahnteenies finanzielle Erfolge feiern.

Sic transit gloria mundi.

Was mich wirklich übel, übel anbricht, ist das Verheizen von Themen. Schöne Ideen werden da gnadenlos verwurstet, verbrannt und unberührbar gemacht.

Aber - letztlich gilt doch auch hier: Es bekommt jeder was er verdient. Und wenn die Leutchen Biss mögen, kriegen sie es halt auch. Warum sollte die Buchstabenjongleure vom allgemeinen mainstream-Befall der Kultur ausgenommen bleiben.

Übrigens, auch hier kann das ebook helfen, denn die Denke der Publikumsverlage wird man kaum beeinflussen können. Sind eh auf wenige Konglomerate zusammengeschmolzen worden, börsennotiert, quartalsfixiert, shareholder value geknechtet. Das hat mit Kultur soviel zu tun, wie Investmentbanking mit Realwirtschaft.

Hab´ich jemand die Laune verdorben?
Willkommen im Club!
Nö?
Eigentlich nicht
Den Club hab nämlich ich gegründet

Zugegeben: harsche Worte für eine harsche Realität.
Und auch wenn ich deine (offenbar negative) Meinung zum eBook nicht zwingend voll und ganz teile (und ich ehrlich gesagt nicht ganz verstehe, wieso du dieses Medium anführst um deine Kernkritik zu äußern), so finde ich es erfrischend wie du in wenigen, aber deutlich gewählten Worten deinem Unmut Ausdruck verleihst.


Es grüßt

Nephthys
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Wer sich für Fantasy, Kurzgeschichten, Betrachtungen zur Sci-Fi, darstellerisches Handwerk, Computerkunst, Rezensionen, Biologie, Histologie, Taxonomie ... interessiert, der wird hier fündig: Marinas (fantastische) Welt
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  #14  
Alt 27.03.2013, 12:50
Benutzerbild von Orendarcil
Orendarcil Orendarcil ist offline
Drachentoeter
 
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Ich für meinen Teil denke, dass er einfach ein super Einstieg in die Fantasy für junge Leute ist. Auch ich habe früher einige Hohlbein Bücher gelesen (so wie es fast die Hälfte der Fantasyeinsteiger in jungen Jahren macht). Und ich denke auch, dass man als Kind/JUgendlicher teils noch nicht so richtig darauf achtet wie etwas geschrieben ist und ob es Wiederholungen gibt. Mit der Zeit legt man die "einfach" strukturierten Werke Hohlbeins weg und wendet sich anderem zu. Die Bücher verstauben im Regal und sind dennoch von einem selbst einmal gekauft worden...man hat also, wenn auch nur geringfügig, an seinem Erfolg mitgearbeitet.
Früher fand ich folgende Werke von ihm am Besten, wie es jetzt wäre kann ich nicht sagen: dafür müsste ich sie nochmal lesen und...neee...ich hab besseres zu tun

Der Greif
Unterland
Schattenjagd
Krieg der Engel

Das duchgeknallteste war eindeutig Wyrm...schon allein wenn man sich die Inhaltsangabe durchliest... naja...ich habs gelesen und fand es primär seltsam

Es ist jedoch wirklich so, dass er oft ähnliche Gedanken mehrmals verwurstet. Am schlimmsten jedoch finde ich, dass er ganze Seiten von einem Buch ins nächste kopiert. Gleicher Wortlaut...
Das ist schon echt dreist.


@Godfrey: I.wie versuchst du ja in jedem Beitrag dich über "normale" Bücher zu beschweren..,mittlerweile wissen wir, das außer Ebook nix für dich in Frage kommt
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"Vieles geht dahin und stirbt, doch die Wahrheit bleibt,
auch wenn sie oft im Verborgenen liegt und schweigt."

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  #15  
Alt 03.04.2013, 16:59
Oluckygirl Oluckygirl ist offline
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Ich gebe Orendarcil recht, für Kids mag er ein guter Einstieg sein, wenn man aber mehr erwartet und Sinn für Details und Unerwartetes in der Story hat, ist man bei ihm sicher nicht richtig. Es gibt so viele gute Autoren, auch unter uns, dennoch bekommt man schwerlich eine Chance bei den Verlagen, es sei denn man hat bereits einen Namen und darf dann einen Haufen Murks nach dem Anderen abliefern. Mir war Hohlbein auch sehr unsympathisch...aber er kann es sich ja wohl leisten.
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  #16  
Alt 28.05.2013, 23:09
Benutzerbild von Stefan Lamboury
Stefan Lamboury Stefan Lamboury ist offline
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Beiträge: 63
Zum Thema Hohlbein ich habe bisher nur ein Buch von ihm gelesen, und das hat mir durchaus gefallen. Ob er noch so gut ist wie früher weiß ich jedoch nicht. Aber um mal auf die Frage zurück zu kommen. Ob Hohlbein keine Angst davor hat, dass er seine Stammleser verliert. Braucht er nicht, erstens er hat bestimmt genug Geld, zweitens können Bestsellerautoren mit literarischen Dünnschiss Geld verdienen. Das Manuskript eines neuen unbekannten Autoren zu veröffentlichen auch wenn das Werk tausendmal besser als ein Buch von Hohlbein ist, ist immer ein wirtschaftliches Risiko. Versetzt Euch mal in die Rolle eines Verlegers. Ihr habt nur begrenzt Platz für Autoren. Jetzt ist noch ein Platz offen und ich habe zwei Möglichkeiten. Erstens ich nehme Herrn Hohlbein obwohl das Manuskript vielleicht totaler Müll ist, weiß dafür aber dass ich damit ein paar Millionen Euro Umsatz mache, oder aber ich nehme den No Name Autoren, dessen Manuskript mir selbst als Verleger besser gefällt, wo ich aber trotzdem nicht weiß, ob ich die Investitionen überhaupt herausbekomme? Na kapiert, es geht immer nur ums Geld und was die Leser angeht, es wird immer Leute geben denen es scheiss egal ist wie gut oder wie schlecht eine Story ist, solange der Name ihres Lieblingsautoren auf dem Cover steht.

