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Eure deutsche Lieblingssage?

Also ich find die Edda toll. mit den Nibelungen kann ich nix anfangen. Da ja die meisten aus den germanischen Sagen kopiert und umgeändert wurden. :devilroll Sigfrid ist das beste beispiel
 
Also ich find das wertvollste im leben sehr interresant wer nicht weiß worums geht kann mich ja fragen es ist eien hessische sage oda so
 
Die Nibelungen ( äh das war doch die Sage vom Siegfried & Co? ) hat uns die Kunstlehrerin in ihrem Unterricht vorgelesen ( die las immer irgendwelche Bücher vor, während wir arbeiteten z.B. Die grüne Wolke oder Alice im Wunderland und hinter den Spiegeln )

Ich fand die Story damals ( 5 Klasse ) total brutal und pervers.

Besonders die Szene als Kriemhild - die nach dem Tod ihres Mannes Siegfried, einen König "Irgendwer" geheiratet hat - bei einem Bankett der abgeschlagene Kopf ihres zweiten Sohnes ( noch ein Kleinkind!!! ) in den Schoss gekullert war.
Der kleine Junge wurde von einem der Gäste des besagten Königs mit einem Schwertstreich geköpft, gerade als er auf seine Mutter zurennen wollte, weil da irgendeine Unsimmigkeit zwischen ihm und dem König war ( dieser Gast war - glaube ich - beteiligt an der Ermordung von Siegfried, ich weiß nur leider seinen Namen nicht mehr )
Total unverständlich war für mich, daß besagter König sich nachher trotzdem mit dem Mörder seines kleinen Sohnes freundschaftlich einigen wollte und recht wütend auf seine Frau Kriemhild war, die nur auf Rache sinnte!

Ich meine, dachten die Leute damals echt so? Konnten die eiskalt eine Ermordung ihrer Familienmitglieder vor den eigenen Augen ertragen ( der König hat nicht mal einen weiteren Gedanken an sein Kind verschwendet ) und die Verhandlungen einfach fortsetzen?

Ich an Kriemhilds Stelle hätte den Mörder meines kleinen Sohnes gleich im Bankettsaal mit dem Besteck erstochen!

Und das Kriemhilds gerechte Rache am Ende mit ihrem Tod bestraft wurde, fand ich einfach zum K...!

Die "Vergewaltigung" der Walküre Brunhild durch ihren Mann, welcher sie nur dank dem unsichtbaren Siegfried "nehmen" konnte, weil letzterer sie - unerkannt - festhielt ( sie war viel stärker als ihr Bräutigam, aber schwächer als Siegfried ) ... fand ich sowas von pervers.
Deswegen hat sie auch ihre übermenschlichen Kräfte eingebüsst, glaube ich.

Und Brunhilde erfährt es erst bei einem Streit mit ihrer Schwägerin Kriemhild, die ihr erzählt, daß ausser Brunhildes Mann ( der zugleich Kriemhilds Bruder ist ) auch ihr ( Kriemhilds! ) eigener Mann Siegfried bei Brunhildes Entjungferung "mit dabei" war ( welche Frau ist auch noch stolz darauf, daß ihr eigener Mann praktisch bei einer Vergewaltigung mitgewirkt hat ... echt krank, falls die damaligen Frauen so gedacht haben )
Und alles nur, um Brunhilde zu demütigen und damit Kriemhilde vor ihrer Schwägerin stolz die Kirche als erste betreten kann ... während Brunhilde sich vor Schock nicht bewegen kann.

Nun, aufgrund dieser einzelnen Szenen, die mir hartnäckig im Kopf haften geblieben sind ( vielleicht hätte die Leherin es nicht Fünftklässlern vorlesen sollen ), halte ich nicht viel von der Nibelungensage ... mit ihren chauvinistischen und verräterischen "Helden".
Die liessen bei mir einen schalen Nachgeschmack auf der Zunge ... weswegen ich später nichts von dieser Sage mehr hören wollte ( auch nicht von der TV-Serie, die vor einigen Jahren im Fernsehen lief )

Ist also eher meine deutsche Hass-Sage! :engel:

:pferd:
 
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Die Edda ist ein rein isländische Sache, wie die allermeisten Sagas. Das meiste, was heute als "germanische" oder "deutsche Heldensage" firmiert, geht auf diese Sagas zurück.

Auf Island haben sich die germanischen Götter- und Heldensagen (natürlich in der regionalen Ausprägung) am längsten erhalten, weil die Christianisierung dort erst sehr spät stattfand und längst nicht so drastisch alle vorherigen Religionen und Kulturgüter beseitigte. So stand in Mitteleuropa auf die Teilnahme an heidnischen Festen die Todesstrafe!

Am Niebelungenlied habe ich als Kind immer Brunhild gehasst, weil sie den schönen heldenhaften Siegfried umbringen lassen hat. Erst später, als mir klar wurde, was er und Gunther ihr angetan hatten, habe ich sie verstanden.
Von Siegfried quasi "erobert" als Tauschobjekt für die von ihm begehrte Kriemhild wurde sie mit dem verhassten Gunther zwangsverheiratet. Als sie ihn niedergerungen hat, statt sich von ihm "begatten" zu lassen, hat Siegfried sie unerkannt vergewaltigt und dann Gunther rangelassen, damit der auch noch zu seinem ehelichen "Recht" kommt. Und als sei das alles noch nicht schlimm genug gewesen (bei Königs im Frühmittelalter waren Zwangsehen ja wohl üblich) geht an einem der nächsten Tage auch noch Kriemhild mit Brunhilds Gürtel, den Siegfried sich als Andenken an diese wunderbare Heldentat mitgenommen hatte, bekleidet zur Kirche und fordert von Brunhild, ihr den Vortritt als der höherrangigen Adeligen zu lassen, immerhin sei ihr Mann ja männlicher, als der König. Nett, echt! Ich glaube, ich hätte mit der Dame und ihrem Angetrauten noch was ganz anderes machen wollen.

