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Alt 22.04.2019, 15:26
Benutzerbild von Irminsul
Irminsul Irminsul ist offline
Yavalar
Vampirjaeger
 
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Zwei weitere mystische Orte, die in der Aufzählung auf keinen Fall fehlen dürfen:

Burg Frankenstein

Um die alte Burganlage bei Darmstadt in Südhessen ranken sich alle möglichen Legenden. Manche glauben sie habe als Vorlage zu Mary Shelleys Roman gedient, doch das ist umstritten. Mary Shelley könnte aber dennoch auf Burg Frankenstein aufmerksam geworden sein; ein Zufall, dass ihr Roman den Namen der Burg trägt ist eher unwahrscheinlich. Als gesichert gilt dagegen, dass die Brüder Grimm Material um den Arzt und Theologen Johan Konrad Dippel gesammelt haben, der 1673 auf Burg Frankenstein geboren wurde. Angeblich soll Dippel auch Alchimist und Hexenmeister gewesen sein - die Menschen zu seiner Zeit waren eben sehr abergläubisch. Gut möglich, dass sie ihm manches angedichtet haben, z.B. auch, dass er mit Leichenteilen experimentiert haben soll. Es könnte genauso gut aber auch wahr sein, denn vor ihm gab es ja bereits schon einen anderen, berühmten Arzt und Wissenschaftler, der das Innere des Menschen erforscht hat...
Aber woher soll nun Mary Shelley von Dippel erfahren haben? Ganz einfach: Die Brüder Grimm schickten ihre Manuskripte an eine englische Übersetzerin - Mary Shelleys Stiefmutter.


Die Externsteine bei Detmold

Die mächtigen, fast frei stehenden Felsen sind knapp 50 Meter hoch - in einer ansonsten felsenlosen Landschaft. Das sieht erstmal merkwürdig aus und gibt damit Anlaß für alle möglichen Spekulationen. Gott oder der Teufel höchstpersönlich sollen ihre Hand im Spiel gehabt haben, diese Erklärung hatten abergläubische Leute früher in solchen Fällen schnell bei der Hand. Mancher aber wird durch die Treppen, Fenstern oder Höhlen in den Steinen einfach an eine imposante, verfallene Burgmauer erinnert. Da kommt es aber auf den Blickwinkel an, je nachdem ob man auf die Rückseite (Südwesten) oder auf die Vorderseite (Nordosten) blickt.
Heute weiß man, dass vor ca. 70 Millionen Jahren lokale Verwerfungen die harte Sandsteinschicht so aufgerichtet haben. Wind und Wetter taten dann auch noch ihren Teil dazu, dass die Felsen so aussehen, wie man sie heute kennt. Nur die Höhlen, die sind mit Sicherheit Menschenwerk. Doch ob es sich hier um einen keltischen Kraftort, ein frühchristliches Heiligtum oder eine altgermanische Kultstätte handelt - man weiß es nicht. Wahrscheinlich ist aber, dass bereits die Steinzeitmenschen dem Ort eine besondere Bedeutung beimaßen. Und die Höhlen, die könnten ja durchaus von den Menschen dieser Zeit angelegt worden sein.
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