Schönen Gruß

Stefan Lamboury
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  #17  
Alt 06.06.2013, 19:01
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AngelikaD AngelikaD ist offline
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Beiträge: 119
Für Jugendliche und Fantasy-Einsteiger sind die Bücher nicht schecht. Ich mochte den Greif und ich mochte auch Unterland, sowie Elfentanz. Den Hexer habe ich auch nicht so schlecht gefunden. Was ich nicht mochte, war, dass in den meisten seiner Bücher, die ich gelesen habe, irgend ein Volk am Ende zum Untergang verdammt war oder eine Hauptperson stirbt. Das ist echt nicht mein Ding. Ich leide da immer zu sehr mit.
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  #18  
Alt 06.07.2014, 23:11
Benutzerbild von Cassandra
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Zitat:
Zitat von AngelikaD Beitrag anzeigen
Was ich nicht mochte, war, dass in den meisten seiner Bücher, die ich gelesen habe, irgend ein Volk am Ende zum Untergang verdammt war oder eine Hauptperson stirbt. Das ist echt nicht mein Ding. Ich leide da immer zu sehr mit.
Das Thema ist zwar bereits leicht angestaubt, da Hohlbein aber nach wie vor quantitativ aktiv ist, soll es auch hier so sein. ^^

Im Grunde spricht es doch für einen Autor, wenn man beim Lesen bzw. nach dem Lesen erst einmal mit den Nerven runter ist.
Gerade der Tod einer Hauptfigur kann - wenn es gut geschrieben wird - die Ursache dafür sein, dass der Roman als Ganzes
nachhaltig in Erinnerung bleibt. Man begleitet eine Figur, leidet mit ihr und hegt irgendwann sogar Sympathien und dann WUMMS
- weg ist sie ... (Ein hiesiger Autor hat so etwas mal in einem seiner Romane gemacht und ich bin immer noch deswegen im Eimer ... ^^)

Allerdings fällt mir gerade kein Hohlbein-Buch ein, bei dem das der Fall gewesen wäre. Aber ich habe auch nicht besonders viele gelesen.
In welchem z. B. stirbt denn ein führender Charakter?
__________________

Im Feuer steckt der Funke des Chaos und der Zerstörung,
der Samen des Lebens


("Magic")

(Photo: Franz Herzog © 2004)
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  #19  
Alt 07.07.2014, 10:13
Benutzerbild von Fred Ink
Fred Ink Fred Ink ist offline
Vampirjaeger
 
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Zitat:
Im Grunde spricht es doch für einen Autor, wenn man beim Lesen bzw. nach dem Lesen erst einmal mit den Nerven runter ist.
Gerade der Tod einer Hauptfigur kann - wenn es gut geschrieben wird - die Ursache dafür sein, dass der Roman als Ganzes
nachhaltig in Erinnerung bleibt. Man begleitet eine Figur, leidet mit ihr und hegt irgendwann sogar Sympathien und dann WUMMS
- weg ist sie ... (Ein hiesiger Autor hat so etwas mal in einem seiner Romane gemacht und ich bin immer noch deswegen im Eimer ... ^^)
Ich weiß zwar nicht, ob ich gemeint bin, fühle mich aber einfach mal angesprochen.
Besser könnte ich es nicht ausdrücken, Cassandra! Wenn schon eine Figur stirbt, dann wenigstens eine, deren Tod den Leser bewegt. Nichts ist in meinen Augen schlimmer, als am Ende noch schnell eine Nebenfigur um die Ecke zu bringen, damit das Buch nicht ganz so freudig endet ...
Der Tod liebgewonnener Figuren setzt manche Stories erst so richtig in den Köpfen der Leser fest und bringt diese dazu, sich auch lange nach dem Lesen noch mit dem Stoff zu beschäftigen - man sehe sich nur an, wie viele Harry Potter - Fanfictions es gibt, in denen tote Charas wieder aufleben.
Endet alles "easy-peasy", ist es schnell vergessen.
... und außerdem bin ich gern ein bisschen gemein zu meinen Lesern.

LG,
Fred
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  #20  
Alt 15.07.2014, 20:59
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Ella Ella ist offline
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Registriert seit: 05.2014
Beiträge: 42
Uuuh...ich weiss nicht was ich sagen soll, ich liebe Hohlbein seit eh und je.
Ich verschlinge seine Bücher seit ich ein kleines Mädchen war, damals angefangen mit "Der Greif", später dann mit Märchenmond u.s.w

Klar spricht es nicht wirklich für sich so viele Bücher in so kurzer Zeit zu verfassen und ich habe auch schon gerüchteweise mitbekommen Geisterschreiber sollen ihm zu Hand gegangen sein.

Aber der Gute verschafft es immer wieder mich in andere Welten zu versetzen und mich träumen zu lassen, mich mit den Hauptfiguren mitfiebern zu lassen. Und nachdem ich seine Bücher gelesen habe, bin ich meistens ganz zufrieden und habe noch etwas, über das ich nachdenken kann.

Dies ist ja eigentlich die Hauptsache, oder?
Und ich bin jedesmal wieder darüber froh, das Geschmäcker verschieden sind und sich nicht alle für das Gleiche begeistern lassen. :D
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