Meine Lieblingssage ist eher die von Wieland dem Schmied. Ich fand den Gedanken immer faszinierend, dass ein Königssohn eine Lehre bei einem Schmied macht, um besonders kräftig zu werden und sich sein eigenes Schwert zu schmieden.



edit: Upsi! Da hätte ich wohl erst lesen sollen, was meine Vorposter geschrieben haben, ehe ich alles noch einmal wiederhole!
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Nibelungen ...
Ich fand die Story damals ( 5 Klasse ) total brutal und pervers.

Besonders die Szene als Kriemhild - die nach dem Tod ihres Mannes Siegfried, einen König "Irgendwer" geheiratet hat - bei einem Bankett der abgeschlagene Kopf ihres zweiten Sohnes ( noch ein Kleinkind!!! ) in den Schoss gekullert war.
Der kleine Junge wurde von einem der Gäste des besagten Königs mit einem Schwertstreich geköpft, gerade als er auf seine Mutter zurennen wollte, weil da irgendeine Unsimmigkeit zwischen ihm und dem König war ( dieser Gast war - glaube ich - beteiligt an der Ermordung von Siegfried, ich weiß nur leider seinen Namen nicht mehr )
Total unverständlich war für mich, daß besagter König sich nachher trotzdem mit dem Mörder seines kleinen Sohnes freundschaftlich einigen wollte und recht wütend auf seine Frau Kriemhild war, die nur auf Rache sinnte!

Ich meine, dachten die Leute damals echt so? Konnten die eiskalt eine Ermordung ihrer Familienmitglieder vor den eigenen Augen ertragen ( der König hat nicht mal einen weiteren Gedanken an sein Kind verschwendet ) und die Verhandlungen einfach fortsetzen?

Ist also eher meine deutsche Hass-Sage! :engel:

:pferd:


Da muss ich jetzt mal einhaken: Die Sage ist sicherlich brutal aber nicht pervers. Und Krimhild ist nicht nur das unschuldige Opfer.:engel: Vor allem muss man sich hierzu neben dem Nibelungenlied die Parallelerzählung dessen, die Thidrekssaga ansehen (also die Sage des Dietrich von Bern). Interessanterweise erzählt die Thidrekssaga nämlich weshalb Hagen Krimilds Sohn und dessen Erzieher erschlägt. Weil nämlich Krimhild ihren eigenen Sohn dazu angestachelt hat, Hagen eine Ohrfeige zu geben. Der erschlägt ihn samt dem Erzieher. Das Nibelungenlied lässt dieses Detail weg, allerdings bleibt dann vieles unlogisch.
Krimhild stachelt ihren Sohn dazu an (und opfert ihn), um ihren Hass gegen Hagen und seine Brüder zu stillen und um Siegfried zu rächen. Sie hat Erfolg. Alle Nibelungen werden getötet. Und erst als sie dem am Boden liegenden Gislher einen brennenden Ast in den Mund schiebt, um ihn zu töten, schreitet Hildebrand ein und erschlägt sie. Wohl zurecht.

Grüße,
 
Die "Vergewaltigung" der Walküre Brunhild durch ihren Mann, welcher sie nur dank dem unsichtbaren Siegfried "nehmen" konnte, weil letzterer sie - unerkannt - festhielt ( sie war viel stärker als ihr Bräutigam, aber schwächer als Siegfried ) ... fand ich sowas von pervers.
Deswegen hat sie auch ihre übermenschlichen Kräfte eingebüsst, glaube ich.

Auch hier ist die Thidrekssaga die bessere Quelle zum Verständnis des Geschehens. Hier gibt es (anders als im Nibelungenlied) keine Tarnkappe und keine Vergewaltigung. Brünhild liebt vielmehr Siegfried, muss dann aber mit Gunther vorlieb nehmen, weil Siegfried ja Krimhild heiratet.
Sie will die Hochzeitsnacht nicht mit Gunther vollziehen, sondern mit Siegfried. Der dies dann auch tut. Gunther wird mit der Erklärung abgespeist, dass sie entjungfert ihre starken Kräfte verliert, mit denen sie sich so erfolgreich mehrere Nächte gegen ihn wehren konnte.
Warum Brünhild sich aber so vehement gegen Gunther wehrte, wird in der Sage nicht ganz klar. Hier kann man nur spekulieren. Vielleicht weil sie noch Jungfrau ist und Angst hat?. ... eigentlich nur Siegfried will? ...keine Jungfrau mehr ist und möchte, dass dies nur Siegfried bemerkt....?



Nun, aufgrund dieser einzelnen Szenen, die mir hartnäckig im Kopf haften geblieben sind ( vielleicht hätte die Leherin es nicht Fünftklässlern vorlesen sollen ), halte ich nicht viel von der Nibelungensage ... mit ihren chauvinistischen und verräterischen "Helden".
Die liessen bei mir einen schalen Nachgeschmack auf der Zunge ... weswegen ich später nichts von dieser Sage mehr hören wollte ( auch nicht von der TV-Serie, die vor einigen Jahren im Fernsehen lief )

Ist also eher meine deutsche Hass-Sage! :engel:

:pferd:

Vielleicht nochmal die Thidrekssaga lesen, die sowieso viel besser als das Nibelungenlied ist... und dann die Helden mit all ihren Fehlern und Stärken neu bewerten...
Und daran denken, dass bei den alten germanischen Sagen der Ursprung von Tolkiens Welt liegt.
 
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